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(00:00:00) In Kapitel 46 haben wir gesehen, dass Jakob aus Israel, aus Kanaan, aus Beersheba aufbricht und Gott ihm dort erscheint und er dann bis nach Ägypten kommt, das heißt zu Joseph. In Kapitel 47 sehen wir, dass er vor dem Pharao steht und diesen segnet und damit offenbar wird, dass er erhabener ist als der Herrscher dieser Welt. In Kapitel 48 haben wir vor uns gehabt, dass Jakob in einer einzigartigen Weise Glauben offenbart, der in Hebräer 11 dann auch ausdrücklich beschrieben wird und in der Lage ist, einen neuen Erstgeborenen zu benennen in Joseph und auch seine Söhne zu bezeichnen als ihm gehörend und damit die Geschichte Israels vorstellend. Jetzt kommt in Kapitel 49, dass als Antwort auf diesen Glauben Jakobs Gott ihm eine Weissagung schenkt, die die gesamte Geschichte Israels und zwar Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in (00:01:02) prophetischer Weise beschreibt. Eingeleitet wird es damit, dass Jakob seine Söhne rief und sprach: "Versammelt euch und ich will euch verkünden, was euch begegnen wird in zukünftigen Tagen". Mit anderen Worten, er wusste, dass er eine Prophetie aussprach. Er lässt sie versammeln, was übrigens in 3. Mose 23, einem anderen sehr prophetischen Kapitel, gerade der Kern ist, dass die Prophetie dort verbunden wird mit Versammlungen und hier von Jakob also in Bewusstsein, dass Gott ihn benutzt, um die Geschichte des Volkes Israel in damals für ihn zukünftiger Zeit zu beschreiben. Der Höhepunkt dieser Weissagung sind drei Personen, drei Stämme, die in ganz besonderer Weise die Person des Herrn Jesus vorschatten, Juda, Joseph und auch Benjamin. Kurz ein Gang durch diese Prophetie Jakobs. Wir finden in Ruben, Simeon und Levi die Geschichte des Volkes Israel bis zum Kommen des Herrn (00:02:05) Jesus und wir finden, dass Ruben uns vorstellt, dass auf der einen Seite ein wunderbarer Beginn des Volkes Israel gewesen ist: "Ruben, mein Erstgeborener, bist du meine Kraft und der Erstling meiner Stärke". Wie immer, wenn Gott etwas Neues schenkt, wenn er eine Familie erweckt, wie er das unter Abraham getan hat, dann ist das vollkommen, dann ist das gut. Aber sehr schnell ist dann Verdorbenheit hineingekommen. "Du sollst keinen Vorzug haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen". Wir sehen diese Verdorbenheit unter Saul und Salomo. Wir sehen dann unter Simeon und Levi, dass Gewalttat hinzukam, wie wir das immer wieder finden in dem Volk Israel, beispielsweise auch bei Jehu, wo Gewalttat das Volk gekennzeichnet hat. Das heißt, die Merkmale aus 1. Mose 6, Vers 11, die die Menschheit zur Zeit Noahs prägten, Verdorbenheit und auch Gewalttat wurde zum Kennzeichen des Volkes Israel und der Gipfelpunkt, das (00:03:05) finden wir in den Versen 6 und 7 bei Simeon und Levi dargestellt ist, dass sie in ihrer Verdorbenheit und in ihrer Gewalttat ihren eigenen Messias an das Kreuz gebracht haben. Dann finden wir unter Juda, dass das aber nicht bedeutet, dass Gottes Ratschlüsse irgendwie aufgegeben würden. Nein, wir finden dort, dass der Herr Jesus kommen würde, der Löwe, die Löwin, der junge Löwe, das Zepter von Juda, der Herrscherstab, Schilo, das ist der Herr Jesus, derjenige, der Ruhe bringt, der Frieden bringt. Er ist gekommen, auch wenn das Volk ihn abgelehnt hat und dadurch als Folge, Vers 11, wo er in Demut gekommen war, mit einem Eselsfohlen einreitend, sie ihn aber verworfen haben, so dass er jetzt im Wein sein Kleid wäscht und im Blut der Trauben sein Gewand. Das heißt, dass Gewalttat und Gericht