07.08.2020 Gute Botschaft | Persönlicher Glaube

Naaman, der Syrer (FMN)

Bild: Der Jordan

In der Geschichte Naamans erkennen wir ein prophetisches Bild unserer Tage, in denen Gott allen Menschen die Errettung aus Gnade anbietet - und das seit über 2000 Jahren. Die Heilung Naamans vom Aussatz ist bis heute ein treffendes Bild der Befreiung eines Sünders von der „Krankheit" der Sünde.

 

Naaman aus der Sicht der Menschen

Naaman hatte es in seinem Leben weiter gebracht als viele seiner Zeitgenossen. Als der Heeroberste des Königs von Syrien war er äußerst erfolgreich und angesehen. Manch einer mag ihn um seine vielen beruflichen und persönlichen Erfolge beneidet haben. Und aus der Sicht der Menschen sah auch alles glänzend und schön aus. Doch im Leben dieses tapferen Kriegshelden gab es ein großes Aber: Er war aussätzig.

 

 

Naaman aus der Sicht Gottes

Naaman, der nach außen ein so glänzendes Bild abgab, war in Wirklichkeit unheilbar krank.

In ihm erkennen wir ein Bild des natürlichen Menschen, der sich vor Gott eingestehen muss, dass er ein Sünder ist und dass sein Zustand für Menschen unheilbar ist. Nach außen mag alles gut aussehen, aber im Inneren wohnt die Sünde (vgl. 1. Mo 6,5; Jer 17,9; Mt 15,19).

 

Der Aussatz der Sünde

In der Bibel ist der Aussatz immer ein Bild von der Sünde, und zwar ganz besonders in ihrer hässlichen und zerstörerischen Auswirkung. Der Aussatz war eine Krankheit, die den Körper der Betroffenen auf schlimme Weise entstellte. Zudem bestand für die Menschen, die damals an Aussatz erkrankt waren, keine Hoffnung auf Heilung. In Israel wurden sie streng gemieden und mussten ihr ganzes Leben außerhalb der menschlichen Gesellschaft zubringen.

 

Der Aussatz zeigt uns den beschmutzenden und „Ekel erregenden" Charakter der Sünde und führt uns den hoffnungslosen Zustand vor Augen, in den die Sünde den Menschen bringt. Die Sünde ist eine abscheuliche „moralische Krankheit", die jeden Menschen für die Gegenwart Gottes unpassend macht, und von der kein Mensch sich selbst oder andere erretten kann. Allein der Herr Jesus kann uns davon „reinigen" (vgl. 1. Pet 1,22). Dementsprechend wurde der Aussätzige nicht von einem Arzt geheilt, sondern von dem Hohenpriester gereinigt (vgl. 3. Mo 14).

 

Das Zeugnis eines jungen Mädchens

Im Haushalt Naamans diente ein junges Mädchen aus Israel, das die Syrer gefangen weggeführt hatten. Gott benutzte diese noch junge Dienerin, um dem „großen" Naaman den Weg zur Heilung zu zeigen. Obwohl eine Heilung vom Aussatz (zu jener Zeit) undenkbar war, hatte das Mädchen großen Glauben und rechnete fest damit, dass der Gott Israels das Unmögliche tun konnte und auch tun würde (vgl. Lk 4,27). Dass sie tiefes Mitgefühl für ihren Herrn hatte, zeigt, dass sie nicht bitter geworden war. Doch ihr Gottvertrauen hätte niemand etwas genutzt, wenn sie nicht auch den Mut gehabt hätte, der Frau Naamans von Elisa, dem Propheten, zu erzählen.

 

  • Es reicht nicht aus, darauf zu vertrauen, dass Gott Menschen erretten kann. Es genügt auch nicht, mit den Menschen Mitgefühl zu haben. Nein, du und ich müssen die gute Botschaft auch weitererzählen!

