01.11.2014 Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Lästerung des Geistes (6)

Ist die Lästerung des Geistes Gottes heute noch möglich? Manche Christen leben mit der ständigen Angst, sie könnten diese Sünde begangen haben oder noch begehen. Dabei wollen wir uns die Worte des Herrn in unserem Evangelium einmal genau anschauen: „Wer gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden - weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen."

Der Herr Jesus bezieht sich somit auf zwei konkrete Zeiträume: ein aktuelles Zeitalter und ein zukünftiges. „Dieses Zeitalter" ist die begrenzte Zeit, in welcher der Herr Jesus hier auf der Erde lebte. In dieser Zeit gab es für diese Sünde keine Vergebung. Warum nicht? Weil Gott in Christus jetzt selbst auf der Erde war, die Welt mit Gott versöhnend (2. Kor 5,19). Wer dieses vollkommene Angebot mit einer Lästerung des Geistes beantwortete, für den gab es nur noch Gericht! Denn damals wirkte der Geist Gottes, durch den jedes von Gott anerkannte Werk vollbracht wird, in einer vollkommenen und Gott zu 100% verherrlichenden Weise in Christus. Allein bei Ihm gibt es keine Beimischung von falschen Motiven und fleischlichen Elementen, wie wir gesehen haben, denn Er besaß keine alte, sündige Natur.

In Hebräer 6,5 lesen wir vom künftigen Zeitalter: „die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters". Dieses Zeitalter bezieht sich auf die Zeit, wenn der Herr auf diese Erde zurückkehren wird. Das ist das kommende Friedensreich.

Unser Herr spricht also im Matthäusevangelium nicht von der heutigen Gnadenzeit, sondern von Zeiten, in denen Er auf der Erde ist. So braucht kein Kind Gottes Angst haben, es könnte diese Sünde begehen.