30.08.2020 Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

„Wo ich bin“

Das Haus des Vaters und die Feinde Gottes

„Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen" (Joh 7,34).

 

Die Feinde Gottes standen unmittelbar vor dem Herrn Jesus, als Er die ernsten Worte zu ihnen sprach: „Und wo ich bin, dahin könnt ihr nicht kommen" (Joh 7,34). Wir haben schon gesehen, dass Er unter diesen Worten den Platz im Haus des Vaters versteht. Dass darunter kein Ort auf dieser Erde gemeint sein kann, geht aus den Bibelworten klar hervor. Denn seine Feinde waren zu diesem Augenblick genau da, wo Er war. Sie standen ja vor Ihm. Schließlich hörten sie Ihm zu.

 

Aber wo Er „ist", dahin konnten sie nicht kommen. Mit anderen Worten sagte der Herr hier also zu ihnen, dass sie als Feinde Gottes keine Gemeinschaft in Ewigkeit mit Ihm im Haus des Vaters haben werden.

 

Das ist eine ernste Botschaft! Wer in der Gnadenzeit nicht bereit ist Buße zu tun, wird ewig getrennt von Gott bleiben.

 

Das Haus des Vaters und der Diener Gottes

Wenn mir jemand dient, so folge er mir nach; und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein" (Joh 12,26).

 

Dieser Ausspruch des Herrn Jesus ist eine Ermunterung für jeden Diener. Denn hier wird ihm eine besondere Belohnung verheißen. Der Herr Jesus beginnt diesen Vers zunächst mit dem Dienst und der Nachfolge. Beides wird an dieser Stelle miteinander verbunden. Wer Ihm dienen möchte, muss sich zwangsläufig selbst verleugnen, sein Kreuz auf sich nehmen und dem Herrn Jesus nachfolgen. Denn das sind die wesentlichen Kennzeichen der Nachfolge (Mt 16,24). Das bringt allerdings Schmach und Verachtung mit sich und bedeutet zugleich, auf Dinge zu verzichten. Doch dem steht eine Belohnung gegenüber, die jede Schmach und jeden Verzicht in der glücklichen Nachfolge erträglich macht: Das Haus des Vaters.

 

Könnte es für den Diener eine schönere Belohnung geben, als einen Platz im Haus des Vaters? Dann wird der Diener an demselben Ort wie sein Herr sein und Ihn in Ewigkeit schauen dürfen.

 

Die Entrückung ins Haus des Vaters als Trost für den Gläubigen

,,Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet" (Joh 14,3).

 

Mit diesen Worten tröstete der Herr die verzagten Herzen seiner Jünger damit, dass Er ihnen ihre neue Heimat vorstellte. Bisher kannten sie diese noch nicht. Doch nun offenbarte Er sie und zeigte ihnen, dass ihr Ziel das Haus des Vaters sein würde. Wo Gott von Ewigkeit her wohnt, würden auch die Jünger einmal zur Ruhe kommen (Joh 14,2).

 

Dann erklärt Er ihnen, wie sie in das Haus des Vaters kommen würden: durch die Entrückung. Er selbst wird kommen und die Gläubigen zu sich holen, damit, wo Er ist auch sie seien (Joh 14,3). Das sollte von nun an täglich vor ihren Herzen stehen.

 

Auch uns gilt dieser Trost. Denn auch unsere Heimat wird einmal das Haus des Vaters sein. Was immer unseren Lebensweg kennzeichnen wird, das Ziel steht fest!

 

Das Haus des Vaters und die Herrlichkeit des Herrn Jesus

,,Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, damit sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben hast... " (Joh 17,24).

 

Noch einmal sprach der Herr Jesus die Worte aus: ,,Wo ich bin". Diesmal entnehmen wir sie in dem zu Herzen gehenden Gebet, in dem Er als Sohn zum Vater betet. Darin drückte Er aus, dass da, wo Er ist, auch jene sein sollen, die der Vater Ihm gegeben hat. An diesem Platz, im Haus des Vaters, möchte Er sie vor sich haben, um ihnen etwas kostbares zu zeigen: seine Herrlichkeit! Diese sollen sie in Ewigkeit schauen.

 

Welch ein kostbares Ziel liegt vor uns. Ein Ziel, an dem eine Person gegenwärtig ist, die sich unbeschreiblich nach uns sehnt und uns vielleicht heute noch zu sich entrücken wird. Dann werden wir da sein, wo Er ist, und seine Herrlichkeit schauen.