Das „Vater unser“ 4

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Die sechs Bitten des „Vater unser" lassen sich in zwei Abschnitte gliedern. Die ersten drei Bitten beziehen sich auf die Herrlichkeit und Ehre Gottes, des Vaters. Die danach folgenden drei Bitten behandeln die irdischen Bedürfnisse der Jünger sowie ihre persönlichen Umstände in dieser Welt.

Geheiligt werde dein Name: An erster Stelle steht für den Jünger die Herrlichkeit des Vaters selbst. Ihm ist wichtig, dass der Name - also die Person - des Vaters nicht mit Unreinheit und Ungerechtigkeit in Verbindung gebracht wird. Da sich der Jünger seiner Beziehung zum Vater im Himmel bewusst ist, geht es ihm darum, dass in seinem persönlichen, praktischen Leben nichts vorkommt, was zur Heiligkeit Gottes im Widerspruch steht. Der Name des Vaters soll durch das Leben des Jüngers auf dieser Erde geheiligt sein.

Dein Königreich komme: Der Jünger steht in der Erwartung, dass der Vater sein Königreich auf dieser Erde aufrichtet. Der Herr Jesus belehrt seine Jünger mit dieser Bitte, dass sie nicht einfach auf irgendein Königreich auf dieser Erde warten sollten, mit einem König in ihrer Mitte. Sie sollten sich bewusst werden, dass es um das Reich des Vaters geht, der im Himmel ist. Dieses Königreich sollte noch zukünftig sein. Im 1.000-jährigen Friedensreich wird die erste Bitte: „Geheiligt werde dein Name", in Erfüllung gehen auf dieser Erde, weil der Sohn des Menschen, der wahre König Gottes für Israel, dafür sorgen wird, dass dem Vater, der im Himmel ist, hier auf der Erde die Ehre wird, die Ihm gebührt.

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