Am: Di, 7. Juli 2026
Das 49. Kapitel des ersten Buches Mose ist ganz erhaben: Es zeigt, wie Gott seinem Knecht Jakob die gesamte Geschichte (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) des Volkes Israel beschreibt. Gott hat alles in seiner Hand!
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In Kapitel 46 haben wir gesehen, dass Jakob aus Israel, aus Kanaan, aus Beersheba
aufbricht und Gott ihm dort erscheint und er dann bis nach Ägypten kommt, das
heißt zu Joseph. In Kapitel 47 sehen wir, dass er vor dem Pharao steht und diesen
segnet und damit offenbar wird, dass er erhabener ist als der Herrscher dieser
Welt. In Kapitel 48 haben wir vor uns gehabt, dass Jakob in einer einzigartigen
Weise Glauben offenbart, der in Hebräer 11 dann auch ausdrücklich beschrieben
wird und in der Lage ist, einen neuen Erstgeborenen zu benennen in Joseph und
auch seine Söhne zu bezeichnen als ihm gehörend und damit die Geschichte
Israels vorstellend. Jetzt kommt in Kapitel 49, dass als
Antwort auf diesen Glauben Jakobs Gott ihm eine Weissagung schenkt, die die
gesamte Geschichte Israels und zwar Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in (00:01:02)
prophetischer Weise beschreibt. Eingeleitet wird es damit, dass Jakob
seine Söhne rief und sprach: "Versammelt euch und ich will euch verkünden, was
euch begegnen wird in zukünftigen Tagen". Mit anderen Worten, er wusste, dass er
eine Prophetie aussprach. Er lässt sie versammeln, was übrigens in
3. Mose 23, einem anderen sehr prophetischen Kapitel, gerade der Kern ist,
dass die Prophetie dort verbunden wird mit Versammlungen und hier von Jakob
also in Bewusstsein, dass Gott ihn benutzt, um die Geschichte des Volkes
Israel in damals für ihn zukünftiger Zeit zu beschreiben.
Der Höhepunkt dieser Weissagung sind drei Personen, drei Stämme, die in ganz
besonderer Weise die Person des Herrn Jesus vorschatten, Juda, Joseph und auch
Benjamin. Kurz ein Gang durch diese Prophetie Jakobs. Wir finden in Ruben,
Simeon und Levi die Geschichte des Volkes Israel bis zum Kommen des Herrn (00:02:05)
Jesus und wir finden, dass Ruben uns vorstellt, dass auf der einen Seite ein
wunderbarer Beginn des Volkes Israel gewesen ist: "Ruben, mein Erstgeborener,
bist du meine Kraft und der Erstling meiner Stärke". Wie immer, wenn Gott
etwas Neues schenkt, wenn er eine Familie erweckt, wie er das unter Abraham
getan hat, dann ist das vollkommen, dann ist das gut. Aber sehr schnell ist dann
Verdorbenheit hineingekommen. "Du sollst keinen Vorzug haben, denn du hast das
Lager deines Vaters bestiegen". Wir sehen diese Verdorbenheit unter Saul und
Salomo. Wir sehen dann unter Simeon und Levi, dass Gewalttat hinzukam, wie wir
das immer wieder finden in dem Volk Israel, beispielsweise auch bei Jehu, wo
Gewalttat das Volk gekennzeichnet hat. Das heißt, die Merkmale aus 1. Mose 6,
Vers 11, die die Menschheit zur Zeit Noahs prägten, Verdorbenheit und auch
Gewalttat wurde zum Kennzeichen des Volkes Israel und der Gipfelpunkt, das (00:03:05)
finden wir in den Versen 6 und 7 bei Simeon und Levi dargestellt ist, dass sie
in ihrer Verdorbenheit und in ihrer Gewalttat ihren eigenen Messias an das
Kreuz gebracht haben. Dann finden wir unter Juda, dass das
aber nicht bedeutet, dass Gottes Ratschlüsse irgendwie aufgegeben würden.
