17.04.2006 Jesus Christus / Gott

Wir möchten Jesus sehen - In den Evangelien (Teil 2)

Doch welche Herrlichkeiten schauen wir, wenn wir diese Aufzeichnungen lesen! Welch eine göttliche Majestät! Welche Vollkommenheit in seinem moralischen Wesen! Er war die vollkommene Verkörperung der Weisheit, der Erkenntnis, der Wahrheit und jeder Art von Liebe. Ja, er ist ganz und gar lieblich! Er offenbarte göttliche Allwissenheit. Er wusste alle Dinge. Die geheimen Gedanken und Fragen seiner Jünger waren ihm alle bekannt; die geheimen Verschwörungen seiner Feinde waren ebenfalls ein offenes Buch für ihn.

Seine göttliche Allmacht und Allwissenheit

Und so wie er göttliche Allwissenheit offenbarte, so offenbarte er auch göttliche Allmacht. Er hatte alle Macht über die Natur, denn er ist der Herr und Meister der Schöpfung. Ein majestätisches „Schweig, verstumme!“, und da war eine plötzliche Stille. Er, der Schöpfer der Gesetze der Natur, steht über diesen Gesetzen. Er wandelte über den stürmischen See. Er weidete die Mengen in einer wunderbaren Weise. Alle Arten von Krankheiten und menschlichen Leiden wurden durch ihn bezwungen. Er sprach ein Wort und sogleich wurde der Aussätzige rein; sofort nahm der Lahme sein Bett auf und ging umher; sofort wurden die Augen des Blinden geöffnet, die Ohren der Tauben konnten wieder hören und die Zunge der Tauben verherrlichten ihn! Er hielt eine Bare an, auf der sie den Sohn einer Witwe zu Grabe trugen. Er stoppte den Beerdigungszug. Er war bewegt durch unsagbares Mitleid. Oh, wie gerne hätte ich diese beiden Worte gehört, die über seine gnädigen Lippen kamen - Weine nicht! Die Träger der Bare blieben stehen. „Jüngling, ich sage dir, steh auf!“ Und plötzlich wurde die blasse Haut wieder rosig. Der junge Mann setzte sich auf und begann zu sprechen. Er hat Macht über den Tod, denn er ist der Fürst des Lebens. Die unsichtbare Welt der Geister, Engel und Dämonen war ihm unterworfen. Dämonen zitterten in der Gegenwart dieses Mannes, denn sie kannten ihn. Was der kulturelle Mensch und der menschliche Fortschritt heute leugnen, bekannten Dämonen, denn sie wussten, dass er der Sohn Gottes ist, der eines zukünftigen Tages ihr ewiges Verderben besiegeln würde. Und Engel dienten ihm; Legionen von Engeln warteten seiner Hut. Er hat die Macht, Sünden zu vergeben und Worte des Lebens und Friedens an die demütigen Bußfertigen zu richten, die zu seinen Füßen niederfielen.

Welche Sanftmut, Geduld und Freundlichkeit und welches Mitgefühl finden wir, wenn wir seinen Fußstapfen folgen! Er ist sündlos, vollkommen heilig. Kein Trug wurde jemals in seinem Mund gefunden. Von seinen Lippen flossen nur Worte der Gnade und der Wahrheit. Er irrte nicht in einem einzigen Wort; kein einziges nutzloses Wort wurde von ihm gesprochen.

Seine Gute Botschaft und seine Lehre

Wie herrlich sind die Worte, die er sprach, die Belehrungen, die er gab, die Wahrheit, die er offenbarte! Niemals hat ein Mensch so geredet wie dieser Mensch - das war das Zeugnis der Diener, die ausgesandt worden waren, um ihn zu greifen. Das Volk hörte ihn gerne, denn er war gesandt, „Armen gute Botschaft zu verkündigen; … Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das Gesicht, Zerschlagene in Freiheit hinzusenden, auszurufen das angenehme Jahr des Herrn" (Lk 4,19). Sein Belehrung war einfach, sodass das gemeine Volk in verstehen konnte; und doch sie von einer solchen Tiefe, dass selbst die hervoragendsten Köpfe der menschlichen Rasse sie nie ergründen konnten. Als zwölf Jahre alter Junge erstaunte er die führenden Köpfe seines Volkes durch sein Verständnis und seine Weisheit.

Seine wahre Versammlung ist stets vor ihm niedergefallen, und verneigt sich noch immer vor ihm in Verehrung und Anbetung. „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ ist das fortdauernde Bekenntnis seines Volkes. Rationalisten und Ungläubige haben ihm ebenfalls Zeugnis gegeben. Napoleon Bonaparte äußerte die folgenden würdigen Worte über unseren Herrn: „Alles in Christus versetzt mich in Erstaunen. Sein Geist überwältigt mich, und sein Wille verwirrt mich. Seine Ideen, seine Ansichten, die Wahrheiten, die er verkündet, seine Art zu überzeugen, alles ist nicht zu erklären, weder durch menschliche Beobachtungen noch durch die Natur der Dinge. Seine Geburt und die Geschichte seines Lebens; die Tiefe seiner Lehre, die mit den gewaltigsten Schwierigkeiten ringt, und welche für diese Schwierigkeiten die wunderbarste Lösung ist; sein Evangelium; seine Erscheinung; sein Reich; sein Wandel durch die Zeitalter und Königreiche; alles ist für mich ein Wunder, ein unlösbares Geheimnis, welches mich in einen Traum stößt, aus dem ich nicht entfliehen kann - ein Geheimnis, das vor meinen Augen ist, ein Geheimnis, dass ich weder leugnen noch erklären kann. Hier ist nichts Menschliches. Alles ist oberhalb von mir. Alles bleibt groß - von einer Größe, die überwältigt. Seine Religion ist eine Offenbarung eines Intelligenz, die gewiss nicht die des Menschen ist.“ Dieses große Zeichen der Hochachtung des großen Napoleon macht den modernen Kritikern mit ihren schwachen und kindischen Erfindungen Schande. Napoleon erkannte diese übernatürliche Person an, die übernatürliche Wesensart und die übernatürlichen Belehrungen des Herrn Jesus. Die modernen Kritiker leugnen sie. Napoleon wird eines Tages aufstehen im Gericht mit dieser Generation und sie verdammen.

Sein Geist

Den Herrn Jesus zu sehen in seinem lieblichen Wesen auf der Erde, in seiner Sanftmut, seiner Bescheidenheit, seiner Freundlichkeit, seiner Geduld und seinem Mitgefühl, muss immer eines unserer Haupttätigkeiten sein als Christen. Wir sind als Wiedergeborene, die in Besitz der göttlichen Natur, und daher nicht von dieser Welt sind, wie er nicht von dieser Welt ist, im Besitz seines Geistes.

„Wir aber haben Christi Geist“ (1. Kor 2,16). „Diese Gesinnung sei in euch, die auch in Christus Jesus war“ (Phil 2,5). Wir sind berufen, so zu wandeln, wie auch er gewandelt hat. Die neue Natur sehnt sich danach. Sie sehnt sich nach Heiligkeit, einem Leben in Absonderung hin zu Gott. Dieses Sehnen ist einer der Beweise, dass wir aus Gott geboren sind. Wenn wir ihn betrachten und erfüllt sind mit seiner Liebe, dann haben wir die Verheißung, dass wir verwandelt werden nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Dies ist das Werk des in uns wohnenden Geistes; Er bewirkt in uns die Wesenszüge des Herrn Jesus Christus. Oh, lasst uns ihn mehr betrachten, wie er in den Evanglien offenbart ist!