21.10.2017 Matthäus | Persönlicher Glaube

Der Weg des Herrn bestimmt den Weg der Jünger

Der Herr musste Petrus tadeln, weil dieser Ihn vom Weg des Gehorsams gegenüber Gott abzubringen suchte. Der Herr verbindet diese Zurechtweisung mit Belehrungen über Jüngerschaft.

 

Schon in Matthäus 10,38.39 lesen wir, dass der Herr diese Ermahnung, die Er hier noch einmal seinen Jüngern mitgibt, ausgesprochen hat. Allein die Tatsache, dass der Herr nun wieder nicht mehr allein zu Petrus spricht, sondern zu allen Jüngern, zeigt, dass die Haltung von Petrus auch die anderen Jünger kennzeichnete. Sie alle hofften darauf, dass der Herr jetzt in mächtiger Weise seine Königsherrschaft antreten würde. Die Antwort des Herrn ist: „Ich werde leiden und sterben. Und euer Weg ist der gleiche. Ihr könnt das Erlösungswerk nicht vollbringen. Aber ihr sollt meine Jünger sein und euer Kreuz aufnehmen. Nur so seid ihr wahrhaft meine Jünger!“

 

In Matthäus 10 ging es besonders um das Setzen der richtigen Prioritäten im Leben eines Jüngers. Natürliche Beziehungen haben keinen Vorrang vor der Beziehung des Herrn, so wichtig sie an und für sich auch sind. Aber der Herr kommt vor allem anderen (ohne dass das andere dadurch vernachlässigt werden dürfte).

 

In Matthäus 16 geht es mehr um die grundsätzliche Lebensausrichtung des Jüngers. Der Herr wünscht, dass wir Ihm wirklich nachkommen. Das heißt, dass wir den Weg, den Er als Mensch gegangen ist, auch gehen wollen: ein Leben für Gott, ein Leben in Absonderung vom Bösen und von bösen Menschen, ein Leben in Gemeinschaft mit den Gläubigen. Christus geht sogar davon aus, dass wir seinem Weg folgen wollen. Dazu aber ist eine innere Haltung nötig, die wir bei unserem Meister sehen: Man muss sich selbst verleugnen und sein Kreuz aufnehmen und dann auch konsequent seinen Weg gehen. Gerade das ist „Nachfolge“, wie der Herr sie uns zeigt. Während das „Nachkommen“ den äußeren Weg bezeichnet, weist uns „Nachfolge“ auf die innere Haltung und deren Konsequenzen hin.