Nein, wir finden dort, dass der Herr Jesus kommen würde, der Löwe, die Löwin, der
junge Löwe, das Zepter von Juda, der Herrscherstab,
Schilo, das ist der Herr Jesus, derjenige, der Ruhe bringt, der Frieden bringt. Er ist
gekommen, auch wenn das Volk ihn abgelehnt hat und dadurch als Folge, Vers 11, wo er
in Demut gekommen war, mit einem Eselsfohlen einreitend, sie ihn aber
verworfen haben, so dass er jetzt im Wein sein Kleid wäscht und im Blut der Trauben
sein Gewand. Das heißt, dass Gewalttat und Gericht die Folge ist, wie der Herr
Jesus das angekündigt hat. Wir finden dann unter Sebulon und Issaschar, dass das (00:04:05)
Volk Israel in der heutigen Zeit beschrieben wird, am Gestade der Meere, am
Gestade der Schiffe, das heißt die Vermischung mit den Nationen. Ein
knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Hürden, das heißt in
Abhängigkeit von den Nationen. Das ist kein eigenständiges Volk mehr, sondern
es ist vermischt mit den Nationen und es steht unter der Herrschaft der Nationen.
Dann wird in Vers 16 Dan eingeführt: "Dan eine Schlange am Weg, eine Hornotter
am Pfad". Das ist der Gipfelpunkt der Bosheit, die kommen wird, auch für uns
noch zukünftig, wenn der Antichrist erscheinen wird und wenn dieser
Antichrist satanisch auftreten wird, verbunden mit dem römischen Herrscher
und das Volk Israel als dieser falsche König vollkommen ins Verderben führen
wird. Dann kommt dieser Ruf, Vers 18: "Auf deine Rettung harre ich, Herr". Ja, das
Volk wird seufzen, es wird rufen, es wird Gott um Rettung bitten und er wird diese
Rettung schenken. Diese Rettung wird bei Gad beschrieben, auf der einen Seite (00:05:05)
Scharen werden ihn drängen und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse.
Das heißt, das Volk wird überwältigt werden, aber der Herr wird dann ihnen
Sieg schenken. Sie werden nachdrängen und sie werden
fettes Essen unter Aser, königliche Leckerbissen, das heißt Gott wird sie
durch den Herrn Jesus in das Friedensreich einführen, so dass sie
wie eine losgelassene Hirschkuh sein werden, in Freiheit. Durch wen wird das
geschehen? Vers 22, durch den Sohn eines Fruchtbaums, durch Joseph. Er wird die Hand
des Mächtigen sein, er wird der Hirte sein, er wird der Stein Israel sein, er
wird Segen bringen, er wird derjenige sein, der der Abgesonderte ist und bleibt
unter seinen Brüdern. Er wird diesen Segen bringen für sein Volk und wird
dann als Benjamin, der ein Wolf ist, der zerreißt, wird er regieren inmitten seines
Volkes, auch zum Segen der Nationen. Ja, die Herrlichkeit des Herrn Jesus, die (00:06:04)
wir hier finden, einerseits dadurch, dass der Herr Jesus als Juda, als Löwe, als
Herrscher, als Friedensstifter, als der Demütige, als der Richter gezeigt wird
und bei Joseph, wie er Frucht bringt, so weit, dass sogar die Nationen gesegnet
werden. Das heißt, diese Schösslinge, die über die Mauer treiben, er ist der
Held, er ist der Mächtige, er wird auch immer der Abgesonderte sein, er wird
immer einen einzigartigen getrennten Platz von allen anderen haben und dann
Benjamin der Macht und Regent sein wird. Das ist Christus. Das Kapitel schließt
dann ab mit dem Glauben Jakobs, dass er eben nicht in Ägypten begraben werden
möchte, sondern im Land und Kanaan und dass er Befehle gibt. Dieser Glaube, der
von Abraham gesagt wird, dass Gott mit ihm redete wie mit einem Freund, weil er eben
Befehle gab an seine Söhne. Das finden wir hier auch bei Jakob. Ein
Schlussdetail, das interessant ist, wir finden hier Rebekka begraben, wir finden (00:07:04)
hier auch Lea begraben. Zwei Frauen, die die Versammlung Gottes darstellen, von
denen wir nichts von dem Tod lesen, weil die Versammlung Gottes nicht stirbt.
Wirklich ein großartiges Kapitel, das uns die Ratschlüsse Gottes im Blick auf
das Volk Israel zeigt, die aber hier unter der Verantwortung gesehen werden,
wie sie in ihrer Verantwortung versagen und doch den Ratschluss Gottes nie
zerstören können, weil Gott seinen Ratschluss in Christus festgelegt hat.