24.05.2019 Schöpfung | Persönlicher Glaube

Unser Wissen ist ein Tropfen

Der bekannte englische Physiker Isaak Newton (1642–1726) hat einmal gesagt: „Unser Wissen ist ein Tropfen; was wir nicht wissen, ist ein Ozean.“ Wenn wir etwas mehr Realitätssinn hätten, würden wir auch bescheidener werden.

 

Dieser Mann war außerordentlich begabt und fleißig. Aber er erkannte, dass das Wissen des Menschen im Vergleich zu dem, was er nicht weiß, winzig gering ist. Leider rühmt sich der Mensch heute oft seines Wissens. Und er merkt gar nicht, wie dumm er in Wirklichkeit ist.

 

Im Alten Testament finden wir einen Mann, der ebenfalls sehr begabt war und viel wusste. Wenn man sein Buch liest, ist man erstaunt über das, was er zu seiner Zeit schon alles wusste. Er wusste aber, dass er viel wusste. Und dann ließ Gott ihn einen Weg gehen, auf dem er nicht verstehen konnte, dass Gott einen solch schwierigen Weg mit ihm ging.

 

Am Ende seines Lebens dann bekannte er, dass er meinte, Dinge beurteilen zu können, die zu hoch für ihn waren: „Wer ist es, der den Rat verhüllt ohne Erkenntnis? So habe ich denn beurteilt, was ich nicht verstand, Dinge, zu wunderbar für mich, die ich nicht kannte … Ich will dich fragen, und du belehre mich! Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und Asche“ (Hiob 42,3-6).

 

Wenn wir mehr von dieser Erkenntnis geprägt wären, würden wie nicht so stolz und selbstsicher durch die Gegend marschieren. Diese Demut, diese Bescheidenheit würde uns allen guttun …