11.06.2019 Persönlicher Glaube

Von Gedanken zu Taten

„Achte auf deine Gedanken – sie sind der Anfang deiner Taten“, heißt es in einem chinesischen Sprichwort.

 

Und woher kommen die Gedanken? „Denn von innen aus dem Herzen der Menschen gehen hervor die schlechten Gedanken: Hurerei, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, List, Ausschweifung, böses Auge, Lästerung, Hochmut, Torheit; alle diese bösen Dinge gehen von innen aus und verunreinigen den Menschen“ (Mk 7,21-23).

 

Der Herr lehrt also hier, dass nicht das uns verunreinigt, was wir von außen einnehmen, zu uns nehmen, essen, sondern unser Herz. Das hilft, manche Debatten über angeblichen Okkultismus zu versachlichen. Nicht das verunreinigt, was wir „im Mund“ zu uns nehmen, sondern das, was aus unserem Herzen und oft dann aus unserem Mund herauskommt. Nicht von ungefähr spricht der Herr davon, dass unsere schlechten Gedanken aus dem Herzen kommen und durch den Mund hörbar werden.

 

Was findet denn in unseren Herzen statt? „Behüte dein Herz mehr als alles, was zu bewahren ist; denn von ihm aus sind die Ausgänge des Lebens“ (Spr 4,23).

 

Das Herz ist der Sitz unserer Lebensentscheidungen. Hier werden unsere Gedanken geformt. So lernen wir auch hier, dass wir unsere Gedanken gefangen nehmen sollen unter den Gehorsam des Christus. Wir können nicht zulassen, dass die Gedanken der alten Natur von uns weiter bedacht, überdacht, gepflegt werden. Das sind die Begierden, die in uns wohnende Sünde.

 

Hier sollen wir sofort „Stopp“ sagen. Wir können das, denn wir sind mit Christus gestorben und dürfen uns nach Römer 6,11 für Gestorbene halten.

 

Und wenn dann andere Gedanken durch das Wort Gottes und das Aufblicken zum Herrn Jesus gepflegt werden, dann lasst uns unsere Gefühle und Empfindungen durch diese Gedanken prägen, nicht die Gedanken durch unsere Gefühle und Empfindungen.

 

Dann kommen als Ergebnis Gott wohlgefällige Taten hervor, das, was Ihn ehrt. Gott nennt dies „gute Werke“. Die dürfen wir uns mit seiner Hilfe und in seiner Kraft vornehmen.