 

Gold und Silber

Obwohl das junge Mädchen aus Israel ihrer Herrin vom Propheten in Samaria erzählt hatte, zog Naaman zunächst zum König von Israel - und das nicht ohne ein ansehnliches Geschenk: 10 Talente Silber, 6000 Sekel Gold und 10 Wechselkleider. Offensichtlich erhoffte er sich dadurch, die Gunst des Königs für seine Absicht zu gewinnen. Aber Naaman irrte sich: Die Reinigung vom Aussatz ließ sich nicht durch Gold und Silber erkaufen. Dasselbe gilt für die Reinigung von der Sünde. Die Vergebung der Sünden ist ein reines Gnadengeschenk Gottes durch den Glauben an Jesus Christus (vgl. Eph 2,8). Hast du dieses Gnadengeschenk Gottes schon persönlich angenommen?

 

Der Mensch kann nicht helfen

Kein Mensch konnte Naaman helfen. Weder der König von Syrien noch der König von Israel waren dazu in der Lage. Nur Gott konnte in diesem „hoffnungslosen" Fall helfen.

 

Auch der Mensch heutzutage ist nicht in der Lage, sich selbst oder andere von der „Krankheit" der Sünde zu heilen (vgl. Ps 49,8.9). Gott allein kann Sünden vergeben und von der Macht der Sünde befreien (vgl. Mt 19,25.26; Mk 10,26.27; Lk 18,26.27).

 

Gott geht den ersten Schritt

Naaman zog zunächst zum König von Israel, weil er dort Hilfe erwartete. Dem König von Syrien lag die Heilung von Naaman am Herzen, und er hatte ihm deshalb einen Brief mitgegeben. Aber anstatt zu helfen, reagierte der König von Israel entrüstet: Er vermutete er eine Provokation und zerriss seine Kleider.

 

Hätte in diesem Moment nicht Elisa in den Ablauf der Ereignisse eingegriffen, wäre Naaman sicherlich unverrichteter Dinge wieder nach Hause zurückgekehrt. Zweifellos war es Gott selbst, der an diesem Punkt eingriff und Elisa benutzte, dem König von Israel eine Botschaft zukommen zu lassen, in der er darum bat, Naaman zu ihm zu senden. - Wo wären wir, wenn Gott nicht im Leben der Menschen eingreifen würde? Keiner würde gerettet (vgl. Joh 6,44.65).

 

Pferde und Wagen

Nach dem Umweg über den König von Israel kam Naaman schließlich zum Propheten nach Samaria. Sein Kommen wird nicht unbemerkt geblieben sein, denn er kam mit seinen Pferden und mit seinen Wagen und hielt am Eingang des Hauses Elisas. Jeder konnte es sehen: Dieser Mann hat Rang und Namen. Hatte er die Heilung von seinem Aussatz nicht verdient? Doch Elisa ließ sich davon nicht beeindrucken. Er kam nicht einmal aus seinem Haus, sondern sandte einen Boten, der Naaman ausrichtete, was er tun sollte. - Bei Gott gibt es kein Ansehen der Person.

 

Die heilbringende Botschaft

Von Elisa wird uns kein feierliches Gebet berichtet. Er vollzog auch keine religiöse Handlung, sondern hatte nur eine einfache, aber unmissverständliche Botschaft für Naaman: „Geh hin und bade dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder werden, und du wirst rein sein" (V. 10). Was jetzt allein zählte, war die Befolgung dieser Anweisung. Wäre Naaman dazu bereit? Würde er den Worten des Propheten glauben?

 

Auch heute ist Gottes Weg zur Rettung eindeutig und unmissverständlich: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus" (Apg 16,31). Wir müssen dem Gebot Gottes gehorchen, sonst gehen wir verloren (vgl. Apg 17,30).

 

Menschliche Vorstellungen und Gedanken

Die Anweisungen, die der Bote überbrachte, entsprachen ganz und gar nicht den Erwartungen Naamans. Sie lösten bei ihm vielmehr Entrüstung und Zorn aus. Er hatte nämlich seine eigenen Vorstellungen, wie die Heilung stattfinden könnte. Eine eindrucksvolle, feierliche Handlung - das hätte seinen religiösen Vorstellungen entsprochen -, aber sich siebenmal im unscheinbaren Wasser des Jordan zu baden - das erschien ihm widerlich und erniedrigend. Deswegen machte er sich wieder auf den Heimweg.

