18.09.2018 Prophetie | Persönlicher Glaube

Messianische Juden (FMN)

Bild: Eine messianische Synagoge

Einige christliche Gemeinschaften in Deutschland pflegen intensive Kontakte zu jüdischen Gemeinden und deutschsprachigen Führern in Israel, die zu den „messianischen Juden“ gehören. Diese Führer kommen gelegentlich auch zu Vortragsreisen nach Deutschland. Hier sprechen sie über ihr Israelbild und ihre Überzeugungen. Nun stellt sich die Frage: Wie ist das sogenannte messianische Judentum auf der Grundlage des Wortes Gottes eigentlich zu beurteilen?

 

Der Name

Der Name „Messianische Juden“ bezieht sich auf Gläubige aus den Juden, die an den Herrn Jesus als den gekommenen Messias glauben. Sie haben Jesus Christus als Retter angenommen, erwarten Ihn allerdings als Messias in der Zukunft. Sie glauben an sein erstes Kommen in Niedrigkeit, wie es in den Evangelien geschildert wird. Aber sie erwarten (im Allgemeinen) keine Entrückung, sondern lediglich seine Wiederkunft zur Aufrichtung des Reiches in Macht und Herrlichkeit.

Im Folgenden gebe ich einige Merkmale ihrer Identität wieder. Zugleich sehen wir uns diese Punkte kurz an, um zu prüfen, was Gottes Wort zu den einzelnen Punkten sagt. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass jede örtliche Gemeinde der Messianischen Juden selbstständig ist und daher eigene Schwerpunkte setzen kann. Daher werden in den seltensten Fällen alle nachstehenden Punkte auf die jeweilige örtliche Versammlung dieser Ausrichtung zutreffen.

 

Nr.

Messianische Juden

Kommentar

1.             

Messianische Juden sprechen (auch im Deutschen) im Blick auf den Herrn Jesus nicht von Jesus, sondern von Jeschua. Sie versuchen somit, den Namen in einer Weise auszusprechen, dass er hebräischer klingt. Allerdings wurde Jesus ursprünglich Jehoschua ausgesprochen. 1 Vgl. Matthäus 1,21, Fußnote in der Elberfelder Übersetzung, Edition Hückeswagen. Es fällt auf, dass der Name des nachexilischen Hohenpriesters Josua (Jehoschua; Sach 3,1) im ganzen Buch Esra Jeschua geschrieben wird.

Die Aussprache des Namens Jesu im Deutschen mag nicht „original“ sein. Vor diesem Hintergrund kann man nachvollziehen, wenn einige das für sich für wichtig halten, diese hebräischen Aussprache zu benutzen. Konsequenterweise müsste man das aber bei jedem Namen tun. Ein wichtiges Argument gegen „Jeschua“ ist aber, dass wir den inspirierten Text des Neuen Testaments haben, wo der Name unseres Retters immer mit Jesus (gr. Jesous) wiedergegeben wird. Daran wollen wir uns halten. Hinzu kommt, dass man nicht ohne weiteres sagen kann, dass die Aussprache (Akzentuierung, Akzent), die Juden heute benutzen, genau dem damaligen Tonfall entspricht.

2.             

Diese Gläubigen wollen ausdrücklich nicht „Christen“ genannt werden, sondern in hebräischer Übersetzung dieses Ausdrucks „messianisch“. Christus ist ja die griechische Übersetzung des hebräischen Wortes „Messias“ oder „Gesalbter“. Da sie sich als hebräische Gläubige betrachten, wollen sie diese Ausdrucksweise gerne beibehalten. Sie sehen sich nicht als Gegner von (wahren) „Christen“, sondern erkennen diese in der Regel als Gläubige an. Aber sie lehnen für sich den Namen „Christen“ ab, da Juden in früheren Jahrhunderten von Christen verfolgt worden sind. 

