30.09.2018 Prophetie | Jesus Christus / Gott | Persönlicher Glaube

Die Blickrichtung eines Christen (IGL)

Den Blick nach unten gerichtet?

Der moralische Niedergang unserer Gesellschaft ist unübersehbar. Viele Christen beunruhigt das. Tagein, tagaus beschäftigen sie sich mit diesen Entwicklungen. Was ließe sich nicht alles aufzählen, wenn es um negative Trends geht! Endlos könnte man über schlechte Entwicklungen diskutieren. Aber macht solch eine Beschäftigung glücklich? Hilft sie weiter? Führt sie zu mehr Treue? Sicher nicht! Auch wenn ein Kind Gottes nicht blind für diesen Verfall ist, braucht es eine solche Tendenz nicht zu bekümmern. Denn wir warten nicht auf den Niedergang, auch wenn sich dieser fortsetzen wird. Wir erwarten die Wiederkunft Christi. Vielleicht kommt er noch heute!

Es gibt allerding nicht nur Verfallserscheinungen in der Gesellschaft. Niedergang findet sich auch unter uns Christen. Und dieser Verfall macht uns traurig. Aber auch hier gilt: Wer sich ständig damit beschäftigt, richtet den Blick nach unten. Zweifellos müssen wir uns den Herausforderungen unserer Zeit stellen und uns mit manchen Problemen auseinandersetzen. Aber eine häufige Beschäftigung mit Negativem drückt uns nieder. Sie führt nicht zu Christus, sondern im schlimmsten Fall zur Depression. Nein, wir wollen uns von dem geistlichen Niedergang nicht in Beschlag nehmen lassen, sondern von der Wiederkunft Christi. Diese Erwartung macht uns wirklich glücklich. Heute schon!

Auch der Streit unter Gläubigen wächst leider; immer mehr Ehen zerbrechen; unbiblische Überzeugungen über den gemeinsamen Weg der Kinder Gottes wird es auch in Zukunft geben und zu Trennungen führen. Leider! Durch das alles könnte uns angst und bange werden. Wir könnten uns ständig fragen: Wie soll es weitergehen mit dem Zeugnis der Gläubigen auf der Erde? Was passiert, wenn der Herr nicht in nächster Zeit wiederkommt? Wie leicht kann man da resignieren. Aber nötig ist das nicht! Denn wir warten nicht auf weiteren Niedergang! Stattdessen sollten wir uns mit unserer Zukunft beschäftigen. Wir erwarten, dass Christus zu unserer Entrückung kommt (1. Thes 4,15-17). Es gibt keine Vorhersage, die noch erfüllt werden muss. Wir warten auf das Wiederkommen Jesu! Heute noch!

 

Den Blick auf uns selbst gerichtet?

Unser persönliches Versagen kann uns traurig machen. Wie oft haben wir uns vorgenommen, konsequent zu sein und Nein zum Bösen zu sagen? Aber wie selten haben wir das geschafft! Wie oft haben wir Zeugnis für den Herrn ablegen wollen und haben es doch nicht getan! Wie häufig müssen wir in unserem eigenen Leben erkennen, dass das Fleisch die Oberhand hat, nicht das neue Leben in der Kraft des Geistes Gottes! Diese Tatsachen lenken unseren Blick weg von der christlichen Hoffnung hin auf unser Versagen. Das aber möchte unser Herr nicht. Wir sollen nicht auf unsere Fehler schauen, sondern auf das Kommen des Unfehlbaren. Er hat gesagt: „Ich komme bald" (Off 22,20). Er selbst stellt sich vor uns, damit wir auf Ihn sehen. Auch heute!

Der körperliche und geistige Verfall kann einen Gläubigen dazu bringen, auf seinen Heimgang zu warten. Aber bis auf Petrus (Joh 21,19) und Paulus (2. Tim 4,6) lesen wir im Neuen Testament von keinem Gläubigen, der eine Offenbarung bekommen hätte, dass er vor dem Wiederkommen Jesu sterben müsste. Wir warten nicht auf unseren Heimgang, sondern auf das Wiederkommen Christi. Natürlich werden wir dabei nicht unnüchtern, aber wir lassen uns nicht von dem Versprechen unseres Retters ablenken. Er kommt wieder, um uns in den Himmel zu holen. Das ist unsere Erwartung. Haben wir heute schon an Ihn und sein Kommen gedacht?

 

Wir richten unseren Blick auf den wiederkommenden Retter!

Wir erwarten kein Grab, sondern „wir erwarten den Herrn Jesus Christus als Heiland" aus den Himmeln, „der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit" (Phil 3,20.21). Bis zu dem Zeitpunkt, an dem Gott seinem Knecht Paulus offenbart hatte, dass dieser noch durch den Tod zu gehen hätte, sprach der Apostel wiederholt davon, dass „wir" das Kommen des Herrn erwarten. Er schloss sich also mit ein. Er ließ sich von dieser Naherwartung des Zurückkommens Jesu nicht abbringen. Nicht nachfolgende Generationen, sondern wir selbst schauen nach oben zu dem wiederkommenden Herrn. Er kann heute kommen!

„Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich." Paulus fügt hinzu: „Und wir werden verwandelt werden" (1. Kor 15,51.52). Auf diese Verwandlung seines vergänglichen Lebens zu dem unvergänglichen Leben wartete er. Er sah das Versagen der Gläubigen und blickte auf Jesus. Er tadelte die Gläubigen wegen ihres Versagens und vergaß doch nicht, auf den Herrn und sein Wiederkommen zu sehen. Das war seine tägliche Erwartung.

 

Nach oben!

Paulus schaute nach oben. Christen tun es ihm gleich. Wir warten auf das Wiederkommen unseres Retters Jesus Christus. Wir erwarten Ihn. Er hat uns zugesagt, dass Er zurückkommt, um uns zu sich in den Himmel zu holen. Wir sehen deshalb nach oben und warten auf Ihn. Er kommt gewiss. Er kommt bald. Er kommt! Vielleicht heute?!

Im Glauben leben