 

Heute sind viele Menschen vom Evangelium enttäuscht. Es scheint ihnen einerseits zu einfach, andererseits zu unbequem. Doch es bleibt uns nichts anderes übrig, als das zu tun, was Gott in seinem Wort sagt.

 

Die Flüsse von Damaskus

Die einfache Botschaft Elisas hatte Naaman zutiefst gekränkt. Empört rief er aus: „Sind nicht Abana und Parpar, die Flüsse von Damaskus, besser als alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein werden?" (V. 12).

 

Die Flüsse von Damaskus zeigen uns etwas von den oft edlen Bemühungen der Menschen, auf selbsternannten Wegen vom Aussatz der Sünde geheilt zu werden. Das entspricht den menschlichen Religionen, durch die viele Menschen meinen, Gott zu finden, die aber in Wirklichkeit in die Irre führen. Nein, der Mensch braucht keine Religion, er braucht einen Retter. Er braucht Jesus Christus, der gesagt hat: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich" (Joh 14,6).

 

Mitarbeiter am Evangelium

Doch zum Glück gab es da noch die Knechte Naamans, denen die Not ihres Herrn nicht gleichgültig war. Sie redeten ihrem Herrn gut zu - er sollte Elisa einfach glauben, das „Rezept" wenigstens ausprobieren.

 

Es waren also eine ganze Reihe von Personen, die alle auf ihre Weise dazu beitrugen, dass Naaman am Ende geheilt wurde: Das junge Mädchen erzählte von dem Propheten, der Prophet sprach die heilbringende Botschaft und die Knechte ermutigten Naaman, der Botschaft zu gehorchen.

 

Ist es bei der Errettung eines Sünders nicht manchmal ähnlich? Einer lädt zur Evangelisation ein, ein anderer verkündigt das Evangelium, und ein Dritter geht dem Sünder nach und erklärt ihm die heilbringende Botschaft genauer. Bist du auch ein „Mitarbeiter" am Evangelium?

 

Großes tun?

Die Frage der Knechte Naamans ist auch für uns von Bedeutung: „Mein Vater, hätte der Prophet etwas Großes zu dir geredet, würdest du es nicht tun?" (V. 13). Ja, „etwas Großes" hätte Naaman sicherlich getan, denn er war ein tapferer und mutiger Soldat, ein Mann großer Taten. Wenn er schon das Große tun würde, warum dann nicht erst recht das Kleine und Einfache? So die Argumentation der Knechte.

 

Ist es nicht geradezu typisch für den (natürlichen) Menschen, dass er gerne etwas Großes tun möchte, um sich das Seelenheil zu erwerben? Umsonst will er es nicht haben, das würde seinen Stolz verletzen. Doch so groß die Taten des Menschen auch sein mögen, sie sind nicht groß genug, um den heiligen und gerechten Anforderungen Gottes zu entsprechen. Nein, der Mensch kann und muss nichts tun, denn alles ist bereits getan (vgl. Joh 19,30). Das einzige, was dem Menschen noch zu tun übrig bleibt, ist, das „Vollbrachte" im Glauben anzunehmen.

 

Naaman stieg hinab

Die Worte der Knechte zeigten Wirkung: „Da stieg er hinab und tauchte sich im Jordan siebenmal unter, nach dem Wort des Mannes Gottes" (V. 14). Naaman musste also seinen Stolz überwinden und Schritt für Schritt in die unscheinbaren Wasser des Jordan hinabsteigen.

 

Der Stolz des natürlichen Menschen fühlt sich geschmeichelt, solange er hinaufsteigen kann, aber er sträubt sich davor, auch nur einen Schritt „hinabzusteigen". Doch nur derjenige, der seinen Stolz ablegt und sich vor Gott demütigt, indem er sich als verlorenen Sünder erkennt, kann von seinen Sünden gereinigt und gerettet werden (vgl. Mt 18,3; Jak 4,6). Auch hier gilt: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade" (Jak 4,6; 1. Pet 5,5).