 

Es ist wichtig, zu verstehen, dass der Name „Christus“ nicht überall den völlig gleichen Sinn hat. In den Evangelien meint „Christus“ tatsächlich den Herrn Jesus als Messias, als König für Israel. Da ist es die Übersetzung des hebräischen Namens „Messias“. Das ändert sich aber mit Beginn der christlichen Zeit. Der Apostel Petrus sagt über den Herrn: „Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat“ (Apg 2,36). Messias-Christus war Jesus längst. Das war Er, als Er als Mensch auf die Erde kam; da Er zugleich Gott ist, war Er es auch schon in alttestamentlichen Zeiten. Aber mit Jesu Verherrlichung hat Gott Ihm einen Platz zu seiner Rechten gegeben.

Nun aber ist Er vom Himmel aus mit Gläubigen verbunden, besonders als das Haupt des Leibes, der Versammlung. Daher spricht der Apostel Paulus beispielsweise im Epheserbrief zehnmal von „in Christus“. Damit ist nicht gemeint: in dem Messias. Sondern Paulus zeigt die neue, himmlische Stellung der Gläubigen der heutigen Zeit. Wenn Gott auf seinen geliebten Sohn sieht, sieht Er sie in Ihm. So ist der Herr für uns heute nicht Messias, sondern der verherrlichte Christus. Für die Juden, die nach der Entrückung der Gläubigen wieder einen gläubigen Überrest bilden werden, wird Er – dann! – tatsächlich Messias sein. Heute ist Er es den Gläubigen gegenüber nicht.

3.             

Messianische Juden wollen eine gewisse Sonderstellung innerhalb der Christen einnehmen. Das heißt, dass sie praktischerweise nicht mit den Gläubigen aus den Heiden (Nationen) „als eins“ gesehen werden wollen. Dafür gibt es unterschiedliche Begründungen. Teils verweisen sie auf Johannes 10. Hier lesen wir, dass der Herr gegenüber seinen Jüngern von einem Schafhof spricht. Zunächst verweist Er auf „seine eigenen Schafe“ (Joh 10,4). Das waren solche Juden, die auf Ihn als Messias erwartet hatten und auch annahmen. In Vers 16 fügt Er dann hinzu, dass Er noch „andere Schafe“ hat, die nicht aus diesem Hof sind und somit nicht aus dem Judentum stammen. Es sind Gläubige aus den Nationen. Diesen Unterschied zwischen „eigenen Schafen“ und „anderen Schafen“ halten messianische Juden auch heute noch aufrecht.

Kein Gläubiger in der christlichen Zeit sollte versuchen, mit anderen eine besondere Gruppe inmitten der Gläubigen zu bilden. Alle Gläubigen heute bilden zusammen die Versammlung (Gemeinde) Gottes (1. Kor 1,2). Gerade in Johannes 10 zeigt der Herr Jesus, dass Er aus den zwei ursprünglich getrennten Herden, aus Juden und Heiden, eine einzige gemeinsame Herde machen würde: „Und es wird eine Herde, ein Hirte sein“ (Joh 10,16). In Kolosser 3,11 bezeugt der Apostel Paulus: „Wo nicht ist Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut …, sondern Christus alles und in allen.“ Gott hat daher in der ersten christlichen Zeit sichergestellt, als die Gläubigen noch stark jüdisch oder nichtjüdisch geprägt waren, dass nicht getrennte Gruppierungen von Christen entstanden. Die Aufsplitterung in eine jüdische und eine nichtjüdische Versammlung steht im Widerspruch zu seinen Gedanken, eine Einheit zu bilden. Aus Epheser 2 wissen wir, dass die Trennung von Juden und Heiden durch das Kreuz Jesu gerade aufgehoben und überwunden wurde – dafür musste Christus sterben, damit diese Scheidelinie nicht mehr besteht. Daher ist der gelegentlich zu hörende Begriff von „Judenchristen“ unglücklich. Man mag damit andeuten wollen, dass bestimmte Christen aus dem Judentum stammen. Diese Ausdruckweise unterstützt aber den Anspruch auf eine Sonderstellung innerhalb des christlichen Bekenntnisses. In der Versammlung aber hören nationale Unterschiede auf! Die Erlösten, die die Versammlung bilden, gehören zusammen.

