21.02.2020 Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

Fehlender Glaube an die Auferstehung Jesu

 

Viele Menschen glauben nicht mehr an die leibhaftige Auferstehung des Herrn Jesus. Das ergab eine Umfrage von INSA im Auftrag von idea (Wetzlar). Nur 23% derjenigen, die sich zur evangelischen Kirche bekennen, glauben an die Auferstehung. Selbst im sogenannten evangelisch-freikirchlichen Bereich sind es erstaunlicherweise nur 55%.

 

Nun muss es uns angesichts des im Neuen Testament vorhergesagten geistlichen Niedergangs im christlichen Zeugnis nicht wundern, dass es so ist, wie gerade beschrieben. Die Frage ist vielmehr, was glauben wir selbst!

 

Nun gehe ich davon aus, dass alle (regelmäßigen) Nutzer von www.bibelpraxis.de sofort sagen werden: Der Herr Jesus ist leiblich, leibhaftig auferstanden. Und dass wir auch alle daran glauben, dass auch wir auferweckt werden, wenn der Herr Jesus wiederkommt, um uns in den Himmel zu holen (1. Thes 4,15-18).

 

Heute aber stelle ich mir die Frage: Hat das Wissen, dass wir auferweckt werden und in den Himmel kommen, geistliche Auswirkungen auf unser Leben? Denn die Apostel sprechen auch davon, dass wir geistlicherweise diese Auferweckung heute schon vorwegnehmen. Das heißt nicht, dass die Auferweckung schon geschehen ist – nein, sie kommt, wenn der Herr wiederkommen wird. Aber Gott hat uns mit dem Christus lebendig gemacht und mitauferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Christus Jesus (Eph 2,5.6).

 

Das heißt, die Auferweckung des Herrn erinnert uns daran, dass wir geistlicherweise jetzt schon in dem Bereich des neuen Lebens sind und auch Auferstehungsleben besitzen. Wir gehören heute schon zum Himmel, nicht zur Erde. Wir gehören zum verherrlichten Christus, nicht zu diesem Erdboden, auf dem wir aber noch leben, bis Er wiederkommt.

 

Sieht man diese himmlische Stellung in meinem Leben? Klebe ich am Himmel oder an der Erde? Ist mein Beruf, mein Auto, der Sport, meine Kleidung, meine Familie, mein Dienst, mein Hobby, meine Musik, mein … das, was mich prägt, was andere von mir sehen und wissen, oder Christus, der Himmel, die himmlischen Segnungen, der Glaube?

 

An die Auferstehung zu glauben schließt unbedingt mit ein für unser Leben, dieses Auferstehungsleben zu zeigen. Heute im Himmel und vom Himmel aus zu leben. Ist vielleicht das Fehlen dieser „Wahrheit“ ein Mitgrund dafür, dass unser Leben für unsere Mitmenschen so wenig überzeugend und anziehend ist? Dass uns so wenige fragen: Was besitzt Du, was ich nicht besitze?