28.01.2019 Dienst | Versammlung / Gemeinde

Kurz und klar reden

Der italienische Dichter, Dante Alighieri (1265–1321), schrieb einmal: „Sprich, doch bleibe kurz und klar!“ Das ist ein guter Hinweis für solche von uns, die in der Öffentlichkeit reden. Aus 1. Korinther 14 und 1. Timotheus 2 wissen wir, dass dieser Auftrag gläubigen Männern gilt. Denn (gläubige) Frauen sollen in den Versammlungen, also in den Zusammenkünften, schweigen. Sie dürfen keine Autorität ausüben über Männer.

 

Aber uns gilt diese Ermahnung. Wie sagt der Apostel: „Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstand, um euch andere zu unterweisen, als zehntausend Worte in einer Sprache“ (1. Kor 14,19). „So auch ihr, wenn ihr durch die Sprache keine verständliche Rede gebt, wie wird man wissen, was geredet wird? Denn ihr werdet in den Wind reden“ (1. Kor 14,9).

 

Das, was in dem besonderen Umfeld der Korinther im Blick auf das Sprachenreden galt, das es heute nicht mehr gibt, gilt in der Anwendung auf uns im Blick auf jede öffentliche Äußerung: Sie soll klar, möglichst kurz und nützlich für die Zuhörer sein.

 

Dem möchte ich in diesem Artikel Rechnung tragen und „schließen“. „Kurz“ heißt nicht notwendigerweise nur drei Minuten. Aber es heißt, nicht um der Zeit willen länger zu machen. Wenn man nach fünf Minuten seine Botschaft gesagt hat, heißt es, aufzuhören, sich hinzusetzen.

 

Wir sollen klar und verständlich reden. Wenn wir mehrfach hören, dass man uns nicht verstehen kann – akustisch und/oder inhaltlich, müssen wir uns ändern oder schweigen. Je länger wir werden, desto größer ist die Gefahr, dass wir langatmig werden. Besser fünf Worte …