Der Herr Jesus in Psalm 13


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(00:00:00) Herzlich willkommen zu einem neuen Podcast über die Psalmen, dieses Mal über Psalm 13. Auch dieser Psalm zeigt uns wieder die Empfindungen des Überrestes, mit denen sich der Herr Jesus eins macht und so dürfen wir seinen Geist, seine Haltung, seine Gesinnung in diesem Psalm wiederfinden. Viermal in den ersten drei Versen heißt es bis wann. Vers 2, bis wann Herr willst du mich für immer vergessen? Bis wann willst du dein Angesicht vor mir verbergen? Die Qualen, die Drangsale für den Überrest, die werden so furchtbar sein, dass sie dieses bis wann, bis wann dem Herrn vorlegen. Aber waren die Qualen, die Drangsale des Herrn Jesus weniger schlimm? Im Gegenteil, sie waren genauso schlimm, sie waren noch schlimmer. Der Jesus ist 30 Jahre, 33 Jahre seines Lebens abgelehnt worden. Bei dem Überrest wird es besonders in dreieinhalb Jahren sein. Das wird schon schlimm sein, das wird furchtbar sein, wie es in Matthäus 24 heißt. Aber bei dem (00:01:04) Herrn Jesus war die Ablehnung in seiner Familie und dann im öffentlichen Dienst, den er dann noch drei Jahre hatte. Die ganze Zeit ist er abgelehnt worden, wollten die Menschen ihn nicht. Bis wann? Der Jesus hat das empfunden, wie lange das gewesen ist und hier in einem solchen Psalm dürfen wir ein Stück weit auch in sein Herz schauen. Der Jesus ist nie ungeduldig geworden. Bei ihm war das nicht, dass er diese Leiden abkürzen wollte oder dass er irgendwie unzufrieden gewesen wäre. Nein, das war er nie. Aber er hat doch diese Länge, dieses Ausmaß empfunden, wie lang. Und es sah so aus, als ob er vergessen würde, als ob Gott schweigen würde. Und er hat auch nach außen hin geschwiegen. Bis wann? Bis wann willst du dein Angesicht vor mir verbergen? Natürlich hat der Herr Jesus nur in den sünenden Leiden erlebt, dass Gott das Angesicht wirklich vor ihm verborgen hat. Dass Gott sich abwenden musste als der (00:02:05) Heilige Gott, weil der Jesus zur Sünde gemacht worden ist, weil er dort Sühnung getan hat. Das ist aber hier nicht gemeint. Die sünenden Leiden kommen nur ganz, ganz wenig in Psalm 22 eben vor uns und vielleicht noch an dem einen oder anderen Punkt an anderer Stelle. Das ist also nicht gemeint. Aber es sah so aus, als ob Gott nicht einschreitet, als ob Gott nicht eingreift, sondern dass er ihn einfach der Brutalität und dem Hass dieser Menschen überlässt. Bis wann willst du dein Angesicht vor mir verbergen, ohne eine Antwort zu geben? Wenn wir an das Schreien des Herrn Jesus denken, wie das in Hebräer 5 genannt wird, dann wirkte das auf die Menschen so, als ob Gott sein Angesicht verbarg, als ob Gott nicht antworten würde und nach außen hin hat er das nicht getan. Bis wann soll ich Pläne in meiner Seele hegen, Kummer in meinem Herzen bei Tag? Das zeigt, wie der Jesus in seinen Empfindungen vor Gott stand, wie er das (00:03:05) empfunden hat, diesen Hass und diese Ablehnung der Menschen. Bis wann soll sich mein Feind über mich erheben? Ja, das hat der Jesus auch empfunden, dass die Feinde eigentlich triumphiert haben. Sie haben ihn an das Kreuz gebracht. Sie haben ihn brutal misshandelt, sowohl die Juden als auch die Heiden und es sah so aus, als ob sie die Überwinder wären, als ob sie am Ende die Sieger wären. Bis wann soll sich der Feind über mich erheben? Gott hat eine Antwort gegeben. Gott hat den Herrn Jesus aus den Toten auferweckt und von