15.05.2018 Persönlicher Glaube

Warum ich nicht tanze ...

„Hoffentlich kommt er jetzt nicht wieder mit einem Verbot rüber", mag der eine oder andere denken, wenn er diese Überschrift liest. Nein, es geht nicht um Verbote, es geht um die Frage, wie wir zur Ehre Gottes und damit rein leben können.

 

Im Neuen Testament äußert sich Gottes Wort nicht sehr ausführlich zum Thema „Tanzen". Aber einmal (an zwei Parallelstellen) kommt der Tanz doch vor: „Als aber der Geburtstag des Herodes begangen wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen, und sie gefiel dem Herodes" (Mt 14,6). Wir haben es hier mit einer offensichtlich angeheiterten Gesellschaft zu tun. Herodes, der König, hatte Geburtstag. Dazu hatte er viele eingeladen. Und nachdem sie entsprechend Alkohol getrunken hatten, konnte die Tochter der Frau Herodes' durch einen vermutlich sexuell aufreizenden Tanz die Gemüter weiter anfeuern, dass ihr Herodes alles versprach, was sie wollte (bis zur Hälfte des Königreichs).

 

Nun kann man heute auch tanzen, ohne alkoholisiert zu sein. Vielfach aber ist der Tanz heute verbunden mit einer Musik, die das Gegenteil von „christlich" ist. In einer Umgebung, die das Gegenteil von „christlich" ist, wenn man an Discos etc. denkt. Und mit Bewegungen, die das Gegenteil von „christlich" sind. Jeder, der tanzt, mag sich fragen, was jemand, der dem anderen Geschlecht angehört, beim Zuschauen empfinden mag, wird ...

 

Aktuell hat es ein Tanz aus Angola zu großer Beliebtheit gebracht: Es ist der Modetanz Kizomba. In einer Beschreibung einer „konservativen Tageszeitung" (FAZ) las ich dazu: „Frauen auf hohen Absätzen und Männer in flachen Repetto-Schuhen tanzen wie in sich selbst versunken in spielerischer Umarmung. Die Paare wirken, als wären ihre Hüften zusammengeschweißt. Während die Männer die Frauen mit Oberkörper und Beinen sachte führen, sind die Wangen der Tanzenden fest aneinandergedrückt. Plötzlich erstarren die Frauen, und die Männer lassen sie mit ihren Armen behutsam quer Richtung Boden gleiten, um sie wenige, aufregende Augenblicke danach wieder aufzurichten. Gleich darauf schweben sie weiter über die Tanzfläche" (kursiv von mir).

 

Vermutlich braucht man das nicht weiter zu kommentieren. Natürlich - das ist nur EIN Beispiel eines Tanzes, es gibt viele andere, die zunächst nicht „hauteng" ausgeführt werden müssen. Und man mag einwenden, dass ja ein Ehepaar so tanzen kann. Nun geht es mir heute nicht um die gesellschaftlichen Veranstaltungen, die mit Tänzen verbunden sind, und wie ein Christ dazu stehen sollte.

 

Aber sind es im Allgemeinen die Ehepartner, die solche Tänze machen und genießen? Schon dann, wenn es um Verlobte geht, sollte man sich bewusstmachen, was das bei dem Gegenüber auslöst. Aber dann stellt sich ja die Frage: „Mit wem" hat man diese Tänze erlernt, die man ja im Allgemeinen nicht isoliert, ganz allein, erlernen kann?

 

Lasst uns nie vergessen, dass sowohl Männer (die wir alle Diener des Herrn sind als Erlöste) wie auch Frauen zu einem reinen Lebenswandel, zu einem Leben in Reinheit aufgefordert werden (1. Tim 4,12; 5,2.22; Tit 2,5).  Das gilt sowohl für unsere Gedanken als auch für unsere Gefühle. Das gilt für uns als auch für das, was wir bei anderen auslösen.

 

Unsere Anbetung heute ist im Gegensatz zu der durch viele äußerliche Elemente geprägten Anbetung im Judentum geistlicher Natur. Und nicht selten steht Tanz in der alttestamentlichen Zeit mit Götzendienst und Hurerei in Verbindung. Kein Wunder!

 

Wir wollen lieber eine Handlung zu wenig ausführen, als durch bestimmte Dinge einen Schritt zu weit zu gehen und in Unreinheit zu fallen. Dazu wollen wir uns gegenseitig eine Hilfe sein.