4.             

Messianische Juden betonen das nationale Element Israels. Viele alttestamentlichen Verheißungen, die Gott Abraham und seinen Söhnen sowie dem Volk Israel gemacht hat, nehmen sie für sich und die heutige Zeit in Anspruch. Sie rufen ausdrücklich dazu auf, für die Stadt und das Land um Wohlergehen auch im politischen Sinn zu beten. Dazu wenden messianische Juden Stellen an wie Jeremia 29,7: „Und sucht den Frieden der Stadt.“ Sie klammern sich auch an Bibelverse wie Jeremia 33,25.26, wo Gott seine Erbarmungen seinem Volk gegenüber thematisiert. 

Es gibt keine nationale Ausrichtung von Christen. Christen, die (zufällig) in Deutschland geboren worden sind, fühlen sich nicht durch ihre Nationalität von Christen anderer Länder oder Kulturen unterschieden oder getrennt. Dasselbe gilt für Christen, die aus dem Judentum stammen. Keine Frage – Gott hat eine besondere Beziehung zu diesem einen Volk gehabt. Aber das ist heute anders: In Römer 11,15 spricht der Apostel Paulus davon, dass Israel heute verworfen ist. Mit anderen Worten: Es gibt heute kein heiliges Land mehr und Israel nicht als Volk Gottes. Das wird in der Zukunft wieder anders sein.
Alttestamentliche Verheißungen für das Volk Israel können wir jedenfalls nicht geistlich auf Christen (aus dem Judentum stammend) anwenden. Gerade Römer 11 zeigt, dass es in der Zukunft (!) einen gläubigen Überrest aus Israel geben wird, der nicht Teil der Christen und damit der Versammlung ist, aber erst in Zukunft. Dieser Überrest wird von Gott gesegnet werden. Gott wird mit diesem dann wieder gläubigen Israel einen Bund schließen, von dem Er in den Propheten Jeremia und Jesaja gesprochen hat (Röm 11,22-36; Jes 59,20.21; 27,9). Die Versprechungen an Israel, die wir im Alten Testament finden, werden dann buchstäblich erfüllt werden im Blick auf Israel. Aber da es für Gott heute kein Volk Gottes gibt neben seiner Versammlung (Gemeinde), kann man die früheren Verheißungen nicht auf uns oder Messianische Juden beziehen. Dafür finden wir auch keinen Anhaltspunkt im Neuen Testament. Viele Prophezeiungen machen klar, dass vor dem Segen erst eine Zeit der Drangsal und eine wirkliche innere Umkehr in den Juden stattfinden muss. Heute aber sind Israel und Juda „Lo-Ammi“ (Hos 1,9; Röm 9,25.26): Gottes Nicht-Volk. 

5.             

Messianische Juden nehmen an politischen Entscheidungen großen Anteil. Sie sehen ihre Aufgabe in der Politik, damit diese die aus ihrer Sicht richtige Richtung verfolgt.

Diese Welt steht unter dem Gerichtsurteil Gottes. Das heißt, sie ist bereits verurteilt worden (Joh 16,8-11); allerdings ist dieses Gerichtsurteil Gottes, das fest ist, noch nicht vollstreckt worden. Die Erlösten sind aus dieser Welt herausgenommen worden (Gal 1,4). Wir versuchen also nicht, durch Politik oder andere Mittel diese Welt zu verbessern. Das Gericht dieser Welt steht fest. Sie ist in Gottes Augen unverbesserlich und gerichtsreif. Allerdings kennen wir den Zeitpunkt nicht, an dem dieses Gericht ausgeführt wird. Aber dieses Bewusstsein, dass wir Botschafter einer anderen Welt, des Himmels, sind, bewahrt uns davor, politischen Einfluss nehmen zu wollen. 

6.             