diesem Tod spricht er jetzt auch in diesem nächsten Vers. Die Feinde haben sich über ihn erhoben und der Jesus hat das in Demut, in Ausharren, in Geduld über sich ergehen lassen. Schau her, antworte mir, Herr, mein Gott. Wunderbar, wie der Jesus dort ihn, Gott, als seinen Gott anspricht. Das war seine Beziehung zu ihm. Das ist der heilige Gott, aber es war sein Gott, mit dem er von (00:04:04) Beginn an und durch jede Drangsal, durch jede Übung hindurch eine Beziehung gepflegt hat. Er leuchte meine Augen, dass ich nicht entschlafe zum Tod. Ja, auch der Herr Jesus konnte nicht den Tod wünschen. Er ist das Leben in sich selbst. Wie konnte er den Tod wünschen? Und er sprach zu Gott, er rief um Rettung und Gott hat ihn gerettet, aber Gott hat ihn aus den Toten gerettet. Gott hat ihn aus den Toten auferweckt. Dass mein Feind nicht sage, ich habe ihn überwältigt, meine Bedränger nicht vorlocken, wenn ich wanke. Wir können das im Blick auf den Überrest gut verstehen, dass sie Gott bitten, sie zu retten vor dem Tod. Der Jesus wusste, dass er durch den Tod gehen würde, aber es war auch seine Bitte, dass der Feind nicht am Ende dann sagen kann, ich habe ihn überwältigt. Ja, der Jesus ist gestorben und es sah drei Tage und (00:05:06) drei Nächte so aus, als ob der Feind wirklich der Überwältiger ist, der Sieger ist, derjenige, der die Macht hat. Aber dann hat Gott den Jesus aus den Toten auferweckt und hat deutlich gemacht, wer wirklich der Sieger ist, wer der Überwinder ist, wer der Gerechte ist, wer der Fromme ist, an wessen Seite er Gott stand. Und so finden wir, dass in all dieser Not der Überrest Vertrauen haben wird zu Gott. Und wie viel mehr gilt das für den Herrn Jesus? Ich aber, ich habe auf deine Güte vertraut. Der Jesus hat immer auf die Güte Gottes vertraut. Ist er nicht Gott selbst, der Güte gibt? Aber er hat vollkommen als Mensch hier gelebt, hat im Vertrauen zu Gott dieses Leben geführt. Ich habe auf deine Güte vertraut. So ist der Jesus mit Gott, seinem Vater, umgegangen, wenn ich das in Erfurcht sagen darf, dass er alles von Gott erwartete, alles von Gott annahm. (00:06:02) Mein Herz soll über deine Rettung frohlocken. Ja, er freute sich darüber, dass Gott dann in Rettung eingriff und ihn aus den Toten auferweckte. Und darauf freute er sich. Um der vor ihm liegenden Freude willen hat er das Kreuz erduldet, Hebräer 12. Er frohlockte sogar, wenn er vorweg sah, dass Gott am Ende deutlich machen würde, dass er der Gerechte ist und dass er ihn auch nicht im Tode lassen würde. Ich will dem Herrn singen, denn er hat Wohlgetan an mir. Ja, der Herr Jesus hat Psalm 22, zeigt das dann, diesen Lobgesang angestimmt und er möchte uns mitnehmen in diesen Lobgesang. Er möchte uns mitnehmen in dieses Vertrauen zu Gott. Er möchte uns mitnehmen in diese Gemeinschaft mit Gott, in die Gemeinschaft mit ihm selbst, in den irdischen Umständen, in denen wir sind. Er ist unser großes Vorbild und ich wünsche dir, dass du das auch erlebst, dieses Vertrauen, diese Gemeinschaft mit ihm, dass du sie suchst und dass du so im kleinen Maß natürlich nur das auch (00:07:05) verwirklicht, was der Herr Jesus in diesen furchtbar tiefen Leiden seines ganzen Lebens, der Ablehnung, des Hasses der Menschen, der Brutalität des Menschen verwirklicht hat. Dieses Vertrauen, diese Gemeinschaft, dieses Leben mit Gott. Er ist wirklich ein wunderbares Vorbild für uns.
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