die Folge ist, wie der Herr Jesus das angekündigt hat. Wir finden dann unter Sebulon und Issaschar, dass das (00:04:05) Volk Israel in der heutigen Zeit beschrieben wird, am Gestade der Meere, am Gestade der Schiffe, das heißt die Vermischung mit den Nationen. Ein knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Hürden, das heißt in Abhängigkeit von den Nationen. Das ist kein eigenständiges Volk mehr, sondern es ist vermischt mit den Nationen und es steht unter der Herrschaft der Nationen. Dann wird in Vers 16 Dan eingeführt: "Dan eine Schlange am Weg, eine Hornotter am Pfad". Das ist der Gipfelpunkt der Bosheit, die kommen wird, auch für uns noch zukünftig, wenn der Antichrist erscheinen wird und wenn dieser Antichrist satanisch auftreten wird, verbunden mit dem römischen Herrscher und das Volk Israel als dieser falsche König vollkommen ins Verderben führen wird. Dann kommt dieser Ruf, Vers 18: "Auf deine Rettung harre ich, Herr". Ja, das Volk wird seufzen, es wird rufen, es wird Gott um Rettung bitten und er wird diese Rettung schenken. Diese Rettung wird bei Gad beschrieben, auf der einen Seite (00:05:05) Scharen werden ihn drängen und er, er wird ihnen nachdrängen auf der Ferse. Das heißt, das Volk wird überwältigt werden, aber der Herr wird dann ihnen Sieg schenken. Sie werden nachdrängen und sie werden fettes Essen unter Aser, königliche Leckerbissen, das heißt Gott wird sie durch den Herrn Jesus in das Friedensreich einführen, so dass sie wie eine losgelassene Hirschkuh sein werden, in Freiheit. Durch wen wird das geschehen? Vers 22, durch den Sohn eines Fruchtbaums, durch Joseph. Er wird die Hand des Mächtigen sein, er wird der Hirte sein, er wird der Stein Israel sein, er wird Segen bringen, er wird derjenige sein, der der Abgesonderte ist und bleibt unter seinen Brüdern. Er wird diesen Segen bringen für sein Volk und wird dann als Benjamin, der ein Wolf ist, der zerreißt, wird er regieren inmitten seines Volkes, auch zum Segen der Nationen. Ja, die Herrlichkeit des Herrn Jesus, die (00:06:04) wir hier finden, einerseits dadurch, dass der Herr Jesus als Juda, als Löwe, als Herrscher, als Friedensstifter, als der Demütige, als der Richter gezeigt wird und bei Joseph, wie er Frucht bringt, so weit, dass sogar die Nationen gesegnet werden. Das heißt, diese Schösslinge, die über die Mauer treiben, er ist der Held, er ist der Mächtige, er wird auch immer der Abgesonderte sein, er wird immer einen einzigartigen getrennten Platz von allen anderen haben und dann Benjamin der Macht und Regent sein wird. Das ist Christus. Das Kapitel schließt dann ab mit dem Glauben Jakobs, dass er eben nicht in Ägypten begraben werden möchte, sondern im Land und Kanaan und dass er Befehle gibt. Dieser Glaube, der von Abraham gesagt wird, dass Gott mit ihm redete wie mit einem Freund, weil er eben Befehle gab an seine Söhne. Das finden wir hier auch bei Jakob. Ein Schlussdetail, das interessant ist, wir finden hier Rebekka begraben, wir finden (00:07:04) hier auch Lea begraben. Zwei Frauen, die die Versammlung Gottes darstellen, von denen wir nichts von dem Tod lesen, weil die Versammlung Gottes nicht stirbt. Wirklich ein großartiges Kapitel, das uns die Ratschlüsse Gottes im Blick auf das Volk Israel zeigt, die aber hier unter der Verantwortung gesehen werden, wie sie in ihrer Verantwortung versagen und doch den Ratschluss Gottes nie zerstören können, weil Gott seinen Ratschluss in Christus festgelegt hat.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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