Auch an den Zeremonialgesetzen halten messianische Juden fest. Sie stellen sich unter die Vorschriften des Gesetzes. Dazu gehört neben dem Sabbat und den Festzeiten zum Beispiel die Beschneidung. Interessanterweise werden Vorschriften des Gesetzes teilweise mit Hinweisen aus dem Neuen Testament verbunden. Messianische Juden brechen beispielsweise das Brot (Neues Testament), allerdings am Sabbat (Altes Testament). 

Die Gläubigen in Galatien trugen genau diesen Charakter: Sie vermischten Gnade und Gesetz. Der Apostel Paulus schreibt ihnen daher einen sehr scharfen Brief. In Kapitel 4,21 fragt er sie, „die ihr unter Gesetz sein wollt, hört ihr das Gesetz nicht?“ Nach einigen Erläuterungen macht er klar, dass die gläubigen Christen nicht Kinder des Gesetzes sind, sondern der Gnade und Freiheit (Gal 4,31). Seine Schlussfolgerung: „Für die Freiheit hat Christus uns frei gemacht; steht nun fest und lasst euch nicht wieder unter einem Joch der Knechtschaft halten“ (Gal 5,1), also unter dem Gesetz. „Siehe, ich, Paulus, sage euch, dass, wenn ihr beschnitten werdet, Christus euch nichts nützen wird. Ich bezeuge aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. Ihr seid abgetrennt von Christus, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen“ (Gal 5,2-4). Jakobus fügt noch hinzu: „Denn wer irgend das ganze Gesetz hält, aber in einem strauchelt, ist aller Gebote schuldig geworden“ (Jak 2,10).

Im Übrigen zeigen Stellen wie Apostelgeschichte 20,7, dass die Christen das Brotbrechen am ersten Tag der Woche hatten, also am Sonntag. 

7.             

Messianische Juden erwarten den Herrn Jesus zur Aufrichtung seines Königreichs auf der Erde. An die Entrückung vor der Drangsalszeit glauben sie nicht. Sie erwarten die Erlösung Israels und Jerusalems. Die heutige Zeit mündet für sie in die Drangsalszeit und dann in die herrliche Regierung des Herrn als Messias.

Es ist eine großartige Erwartung, sich auf den Beginn des Friedensreichs Christi zu freuen. Der Apostel Paulus spricht in seinem letzten Brief davon, dass alle diejenigen, welche die Erscheinung des Herrn Jesus zur Aufrichtung seines Königreichs lieben, belohnt werden (2. Tim 4,8). Das aber ist nur der zweite Teil der christlichen Erwartung. „Wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus“ (Tit 2,13). Diese eigentliche Hoffnung des Christen ist das Kommen des Herrn, um die Erlösten in den Himmel zu entrücken, bevor die große Drangsalszeit beginnt (1. Thes 4,16-18; Off 3,10). Wir müssen nicht durch die furchtbare Drangsalszeit hindurchgehen, sondern werden bewahrt von dem kommenden Zorn (1. Thes 1,10; 2. Thes 2,1.2). Wir erwarten Ihn täglich.

8.             

Hochzeitsfeiern finden nach jüdischem Brauch statt (unter einem Stoffbaldachin, der Chuppa), wobei die Männer eine Kopfbedeckung tragen. Eine solche Kopfbedeckung bei Männern ist teilweise auch in den Gottesdiensten messianischer Juden anzutreffen.

Männern wird durch den Apostel Paulus ausdrücklich gesagt, dass sie beim Beten und Weissagen keine Kopfbedeckung tragen sollen (1. Kor 11,1-16). Zu Hochzeitsfeiern finden wir im Neuen Testament keine konkreten Ermahnungen.

9.             

Juden, die sich direkt zum Christentum bekennen, geben ihre jüdische Identität auf. Messianische Juden dagegen versuchen, diese Identität zu bewahren. Sie hoffen, durch ihr (messianisches) Judentum einen leichteren Zugang zu (orthodoxen) Juden zu bekommen, was die Verbreitung des Evangeliums betrifft.

