06.05.2012Matthäus | Jesus Christus / Gott | Dienst

Jüngerschaft heißt Zuneigung für Christus

Jüngerschaft ist keine „sterile“ Sache. Es geht um eine Person, die in unserem Bibelvers „Bräutigam“ genannt wird. In der konkreten Begebenheit geht es dem Herrn darum, dass man in seiner Gegenwart nicht fasten und trauern kann. Wenn der Erlöser, der Erretter, der Herr, der Hirte, der Urheber jeden Segens vor uns steht, dann bewirkt das bei jedem, der Ihn als Retter angenommen hat, große, unaussprechliche Freude.

Nun ist der Herr Jesus heute ein abwesender Herr, der in den Himmel zurückgegangen ist. Und doch hat Er seinen Jüngern damals gesagt: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (Matthäus 28,20). So dürfen auch wir von einem – geistlicherweise – anwesenden Herrn sprechen.

Aber abgesehen davon sehen wir unseren Herrn immer mit unseren Glaubensaugen, die auf Ihn gerichtet sein sollen. Und dann wird Nachfolge zu einer Herzensangelegenheit. Sie wird nur dann dauerhaft und lebendig sein, wenn sie durch die Zuneigungen zu Christus motiviert wird. Das ist gerade heute so wichtig. Nicht die Abscheu von dem Bösen, so wichtig sie ist, kann uns motivieren. Die Liebe zu Christus ruft und zieht uns im Dienst. Die Abscheu vom Bösen kommt dann von ganz alleine und bleibt notwendiger Bestandteil unseres Lebens. Wer den Herrn Jesus aus ganzem Herzen liebt, wird seine Aufträge gerne annehmen und Ihm mit seiner Familie dienen. Er ist es wert! Und: Er liebt uns viel mehr, als wir Ihn je werden lieben können.