20.10.2018 Persönlicher Glaube | Menschliches Zusammenleben

Kinder aufnehmen

Es geht nicht nur darum, selbst klein sein zu wollen. Davon hatte der Herr Jesus zuvor gesprochen. Es geht aber auch darum, sich um die Kleinen, um die Kinder zu kümmern. Wer ein solches Kind aufnimmt, und zwar nicht, um einen Vorteil zu bekommen, sondern im Namen des Herrn, um des Herrn willen, aufgrund seines Namens - es geht um das Motiv! - der hat damit niemand anderes als den Herrn selbst aufgenommen. Je nachdem, wie man sich den Kindern gegenüber verhält, wird Gott mit seinem Jünger handeln. Wer sie antastete, griff direkt den Herrn Jesus und seinen Vater an. Das erinnert uns an Sacharja 2,12: „Wer euch antastet, tastet seinen [des Herrn] Augapfel an."

Hier geht es wieder konkret um Kinder. In diesem Sinn ist der vor uns stehende Abschnitt besonders schön. Denn selten können wir so deutlich sehen, was für eine Liebe der Herr Jesus und der himmlische Vater für kleine Kinder haben. Sie sind Gegenstand eines besonderen Interesses und der speziellen Fürsorge des Herrn. Er kümmert sich um jedes einzelne Kind. Wie viel mehr sollten auch wir das tun und diejenigen, die in den Augen vieler so wenig geschätzt werden, mit besonderer Energie aufnehmen. Das gilt letztlich nicht nur für Kinder, sondern auch für die Geringen, die Kleinen, von denen im nächsten Vers die Rede ist - ein weitergehender Begriff als Kinder. Aber auch wir dürfen gerade für Kinder ein besonderes Herz haben.

Wir können diesen Punkt in der Anwendung des Textes auch noch etwas weiter fassen. Wie gering in moralischer, geistiger, geistlicher oder sonstiger Hinsicht ein Christ gesunken sein mag: Wir sollten ihn mit all der Herrlichkeit Christi bekleidet sehen. Genau das ist gemeint, wenn wir einen Menschen im Namen Christi aufnehmen.