14.09.2014 Matthäus | Persönlicher Glaube

Die Lästerung des Geistes (1)

Die Lästerung des Geistes ist ein Thema, das viele Gläubige in Unruhe versetzt hat. Sie ist in den Augen Gottes eine so gravierende Sünde, dass der Herr Jesus von Konsequenzen spricht, die wir sonst kaum kennen. Daher beschäftigen wir uns etwas ausführlicher mit diesem Thema.

Der Auftakt dieser Worte mag uns nicht besonders auffallen. Aber er zeigt den gewaltigen Reichtum der Gnade Gottes (vgl. Eph 1,7). „Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden." Der Herr verdeutlicht, dass die Gnade Gottes so reich und weitreichend ist, dass es für jede Sünde die Möglichkeit der Vergebung gibt. Er verweist hier nicht auf den Weg, auf dem diese Gnade geschenkt wird. Aus anderen Stellen wissen wir, dass der Mensch seine Sünden bekennen muss, um Vergebung zu erhalten (vgl. 1. Joh 1,9). Das muss von Herzen geschehen und wird eine Auswirkung in seinem Leben haben. Aber Christus ist am Kreuz im Hinblick auf jede Sünde gestorben. Sie mag in den Augen der Menschen groß oder klein sein, handle es sich um Mord oder Lüge, Unzucht oder Diebstahl, egoistisches Handeln oder Neid. Wer zum Herrn mit der Bitte um Vergebung kommt, wird von Ihm angenommen. Jede Art und Kategorie von Sünde ist in diese Vergebungsbereitschaft Gottes eingeschlossen.

Doch gibt es eine Ausnahme: „Aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden." Offenbar ist diese Sünde in den Augen Gottes derart abscheulich, dass Er dafür keine Vergebung anbieten kann. Dabei halten wir zunächst fest, dass Gott vollkommen gerecht ist. Wenn Er also diese eine Sünde besonders herausstellt, dann ist das gerecht und hat einen tiefen Grund.