16.09.2019 Schöpfung | Persönlicher Glaube

Die Klima-Religion

Erst waren es „die Grünen“. Dann kam Greta Thunberg. Dann kamen die Demonstrationen „Fridays for Future“. Dann der deutschlandweite Kampf für das bessere Klima, was auch immer das ist. Wer nicht auf diesen Zug aufspringt, wird ausgebuht.

 

So viel Toleranz in unserer Gesellschaft auch immer gefordert wird: Wer nicht auf den Zug des Zeitgeistes aufspringt, wird intolerant abgelehnt. Das merkt man bei diesem Thema. Dass Schüler immer wieder freitags die Schule schwänzen, wird freudig übergangen (angeblich kämpfen sie und schwänzen nicht – früher nannte man das Euphemismus).

 

Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere staatstragende Menschen begrüßen diese Demos, Ordnungswidrigkeit hin oder her. Dass eine Familie Strafe zahlen muss, weil sie ihr Kind nicht zur Schule geschickt hat, als die Klasse in eine Moschee gegangen ist, kann man ja angesichts dieser neuen Staatsreligion verstehen. Denn für das Klima müssen wir alle sein. Sonst stimmt etwas nicht bei uns. Dafür darf man wöchentlich schwänzen. Und was sagt Greta Thunberg am Rande ihres Besuchs im Hambacher Forst? Dass es eine Straftat ist, in Tagebaue einzudringen, bedeute nicht, dass es falsch sei. „In manchen Fällen ist ziviler Ungehorsam notwendig.“ Das also ist die Vorzeigekandidatin der Klimabewegung. Es zeigt die Richtung, in die es geht, und die Mittel, die man anwendet bei denen, die von allen Seiten gelobt werden.

 

Hat es Klimawandel früher nicht gegeben? Wenn man den Menschen und Meinungsführern heute zuhört, kann das in (ihren Vorstellungen von) Milliarden Jahren so nicht vorgekommen sein. Und wenn, dann war es eben Zufall, heute sind wir es schuld. Evolution erklärt alles, was bis heute war. Aber das Heute hat mit Evolution nichts (mehr) zu tun.

 

Seltsam, dass Grönland nicht Weißland heißt. Wer war für diese Hitzeperiode damals eigentlich verantwortlich, auch wenn man nicht ganz genau weiß, woher der Name "Grönland" kommt (vielleicht war es tatsächlich auch "nur" eine Methode, um Siedler anzulocken)? War die Evolution schuld? Oder eine andere Industrie? Vermutlich extraterrestrische Menschen …

 

Natürlich sollten wir uns bewusst sein, dass wir Geschöpfe sind. Damit tragen wir Verantwortung für unser Verhalten gegenüber unserem Schöpfer – nicht nur, wie wir uns persönlich verhalten, sondern auch, wie wir mit seiner Schöpfung umgehen.

 

Das aber hat nichts damit zu tun, dass man heute dem Klima-Gott huldigen muss, um akzeptiert zu sein. Die Politiker, die das aktuell nicht tun wie Christian Lindner (FDP), werden ausgebuht. Diejenigen, die sich gegen die Ordnungswidrigkeit der Freitagsdemonstrationen stellen, werden in Schule und Gesellschaft ins Abseits gestellt. Wie kann man nur so kleingeistig denken und sein!

 

Interessant, dass damit ein neues Experiment unterwegs ist, das schon einmal gescheitert ist: Wenn man die Jungen befragt, wie Rehabeam es getan hatte (1. Kön 12), wird man Antworten bekommen. Es waren damals nicht die richtigen Antworten, es sind heute auch noch immer nicht die Antworten, die wirklich weiterführen. Sie führten damals zum Gegeneinander der Menschen, und auch heute ist das nicht anders.

 

Dabei hat man es in dieser Klimawandelverirrung – wie bei anderen Götzen – mit Torheit und Bosheit zugleich zu tun. Torheit, wie man an der Abschaffung deutscher Kohle- und Atomkraftwerke sieht, für die man wegen des Bedarfs an Energie Kohle- und Atomkraftwerke anderer Länder anzapft, die die Umwelt viel stärker belasten. Als ob das Weltklima durch isolierte Entscheidungen einzelner Staaten zu „retten“ wäre – wieder ein Begriff der Heilswelt.

 

Böse ist es auch, weil man sich anmaßt, diese Schöpfung und ihre Phänomene regieren, beherrschen und steuern zu können. Dabei aber lässt man außen vor, dass es einen Schöpfer gibt. Einen, gegenüber dem wir verantwortlich sind, den man aber in dieser atheistischen Umwelt-Welt nicht akzeptiert. Wir sind unsere eigenen Herren. Kohlendioxid, Tsunami und Erdbeben sind menschengemacht. Dass Gott hinter der Szene stehen könnte, passt nicht in unser evolutionistisches Menschenbild.

 

Interessant in diesem Zusammenhang, dass das Ganze auch Auswirkungen hat auf unser Essverhalten. Denn jetzt kommen Vorschläge, um nicht zu sagen subtiler Druck, dass wir unsere Essgewohnheiten umstellen sollen. Dass dies für viele von uns aus gesundheitlichen Gründen nicht verkehrt wäre, ist jetzt nicht das Thema. Aber dass wir jetzt weniger oder gar kein Fleisch mehr essen sollen, erinnert sehr an das, was der Apostel Paulus in 1. Timotheus 4 schreibt: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten einige von dem Glauben abfallen werden, indem sie achten auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen, durch die Heuchelei von Lügenrednern, die betreffs des eigenen Gewissens wie mit einem Brenneisen gehärtet sind, verbieten, zu heiraten, und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat zur Annahme mit Danksagung für die, die glauben und die Wahrheit erkennen. Denn jedes Geschöpf Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird; denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und durch Gebet“ (1. Tim 4,1-5). Es heißt also ausdrücklich, dass es hier um dämonische Lehren geht …

 

Dies unterstreicht: Das alles ist ein Götze, dem wir huldigen. Dabei hat Gott zugesagt: „Fortan, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht“ (1. Mo 8,22). Es gibt überhaupt keinen Zweifel: Gott wird seine Schöpfung erhalten, was auch immer an Zerstörung wir hineinbringen. Nochmal: Wir sind unserem Schöpfer auch im Blick auf die Schöpfung verantwortlich.

 

Aber Gott hat uns auch einen Verstand gegeben. Bemerkenswerterweise setzt dieser gerade dann aus, wenn es um Götzen geht. Das war in alttestamentlicher Zeit so. Es ist heute nicht anders geworden.