Arzt und Mensch

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Eingewoben in den Bericht über die Auferweckung der Tochter des Synagogenvorstehers Jairus ist die Begebenheit der Heilung der blutflüssigen Frau. Hier erweist sich der Herr als wahrer Arzt, der die äußeren Leiden der Frau durch die richtige „Behandlung“ beendet. Kurz vorher hat Er von sich als Arzt gesprochen. Jetzt praktiziert Er das, wovon Er gesprochen hatte. Wenn Er Menschen leiden sah, wurde sein Herz bewegt. Wenn Er dann noch Glauben in ihren Herzen fand, mochte er auch noch so gering sein, so konnten sich die suchenden Menschen des heilenden Wirkens Jesu sicher sein. Er ließ niemand krank zurück, der zu Ihm kam.

Zugleich ist Er dabei der wahre Mensch und Israelit, der sich anrühren lässt und gegenüber dem Gesetz gehorsam ist: „Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Kleidung machen, bei ihren Geschlechtern, und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus blauem Purpur setzen; und es soll euch zu einer Quaste sein, dass ihr, wenn ihr sie anseht, euch an alle Gebote des Herrn erinnert und sie tut, und dass ihr nicht umherspäht eurem Herzen und euren Augen nach, denen ihr nachhurt, damit ihr euch an alle meine Gebote erinnert und sie tut und eurem Gott heilig seid“ (4. Mo 15,38–40; vgl. 5. Mo 22,12). Diesem Gebot unterwarf sich der Herr als Israelit. Das unterstreicht seine Menschheit, die sich auch darin offenbart, dass er für die Menschen erreichbar und „anrührbar“ war. Es muss uns zur Bewunderung seiner Person führen, dass Er, der ewige Gott, zugleich bereit war, sich allen Vorschriften des Gesetzes zu unterwerfen. Wir staunen über diesen Gehorsam und beten Ihn dafür an.

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