 

Der Jordan

Der Jordan ist ein Symbol des Todes und der Auferstehung und spricht in dieser Szene vom Tod des Herrn Jesus als Mittel zur Reinigung von unseren Sünden. Durch sein Leiden und Sterben am Kreuz von Golgatha hat Er nicht nur das Problem unserer Sünden gelöst (vgl. 1. Pet 2,24; 3,18), sondern auch das Problem unseres sündigen Zustands (vgl. Röm 8,3; 2. Kor 5,21). Wenn Menschen von ihrer Schuld und Sünde gereinigt werden sollten, dann nur auf der Grundlage des Todes und der Auferstehung Christi.

 

Untertauchen im Jordan

Naaman wäre nicht geheilt worden, wenn er das Wasser des Jordan nur berührt oder sich damit nur besprengt hätte. Es hätte auch nicht genügt, sich nur sechsmal im Jordan unterzutauchen. Nein, er musste den Anweisungen Gottes genau und bis auf das letzte Wort gehorchen und sich siebenmal im Jordan untertauchen. Erst dann wurde er geheilt.

 

Das gilt auch für das Evangelium. Es genügt nicht, diese heilbringende Botschaft zu hören oder zu kennen. Man muss sie persönlich im Glauben annehmen (vgl. Apg 16,31). Nur derjenige wird errettet, der das Todesurteil über sich selbst akzeptiert und das Werk der Erlösung persönlich für sich in Anspruch nimmt.

 

Sofortige und völlige Heilung

Als Naaman beim siebten Mal wieder aus dem Wasser auftauchte, war „sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er war rein" (V. 14). Naaman war geheilt! Seine Heilung geschah nicht allmählich und teilweise, sondern augenblicklich und vollständig. Wie schwer und ausgeprägt die Krankheit auch gewesen sein mochte, beim letzten Auftauchen war auch der kleinste Fleck verschwunden - er war ganz rein.

 

Wer sich bekehrt hat, kann sich sogleich an der vollständigen Errettung erfreuen (vgl. Lk 7,50). Er kann wissen, dass er für Zeit und Ewigkeit gerettet ist. Gott sieht ihn nicht mehr in seinen Sünden, sondern in der Annehmbarkeit seines geliebten Sohnes (vgl. Eph 1,6). Er ist völlig rein in den Augen Gottes.

 

Ein Wandel in Neuheit des Lebens

Durch das siebenmalige Untertauchen beendete Naaman gewissermaßen sein altes Leben, und es begann ein völlig neues Leben. Sein früherer Zustand als Aussätziger fand im Jordan sein Ende.

 

So ist es auch bei dem Gläubigen: Im Glauben erkennt er an, dass sein alter Mensch im Tod Christi sein Ende gefunden hat und dass er von diesem Augenblick an in ein neues Leben eintritt (vgl. Gal 2,19.20; 2. Kor 5,17). Er darf wissen: Christus ist nicht nur für ihn gestorben, der Gläubige ist auch mit Ihm gestorben und mit Ihm auferweckt worden und lebt nun in Neuheit des Lebens (vgl. Röm 6,8; Eph 2,5.6). Frage an uns: Zeigen sich bei dir und mir täglich die Merkmale des neuen Lebens?

 

Durch die Gnade errettet

Nachdem Naaman geheilt worden war, kehrte er zu Elisa zurück, um ihm seine tiefe Dankbarkeit auszudrücken. Er hatte erkannt, dass der Gott Israels der wahre Gott ist, und dass es neben Ihm keinen anderen Gott gab. Der Gott Elisas, der ihn so reich gesegnet hatte, sollte ab sofort auch sein Gott sein. Zu Ihm bekannte er sich offen und Ihm wollte er dienen.

