22.01.2020 Dienst | Persönlicher Glaube | Schöpfung

Klimahysterie – die Hybris des Menschen

 

Selbstüberschätzung

Schon immer neigte der sündige Mensch dazu, sich und seine Überzeugungen zum Maßstab für andere machen zu wollen. Satan fiel seiner eigenen Selbstüberschätzung „zum Opfer“ (1. Tim 3,7; Hes 28,16.17). Und der Mensch ist ihm darin gefolgt. Man sehe sich nur die Menschen in Babel beim Turmbau an (1. Mo 11).

Das erleben wir jetzt wieder. Wir seien ein aufgeklärtes Volk, versucht man zu vermitteln. Wir seien fortschrittlich, würden uns immer weiter entwickeln. Wir bräuchten keinen Gott, keinen Glauben, keine Religion; darüber sei die Evolution längst hinaus. Diese sei ja auch, wie sich die Menschen einreden, die sich nicht intensiv mit dem Thema befassen, wissenschaftlich erwiesen. Wir haben uns selbst; das reiche.

Und dabei merkt der Mensch nicht, dass er sich selbst zu seinem Gott macht – und sich dabei zu einem Tier erniedrigt (Röm 1,21-28). Aber da dem Menschen dieser Selbst-Gott nicht ausreicht, macht er sich weitere Götter. Er nennt sie nicht so, sondern bezeichnet sie als Errungenschaften. Aber sie sind letztlich nichts anderes als Götter, denen er huldigt.

Die „neuste Sau, die durchs Dorf geführt wird“, ist das Klima. Das ist der „Greta-Weg“, die „Greta-Tendenz“, das „Greta-Wunder“.

 

Das Klima

Aber: Das „Klima“ gibt es gar nicht. Es ist die Summe aller möglichen Einzelaspekte, die zusammen so etwas ergeben, das man „Klima“ nennen kann. Das ist derart komplex, dass man schlicht nicht weiß, was es für Steuerungselemente gibt, die in unerforschter Weise aufeinander wirken und bestimmte Resultate ergeben. Wir sind weit entfernt davon, das Zusammenspiel der vielen Einzelaspekte zu verstehen und berechnen zu können. Wir sind ja nicht einmal in der Lage, das Wetter genau für die nächsten zehn Tage vorherzusagen. Wie viel weniger wissen wir, wovon das Wetter wirklich abhängt, das Klima und alles, was damit zusammenhängt.

Aber wir wissen, dass unser Kohlendioxyd-Ausstoß usw. entscheidend dafür ist und die Stickoxyde und, und, und. Und deshalb müssten wir die Dieselautos verdammen, müssten Kohlekraftwerke abschalten und, und, und. So sagt man uns.

 

Saurer Regen

Jemand hat mit Recht geschrieben, dass es dieselbe Hysterie schon einmal gab. Da wurde uns wissenschaftlich erklärt, dass der gesamte Wald kaputt sei. Saurer Regen war damals die Ursache, so hieß es. Natürlich durch die Umweltverschmutzung des Menschen. Seltsam, dass dieses Modethema ganz schnell aus den Medien verschwand. Heute ist es der Kohlendioxydausstoß. Möglicherweise übermorgen schon wieder vergessen, wenn es wieder ein neues Thema gibt. Vielleicht dann von den Alten der Nation nach vorne gebracht?

Heute sind es die Kinder, die das Heft des Handelns übernommen haben. Sie werden wie Götter behandelt, denen man sich nicht entgegensetzen darf. Dafür ist es auch in Ordnung, freitags die Schule zu schwänzen. Es geht ja um ein hehres Ziel, eine wirkliche Religion, für die es zu kämpfen gilt. Die Kanzlerin steht Pate.

 

Klimawandel

Gab es eigentlich schon immer Klimawandel? Nein, vor der Flut gab es das nicht. Er kam – interessant, oder? – als Folge der Sünde des Menschen, als die schützende Wasserschicht „oben“ aufbrach. Gott ließ es vierzig Tage regnen. Ja, die Sünde des Menschen war die Ursache. Aber der Handelnde war nicht der Mensch, sondern Gott. Der Mensch konnte das Rad auch nicht zurückdrehen, es war zu spät.

Wenn man dann das Buch Hiob liest, wo auf einmal von Schnee die Rede ist, wird deutlich, wie dieser Klimawandel damals „angekommen“ war. Aber was sagt Gott, ja, der eine, wahre Gott, nach der Flut? „Fortan, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (1. Mo 8,22). Das wird auch die Klimahysterie nicht ändern, mit der wir heute zu kämpfen haben. Aber auch dann, wenn wir weiter Diesel fahren dürften, würde sich das nicht ändern. Und auch Kohlekraftwerke werden das nicht verhindern.

 

Neue Moden – alte Gesetze

Aber der Mensch merkt nicht, wie der Teufel ihn tagein, tagaus mit neuen Moden beschäftigt, damit sich alles um ihn selbst dreht. So kommt keiner auf die Idee, nach Gott zu fragen. Aber das merkt der Mensch nicht. Leider die Kirchen auch nicht mehr; sie haben sich diesem Sog der modernen Meinung angeschlossen. Wer sich dagegenstellt, ist hysterisch. Man darf nichts mehr dagegen sagen. Eigentlich hört man, diese Zeiten, die unser Land in den Abgrund gebracht haben, seien ein für alle Mal vorbei. Heute sehen wir das Gegenteil. Der Mensch rühmt sich, dass es nicht mehr möglich ist, diese schlimmen Zeiten des vorigen Jahrhunderts zu wiederholen. Und im Kleinen beweist er aktuell immer wieder, dass genau das Gegenteil wahr ist. Wer sich gegen die herrschende Meinung stellt, ist hysterisch. Ist krank, von vorgestern. Heute sind wir aufgeklärt – und merken gar nicht, dass der Kaiser schon wieder keine Kleider trägt. 

Auch wenn es sich auf den christlichen Bereich bezieht, was der Apostel schreibt, so gilt das doch auch in unserer unchristlichen Zeit und in unserem fast atheistischen Land: „Es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, indem es ihnen in den Ohren kitzelt; und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren, sich aber zu den Fabeln hinwenden. Du aber sei nüchtern in allem, leide Trübsal, tu das Werk eines Evangelisten, vollführe deinen Dienst“ (2. Tim 4,3-5).

 

Weiter dienen

Das ist unsere Zeit. Uns gilt es, weiter zu dienen. Wir verkündigen die Gute Botschaft unverdrossen, auch wenn kaum noch jemand sie in vielen Städten Deutschlands hören möchte. Aber es gibt noch immer einige, die sich bekehren. So vollführen wir den Dienst, den der Herr uns aufgetragen hat, bis Er kommt.