Bekommt man wirklich dadurch, dass man sich (messianischer) Jude nennt, einen besseren Zugang zu Juden? Die Zöllner waren diejenigen, die sich als Steuereintreiber zur römischen Besatzungsmacht hielten. Zugleich aber blieben sie Juden. Gerade dadurch aber waren sie den Juden besonders verhasst. So akzeptieren (orthodoxe) Juden messianische Juden im Allgemeinen gerade nicht als Juden. Vielmehr stehen sie diesen oft besonders feindlich gegenüber. Für orthodoxe Juden sind messianische Juden oft geradezu „Verräter“.

10.          

Viele messianische Juden sehen ihre Wurzeln in der Jerusalemer „Urversammlung“. Diese bestand zunächst ausschließlich aus Gläubigen aus dem Judentum. Die Bewegung der messianischen Juden selbst entstand allerdings erst im 19. Jahrhundert mit den sogenannten hebräischen Christen, die aus den judenmissionarischen Organisationen im angelsächsischen und im deutschen Raum hervorkamen.

Tatsächlich waren die ersten Christen Juden, denn als der Heilige Geist nach Apostelgeschichte 2 auf die Erde kam, gab es nur Gläubige aus dem Judentum in Jerusalem. Aber sie wussten nicht, dass sie die Keimzelle der Versammlung bildeten. Was die Versammlung (Gemeinde) wirklich ist, wurde deutlich später offenbart. Als Gott dem Apostel Paulus die Aufgabe übertrug, die Wahrheit über die Versammlung in schriftlicher Form zu verkündigen, machte Er deutlich, dass es die Trennung zwischen Gläubigen aus den Juden und denen aus den Nationen nicht mehr gibt. Beide zusammen sind zu einem neuen Menschen geschaffen worden (Eph 2,15). Die Unterschiede haben somit aufgehört. Sich dennoch so auf die historische sogenannte „Urversammlung“ zu berufen, bedeutet, die Belehrung der Schrift über die Versammlung nicht zu beachten.

 

Ich hoffe, diese kurzen Kommentierungen helfen, den Charakter des messianischen Judentums besser zu erfassen. Es handelt sich bei ihnen im Allgemeinen um von neuem geborene Menschen, die an den Herrn Jesus glauben. Sie sind bekehrt, leben für Ihn und lieben Ihn. Sie werden überrascht sein, dass sie nicht durch die Drangsalszeit hindurchgehen müssen, sondern vorher entrückt werden (1. Thes 4,13-18). Sie gehören zur Versammlung (Gemeinde) Gottes.

Da aber das Gedankengut messianischer Juden manche lehrmäßigen Verirrungen enthält, sollten wir vermeiden, einer unnüchternen Israelbegeisterung anzuhängen. Gott wird Jerusalem und Israel erst dann befreien, wenn die Erlösten der heutigen Zeit entrückt sein werden. Dann wird eine so schlimme Drangsalszeit über Israel kommen, wie es sie vorher nie gegeben hat (Mt 24,21). Erst dann wird Gott das Volk, das dann wieder „sein“ Volk (Ammi – mein Volk) sein wird, segnen können. Es wird ein großartiger irdischer Segen sein, der aber bei weitem nicht vergleichbar ist mit den himmlischen Segnungen, die wir als Kinder Gottes heute kennen und besitzen dürfen (Eph 1,3).

Wer sich mit diesem Themengebiet ausführlicher beschäftigen möchte, findet in dem Heft Judentum – Quelle des Heils von Christian Briem nützliche Hinweise. Das Heft umfasst 23 Seiten und ist für 1 Euro beim Herausgeber von Folge mir nach zu erwerben (Christliche Schriftenverbreitung, Hückeswagen). Gerne weisen wir zudem auf einen Artikel über das Thema messianische Juden hin, der in Folge mir nach 4/1998 veröffentlicht worden ist.

Folge mir nach – Heft 9/2018

Fußnoten:

1 Vgl. Matthäus 1,21, Fußnote in der Elberfelder Übersetzung, Edition Hückeswagen. Es fällt auf, dass der Name des nachexilischen Hohenpriesters Josua (Jehoschua; Sach 3,1) im ganzen Buch Esra Jeschua geschrieben wird.