 

Es wundert uns nicht, dass Naaman seine Heilung teuer bezahlen wollte. Doch Elisa lehnte ab. Da half auch alles Drängen nichts. Naaman musste lernen, dass die Errettung, die Gott schenkt, allein aus Gnade ist, und dass er keinen Cent, keine Leistung und nichts dergleichen zu seiner Heilung beitragen konnte (vgl. Eph 2,8). Ja, die Segnungen Gottes lassen sich durch keinen Reichtum dieser Welt erkaufen, stehen aber allen zur Verfügung, die sie im Glauben annehmen.

 

Naaman wird zum Anbeter

Naaman wollte von jetzt an allein den wahren Gott verehren (vgl. 1. Thes 1,9). Gott hatte sich ihm in seiner Allmacht und Größe, aber auch in seiner Gnade und Güte gezeigt und Ihm fühlte Naaman sich zu Dank verpflichtet. Ja, es war ihm ein Herzensanliegen, Gott eine entsprechende Antwort für seine Heilung zu geben. Sein Geschenk hatte Elisa ablehnen müssen, aber seine Anbetung würde Gott annehmen.

 

Auch die Anbetung der gläubigen Christen gründet sich auf das, was Gott von sich (in seinem Sohn) offenbart hat (vgl. Heb 1,1-3). Am Kreuz von Golgatha hat der Herr Jesus gezeigt, wer und was Gott wirklich ist: Licht und Liebe. Wer Gott  in seinem Wort kennenlernt, wird Ihn bewundern und mit Ihm im Gebet darüber sprechen. Wie freut sich Gott über solche ehrenden Worte! Der Vater sucht nämlich wahrhaftige Anbeter (vgl. Joh 4,23).

 

Der Friede des Herzens

Bei aller Freude über die großartige Heilung blickte Naaman doch mit einer gewissen Sorge in die Zukunft. Bald würde er wieder seinen Herrn in den Götzentempel begleiten müssen, um sich dort vor dem Götzen Rimmon zu beugen. Er spürte, dass dieser Götzendienst im Konflikt zu dem lebendigen Gott stand, den er kennengelernt hatte und den er ehren wollte. Wie sollte er in dieser schwierigen Situation handeln? Elisa gab ihm keine Handlungsanweisung, sondern sagte nur: „Geh hin in Frieden" (V. 19).

 

War es die Absicht des Propheten, Naaman auf diesem falschen Weg zu bestärken? Sicherlich nicht. Vielmehr wollte er ihn dahin bringen, Gott in dieser Sache völlig zu vertrauen (vgl. 1. Kor 10,13). Gott würde ihm deutlich machen, was er tun sollte und ihm zum gegebenen Zeitpunkt einen (Aus-)Weg zeigen. Auch wir dürfen in Frieden unseren Weg gehen und fest darauf vertrauen, dass der Herr uns den Weg durch die Schwierigkeiten und vermeintlichen Zwickmühlen des Lebens ebnen wird.

 

Der Weg der Sünde

Wir hätten uns vielleicht gewünscht, dass die Geschichte von Naaman so schön geendet hätte. Doch der letzte Teil des Kapitels zeigt uns unverblümt, wie verdorben der natürliche Mensch ist - und dies vor dem Hintergrund der strahlenden Gnade Gottes. Und doch: Die ungezügelte Habgier Gehasis, des Knechtes Elisas, lässt das schöne Gemälde von der Errettung aus freier Gnade nur umso leuchtender erstrahlen.

 

Gehasi steht für Menschen, die sich durch Lug und Trug Schätze auf der Erde sammeln. Doch hier ließ das Gericht Gottes nicht auf sich warten: Gehasi wurde entlarvt und entsprechend bestraft. Genommen hatte er nur ein wenig von Naamans Reichtum, aber bestraft wurde er mit dem vollen Ausbruch seiner Krankheit: „Und er ging von ihm hinaus, aussätzig wie Schnee" (V.27). Eine ernste Warnung vor Habgier und Geldliebe!

Folge mir nach – Heft 8/2020