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(00:00:00) Wir kommen jetzt zu den abschließenden Worten Jakobs. In Kapitel 48 geht es um Josef und seine Söhne. In Kapitel 49 um die zwölf Söhne Jakob selbst und eine wunderbare Prophetie. Und das wird eingerahmt von gewissermaßen dem Höhepunkt des Lebens Jakobs. Wir finden ja in Kapitel 47 in dem letzten Vers 31, dass Israel am Kopfende des Bettes anbetete und am Ende von Kapitel 49, dass Jakob geendet hatte, den Söhnen Befehle zu geben, seine Füße auf das Bett heraufzog und verschied und versammelt wurde zu seinen Völkern. Wunderbares Ende dieses Glaubensmannes, der so viele bewegte Momente in seinem Leben gehabt hat. Es ist bemerkenswert, dass gerade das, was wir hier in Kapitel 48 haben, was uns auf den ersten Blick gar nicht so bedeutsam erscheint im Vergleich zu der Prophetie in Kapitel 49, wo wir den Segen der zwölf Söhne Jakobs finden, dass das in Hebräer 11 als der Akt des Glaubens von Jakob aufgeführt wird. Dort heißt es in Hebräer 11 Vers 21, Wir sehen also hier, dass gerade in dem, was Kapitel 48 uns vorstellt, der Glaube Jakobs hervorkommt. (00:01:05) Wir finden ihn zunächst rückblickend auf Gottes Offenbarung, wo Gott interveniert hatte, um ihm seinen Segen zu schenken in Vers 3. Das war, was in Kapitel 28 Vers 3 vorgestellt wird. Das ist die Vergangenheit. Gott hat ihm von Anfang an seiner Reise, seiner bewegten Reise deutlich gemacht, dass er ihn segnen würde. Dann finden wir zweitens die Gegenwart und die Gegenwart bestand darin, dass dieser Segen, den Gott ihm zugesprochen hat, in Josef und in den Söhnen erfüllt würde. Gott stellte also sicher, dass dieser Segen durch Josef hervorkommen würde. Deshalb heißt es hier, (00:02:05) Das heißt, Josef und seine beiden Söhne sind diejenigen, die den Segen auch für Jakob, für Israel, für das ganze Land sicherstellen. Nebenbei bemerkt, ist das auch eine Sicherstellung, dass diese beiden Söhne, die in Ägypten, also in heidnischer Umgebung, von einer heidnischen Frau Asnad geboren wurden, Teil des Volkes Israel werden und nicht Heiden sind oder bleiben. Denn Jakob adoptierte sie gewissermaßen durch diese Handlung. Dann finden wir, dass die Vergangenheit, von der er spricht, sich mit der Zukunft verbindet. In Vers 7 spricht er von dem Tod seiner geliebten Frau Rahel, als noch eine Strecke Landes war, um nach Ephrat zu kommen. Und ich begrub sie dort auf dem Weg nach Ephrat. Das ist Bethlehem. Dort weinte Rahel, wie wir das in Matthäus 2 Vers 18 auch lesen, im Blick auf ihre Söhne. Ja, wir sehen also hier, dass Bethlehem eingeführt wird. Bethlehem, der Tod von Rahel, wird zum Lebenspunkt, wird zum Ausgangspunkt des Lebens des Herrn Jesus und damit zum Ausgangspunkt des Segens für das Volk Israel. (00:03:03) Tod und Leben verbinden sich in Christus. Diese Zeit, dieses Weinen Rahels, spricht zugleich von der Drangsal, die über das Volk Israel noch kommen würde. Erst einmal in Ägypten, was auch noch eine vorbildliche Funktion hat, dann einmal in der zukünftigen Zeit, nachdem wir entrückt worden sind. Aber danach gibt es Segen. Und diesen Segen gibt es eben in Bethlehem. Diesen Segen gibt es durch Christus. Und wir könnten sagen, durch die Erfüllung dessen, was Josef uns vorstellt. Denn in Vers 16 wird Josef zu dem Erstgeborenen gemacht. Dort lesen wir, sie sollen sich mehren zu einer Menge inmitten des Landes. Das heißt, wie wir das auch in 1. Chronika 5 Vers 1 und 2 finden, dass Josef, der neue Erstgeborene, wird mit seinen beiden Söhnen ein doppeltes Teil bekommt. In Josef finden wir also den Segen. Diese Zukunft ist gegenwärtig, denn Jakob spricht von dem Land, das es inmitten des Landes sein würde. Und dieses Land hat er jetzt vor Augen und im Glauben hielt er daran fest. (00:04:01) Wir sehen in Vers 10 zudem, dass obwohl seine Augen schwer waren vor Alter, er also jetzt nicht mehr nach seinen Sinnen handelt und spricht und danach eben sein Tun ausrichtet, sondern jetzt im Glauben handelt. In einem Glauben, der über die Sinne hinausgeht. Ein Glauben, der bei ihm ein tieferes Verständnis zeigt, als wir es bei Josef finden. So finden wir, dass es nur einen gibt, der ohne jeden Schatten ist. Auch bei Josef fällt hier der Schatten, dass er die Dinge arrangieren wollte nach seinen irdischen Vorstellungen. Aber er lernen muss, was Jakob immer wieder lernen musste, dass zuerst das Natürliche kommt, dann das Geistliche. So war das bei Esau und bei Jakob. Aber jetzt würde Jakob lernen, er hatte gelernt, dass eben Gott derjenige ist, der die Dinge so bringt, wie sie zum Segen sind. Damals wollte Jakob die Dinge selbst in die Hand nehmen im Blick auf Esau. Jetzt lernte er, dass Gott die Dinge ordnet, wie wir das in dem Römerbrief in Kapitel 9 Vers 16 auch eindrücklich in Bezug auf die künftige Geschichte Israels, auch die damalige schon, vorgestellt bekommen. Also liegt es nun nicht an dem Wollenden, wie hier bei Josef, noch an dem Laufenden, wie das bei Jakob war, sondern an dem begnadigenden Gott. (00:05:03) Gott richtet die Dinge zu seinem Segen aus. Gott wirkt und der Mensch versucht vergeblich, das nach seinen Gedanken zu ordnen. Dann finden wir drittens hier auch die Geschichte des Lebens. Das ist ja ganz bemerkenswert, dass hier in dem Schlussvers auf einmal davon die Rede ist, dass Josef einen Landstrich bekommt über seine Brüder hinaus, den ich aus der Hand der Amoriter genommen habe mit meinem Schwert und mit meinem Bogen. Das muss Bezug nehmen auf die Geschichte in 1. Mose 33 Vers 19. Joshua spricht davon in Joshua 24 Vers 32. Und der Herr Jesus nimmt gewissermaßen diese Begebenheit mit auf, wenn er zu dem Jakobsbrunnen nach Johannes 4 Vers 5 geht und gerade dort diese Frau trifft. Das heißt, wir sehen, dass dieser Landstrich von dem neuen Leben spricht, auf dem Anbetung gebracht wird. Anbetung in der Person des wahren Josef, in der Person Christi. Das zeigt, was für einen Höhepunkt wir hier in dem Leben von Jakobs haben, der über das Land, über das Volk hin zu Christus führt, zu dem, der der Inhalt und der Ausgangspunkt wahrer Anbetung ist.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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