13.03.2010 Matthäus | Persönlicher Glaube

Das „Vater unser“ 5

In dem sogenannten Vater unser bittet der Jünger zunächst, dass der Name des Vaters geheiligt werde und sein Reich komme. Dann folgt:

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde: Die Jünger Jesu sind sich bewusst, dass auf dieser Erde oft das Gegenteil des Willens des Vaters getan wird. Es ist ihnen ein Herzanliegen, dass der Wille des Vaters, der im Himmel immer geschieht, auch auf der Erde vollbracht wird. Sie selbst wollen dazu beitragen, indem sie in ihrem Leben, auch wenn dies mit Leiden verbunden ist, den Willen des Vaters tun. Das bedeutet nichts anderes als gehorsam zu sein. Das ist ihr Gebetsanliegen. Wir wissen, dass im kommenden Königreich des Vaters immer dessen Wille geschieht. Ihr Wunsch ist jedoch, dass dies schon jetzt verwirklicht wird.

Unser nötiges Brot gibt uns heute: Mit dieser vierten Bitte kommen wir zum zweiten Teil der sechs Bitten. Sie betreffen besonders die konkreten Bedürfnisse der Jünger. Sie beten darum, dass sie auch in schwierigen Zeiten ausreichend Nahrung haben. Die Jünger würden darauf angewiesen sein, dass ihr himmlischer Vater für sie sorgt. Er wird so handeln, wenn sie Ihn darum bitten. Wie groß ist die Barmherzigkeit Gottes, dass Er sogar oft handelt, auch wenn wir Ihn nicht darum gebeten haben.

So macht der Meister seinen Jüngern klar, dass sie auch wegen der geringsten Bedürfnisse zu ihrem himmlischen Vater kommen konnten, ja sollten. So dürfen auch wir unserem Gott und Vater heute für seine Fürsorge danken und uns Ihm voller Vertrauen für diesen Tag anbefehlen.