10.10.2018 Gute Botschaft

Neues vom Bibelmuseum Wuppertal (Oktober 2018)

                                                                        Museum für Bibelgeschichte e.V.

                                                                        Bendahler Straße 58-60

                                                                        42285 Wuppertal

                                                                        www.bibelmuseum.de

 

                                                                        Oktober 2018

 

Liebe Freunde des Bibelmuseums,

 

im Bibelmuseum möchten wir Menschen etwas mitgeben: wir möchten sie informieren, sie neugierig machen, wir möchten ihnen das beste und faszinierendste Buch, die Bibel, vorstellen, sie mit der guten Nachricht, dem Evangelium, bekannt machen und über unseren Herrn und Heiland reden.

 

Manchmal geben uns Gruppen aber auch etwas mit. So geschehen in den Sommerferien. Ihr erinnert euch: es waren 30 Grad und mehr und in der Mittagszeit beschränkte man die Arbeit auf ein Minimum. Kurzfristig hatte sich eine Kinder-/Jungschargruppe angemeldet, sie waren in einer Jugendherberge in Wuppertal und wollten nach dem Mittagessen eine einstündige Wanderung zum Bibelmuseum machen. Die erste Reaktion war: Wenn sie ankommen, sind die Kinder „platt", es wird eine Führung mit müden und erschöpften Gesichtern. Doch weit gefehlt! Die Gruppe kommt, hoch diszipliniert. Der Leiter holt die Kinder herein und bittet um Ruhe. Und es wird ruhig, richtig ruhig, sogar ein paar Minuten lang. Die Führung startet und die Kinder machen mit: hochmotiviert, hochkonzentriert, wissbegierig. Man spürt: Es macht ihnen Freude, die Fragen zu biblischen Geschichten zu beantworten. Und sie können sie beantworten! Nach der Führung geht es zurück, eine Stunde lang, bei immer noch 30 Grad. - Es gibt sie noch, wenn auch nicht so häufig: Kinder und Erwachsene, die sich im Wort Gottes auskennen und die davon begeistert sind. Und deren Freude man als echt empfindet. Diese Kindergruppe hat zum Nachdenken angeregt: Sehen andere auch bei uns eine solche Freude über das Wort Gottes?

 

Vom 02. - 06. Juli 2018 war die Wander-Bibelausstellung zu Gast in Soest. Sie war im Hotel Susato untergebracht und wurde von drei Vortragsabenden umrahmt. Nach den Sommerferien bot dann der Rathaus-Festsaal in Leer ein würdiges Ambiente für diese Ausstellung. Auch hier gab es zwei Vorträge, die gut besucht waren.

 

Neben vielen Einzelpersonen waren es fast 30 Schulklassen, die überwiegend interessiert - und das ist nicht die Regel! - den Ausführungen folgten. Ihre kritischen Fragen zeigten, dass sie hier nicht nur etwas über sich ergehen ließen, sondern dass es sie interessierte.

 

Keine Frage: Bibelausstellungen sind arbeits- und zeitintensiv. Aber sie können dort, wo ein Besuch im Bibelmuseum in Wuppertal aufgrund der Entfernung nicht einfach möglich ist, eine gute Möglichkeit sein, um Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Wir möchten euch Mut machen, darüber einmal nachzudenken.

 

Auch im Bibelmuseum selbst gehen die Führungen weiter. Die Arbeiten an der von der Feuerwehr verordneten Nottreppe sind nahezu abgeschlossen, sodass jetzt auch die Räume in der oberen Etage wieder genutzt werden können.

 

Unverändert freuen wir uns über euer Mittragen und eure Gebete und danken euch für jede Unterstützung.

 

Mit einem herzlichen Gruß

Die Mitarbeiter des „Museums für Bibelgeschichte e.V."

 

Interessantes aus dem Bibelmuseum

heute: „Doctrinale altum parabolarum", ein kleines Buch von Alanus de Insulis, um 1490

Alanus de Insulis, eigentlich Alain, war ein gelehrter Geistlicher, der wahrscheinlich um 1114 in Lille geboren und um 1202 in Citeaux gestorben ist. Sein Werk "Doctrinale altum seu liber parabolarum", ein Werk in Versen, wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts öfter gedruckt.

Weitaus gewichtiger als das Buch selbst ist aber der Einband des Buches. Man sieht die schwarzen Buchstaben, dazu Rubriken und Initialen in Ziegelrot. Der Einband ist etwas berieben und angeschmutzt, zeigt auch an den Kanten Nagespuren und auf der Vorderseite einen wohl etwas später angebrachten Vermerk. Für den Umschlag dieses Werkes musste eine Bibelhandschrift auf festem Pergament herhalten: Ein Doppelblatt mit jeweils 17 Zeilen aus den Psalmen 65 und 68 aus dem frühen 11. Jahrhundert!

Wie viele Bibelhandschriften und Bibeldrucke mögen für ähnliche, aber auch ganz andere Verwendungsmöglichkeiten zweckentfremdet worden sein! Doch durch die Hand Gottes kommen sie manchmal wieder zum Vorschein und bestätigen eindrucksvoll die erstaunliche Überlieferung dieses wunderbaren Buches.