"Siehe" - Schau auf Jesus (1) - eine Andacht

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Der Prophet Jesaja wird nicht ohne Grund immer wieder als der „Evangelist des Alten Testaments" bezeichnet. Seine Botschaft steckt voll von direkten Prophezeiungen auf den Herrn Jesus, den Messias des Volkes Israel. Das ganze Alte Testament ist voll von Hinweisen und Prophezeiungen auf Christus, den Messias. Petrus schreibt einmal dazu:

Eine Errettung, über welche die Propheten nachsuchten und nachforschten, die von der Gnade euch gegenüber geweissagt haben, forschend, auf welche oder welcherart Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hindeutete, als er von den Leiden, die auf Christus (= der Messias) kommen sollten, und von den Herrlichkeiten danach zuvor zeugte;" (1.Petr 10.11)

Besonders in Kapitel 52,13ff und 53 beschreibt Jesaja die Leiden und tiefe Erniedrigung des „Knechtes Gottes". Er wurde mit unseren Sünden beladen, von Gott dafür bestraft und schließlich von Ihm zerschlagen. Aber Gott hat Seinen Knecht, Jesus, nach den Leiden auferweckt, Ihn hoch erhoben und Ihm größte Herrlichkeit gegeben.


Wenn Gott in Seinem Wort den Leser mit einem „siehe" konfrontiert, dann lohnt es sich genauer hinzuschauen. Dann braucht es unsere ganze Aufmerksamkeit, um genau darauf zu achten, was Gott uns sagen möchte.

„Siehe, mein Knecht" - Jetzt geht es um den Knecht Gottes. Doch wer ist dieser Knecht? Er ist offensichtlich der Herr Jesus selbst, der in Phil 2,6ff als der beschrieben wird, der in „Gestalt Gottes" war und es nicht für „Raub achtete Gott gleich zu sein", sondern „Knechtsgestalt annahm". Der Herr Jesus ist der ewige Gott, der Schöpfer, der Mensch wurde und hier auf dieser Erde als Knecht Gott und den Menschen gedient hat. Dabei ist er wirklich Knecht geworden. Er war es nicht nur äußerlich und für die Zeit seines Lebens hier auf der Erde, sondern Seinem ganzen Wesen nach. Jesus wurde Knecht und bleibt es in Ewigkeit. Von Ihm wird in Verbindung mit dem hebräischen Knecht in 2.Mo 21 gesagt: „Und er soll ihm dienen auf ewig."

Der Herr Jesus ist der Knecht Gottes und hat in Seinem Leben in erster Linie Gott gedient. Jesus war Seinem Vater in allem gehorsam und wollte nur das tun, was Seinem Willen entsprach. Deutlich drückt der Herr Jesus das z.B. in Joh 4,34 aus: Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe."

Aber auch die Menschen haben immer wieder von Seinem Dienst profitiert und die Liebe des Herrn Jesus besonders erfahren: „Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende." (Lk 22,27)

Zum Nachdenken: Hast Du eine Vorstellung davon wie klein sich der Herr Jesus gemacht hat? Er hat es für Dich und mich getan. Wie lebst Du? Ist es nicht so, dass wir oft lieber groß sein wollen, Anerkennung, Ehre und Zustimmung suchen? Wenn Du verändert willst und dem Herrn Jesus ähnlicher werden möchtest, dann musst Du auf Jesus schauen, Dich mit Ihm beschäftigen und Sein Leben studieren.

Hinschauend auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der, die Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes." (Hebr 12,2)

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