27.03.2010Matthäus | Persönlicher Glaube

Das „Vater unser“ 7

Die Jünger lebten in Zeiten äußerer Prüfungen. Von diesen spricht auch Jakobus in seinem Brief (Kapitel 1,12-15). Gott sendet Prüfungen, um den Glauben seiner Jünger zu stärken, hervorzubringen oder auch, um das Herz des Jüngers neu auf Gott auszurichten. Versuchungen, die durch unsere Begierden hervorgerufen werden, haben nie Gott zum Ursprung - erstens, weil Gott nicht zum Bösen versucht - das stünde im Widerspruch zu seinem Wesen als Licht und Liebe. Darüber hinaus hat Er sich mit uns als Vater verbunden - ein Vater versucht sein Kind nicht.

Ein Jünger sucht Versuchungen durch erprobende Umstände nicht. Niemand betet sich Prüfungen herbei. Denn sie sind, wie Petrus schreibt, immer ein Anlass für Betrübnis (1. Pet 1,6). Daher bittet der Jünger seinen Vater im Himmel, ihn vor Versuchungen zu bewahren. Denn er weiß, dass es den Feind Gottes und damit den Feind der Jünger gibt - Satan - der solche Prüfungen benutzen möchte, um den Gläubigen zu schaden und sie von dem Weg des Gehorsams Gott gegenüber abzubringen. Der wahre Jünger weiß auch, dass solche Versuchungen dahin führen können, dass der Teufel einen Ansatzpunkt im eigenen Leben findet, um böse Begierden zu wecken. So sehnt sich der Jünger danach, vor Versuchungen bewahrt und von dem Bösen errettet zu werden. Dieses Böse kann sich auf alle Art des Bösen und Verderblichen beziehen, das in unserem Leben zutage treten kann. Das Böse umgibt uns wie die Luft!

Es ist aber auch möglich, diesen Ausdruck direkt auf den Urheber des Bösen zu beziehen, den Vater der Lüge, auf Satan. Denn er ist es, der uns zum sündigen führen will.