16.10.2009Persönlicher Glaube

Lasst die Wunden heilen!

„Er berietet Schmerz und verbindet, er zerschlägt, und seine Hände heilen" (Hiob 5,18).

Es gibt Menschen, besonders Kinder, die die kleinen Wunden nicht heilen lassen. Immer wieder machen sie sich daran zu schaffen und bringen die kleine Verletzung dadurch zu frischer Blutung. SO kann aus einer kleinen Verletzung eine tiefere Wunde entstehen.

Jeder Arzt aber sagt: Die Wunde braucht Zeit zum Heilen, sie braucht eine schützende Hülle, eine sorgsame Pflege.

So ist es schon bei körperlichen Wundern, aber dasselbe gilt in noch größerem Maß für ein verwundetes Herz: Rührt nicht daran, an dem großen bitteren Leid; sorgt für Ruhe und Stille, bringt nicht immer wieder zum Bluten, was langsam zu heilen begonnen hat. Aber werdet auch nicht ungeduldig, wenn die Wunde sich nicht so rasch schließt, wie ihr es wünscht.

Ein gesunder Körper vermag auch eine tiefe Wunde auszuheilen - eine gesunde, in Gott befestigte Seele wird auch schweres Leid überwinden und wieder für das Leben brauchbar werden. Manchmal freilich bleiben zeitlebens Narben zurück, die zu spüren sind.

Deshalb sollten wir darauf achten, die Wunden anderer nicht immer wieder zu berühren. Wir wollen auf die Mahnung hören: Lasst die Wunden heilen!

„Heile mich, Herr, so werde ich geheilt werden" (Jer 17,14).

„Der da heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und ihre Wunden verbindet ... Der Herr hält aufrecht die Elenden" (Ps 147,3.6).

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