Man darf doch auch mal über die Mächtigen lächeln, oder - z. B. an Karneval ...?


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(00:00:00) Wie heißt es so schön bei Karnevalisten, nach dem Karneval ist vor dem Karneval, für sie gibt es keine narrenfreie Zeit. So ist das jetzt auch in dieser Zeit, wo wir eigentlich mit Karneval nichts mehr zu tun haben, aber wo natürlich manche Kommentare noch zu dieser Karnevalszeit auch zu lesen sind. So war das auch im Blick auf eine Person, Jacques Tilly, der eine große Rolle in dem Düsseldorfer Karneval spielt, weil er dort die Wagen gestaltet oder mitgestaltet, die auf dem Rosenmontagsumzug zu sehen sind, und er es dadurch geschafft hat, in Russland angeklagt zu werden, weil er mitverantwortlich ist für Karikaturen über den dortigen Präsidenten Wladimir Putin. Nun, darüber brauchen wir uns nicht weiter Gedanken zu machen, aber wenn man solche Karnevalswagen sieht, zum Beispiel in Zeitungsartikeln oder auch im Internet, dann kann das einem ja schon mal ein Lächeln über das Gesicht bringen. Karneval, wo man sich eben über die Mächtigen dieser Welt lustig macht. (00:01:01) Und da, wo Witze über die Mächtigen verbreitet werden, machen wir nicht auch uns selbst damit eins, dass wir manchmal mitlachen? Wie war das noch, als ich jung war, als über Helmut Kohl ein Witz nach dem anderen gemacht worden ist? Und eigentlich würde ich jetzt einen erzählen, aber dann würde ich mich ja damit auch eins machen und damit vielleicht bei dem einen oder anderen ein Lächeln auslösen, besonders bei solchen, die eben in der Zeit Kohls gelebt haben, als er Bundeskanzler gewesen ist. Und das möchte ich gerade nicht. Wir wollen uns fragen, wir wollen uns kritisch fragen, ist es eigentlich richtig mitzulachen, mitzulächeln, wenn sich über diese Mächtigen lustig gemacht wird? Vielleicht sagt jemand, naja, was sollen wir denn tun? Das muss ja auch nüchtern und besonnen sein in der Hinsicht, das kann man ja gar nicht ändern. Außerdem sind ja manche Mächtige auch ihre eigene Karikatur. Aber lasst uns mal darüber nachdenken, was uns der Herr Jesus vorgelebt hat. (00:02:02) Er hatte auch mit Mächtigen zu tun, er hat manches von ihnen entlarvt, er hat sichtbar gemacht, was das für Menschen waren, sagen wir ein Herodes, aber hat er sich über sie lustig gemacht? Hätte er je mitgelacht bei irgendeiner Karikatur, die über diese Mächtigen gezeigt worden wäre? Es gibt ja drei wichtige Stellen im Blick auf die Politiker oder die Regierungen im Neuen Testament, also mindestens drei, drei, die ich jetzt anführen möchte. Nehmen wir Römer 13, Römer 13 Vers 1. Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Obrigkeit außer von Gott. Diejenigen aber, die bestehen, sind von Gott eingesetzt. Wenn ich mich also lustig mache über Regierungen, über Regenten, mache ich mich dann nicht letztlich lustig über Gott? Ist das dann nicht ein Witz, der auf den zurückfällt, der Obrigkeiten eingesetzt hat? (00:03:01) Ich sage keineswegs, dass wir unkritisch sein müssen, ich sage keineswegs, dass wir nicht einen klaren Blick über das Versagen haben können. Man braucht ja nur die letzten sechs Jahre zurückzuschauen, wo es massives, anscheinend auch willentliches Versagen von Regenten gegeben hat zum Schaden der Bevölkerung. Das dürfen wir klar sehen. Aber wie gehen wir damit um? Wir dürfen das erkennen, wir können das auch benennen, wenn das im Blick auf den Glauben von Bedeutung ist, wie wir das bei dem Herrn Jesus, wie wir das auch bei dem Apostel Paulus finden. Aber sollten wir uns darüber lustig machen, sollten wir darüber lachen? Wie heißt es weiter in Vers 6? Denn deswegen entrichtet ihr auch Steuern, denn es sind Gottesbeamte, die eben hierzu unablässig tätig sind. Gebt allen, was ihnen gebührt, die Steuer, dem die Steuer, den Zoll, dem der Zoll, die Furcht, dem die Furcht, die Ehre, dem die Ehre gebührt. Du sagst, dem gebührt ja keine Ehre. Doch Gott sagt das ausdrücklich, dass einer solchen Person Ehre eben gebührt. (00:04:02) Wir denken an 1. Timotheus 2 Vers 1 und 2. Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass flehen Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst. Passt es dazu, sich im Gebet für jemanden zu verwenden, um sich dann anschließend über den lustig zu machen, zu lachen? Ist das wirklich gottgemäß? 1. Petrus 2 Vers 17. Er weist allen Ehre, liebt die Brüderschaft, fürchtet Gott, ehrt den König. Also wir sehen, dass wir im Neuen Testament im Blick auf diese Frage schon klare Hinweise bekommen, nach denen wir uns auch richten können, nach denen wir uns richten sollen. Das gilt übrigens nicht nur im Blick auf die Frage, mache ich mich lustig über jemanden, zeichne ich eine Karikatur über jemanden, lache ich mit, wenn sich über die Regentin (00:05:03) lustig gemacht wird, sondern es gilt genauso für ein ständiges Schimpfen, für ein Dauerkritisieren von solchen Oberhäuptern. Das gilt natürlich genauso für die Vorgesetzen, die wir haben, da kann man sich Tag und Nacht darüber auslassen, die kann man kritisieren, da kann man sich lustig machen oder man kann einfach in Gottes Furcht ihnen die Ehre geben, diese Ehre, die ihnen zusteht, sie müssen selbst für ihr Verhalten, für das, was sie tun, für das, was sie entscheiden, vor Gott einmal Rechenschaft ablegen, aber nicht vor uns, das müssen sie nicht vor uns tun, das ist natürlich in einer Demokratie letztendlich so, aber wir als Christen, wir sagen nicht, dass wir undankbar sind für die demokratischen Verhältnisse, in denen wir zurzeit leben, weil sie uns viele Freiheiten geben, aber ein Bundeskanzler, ein Bundespräsident oder Ministerpräsident, die müssen sich vor uns Menschen nicht verantworten, jedenfalls nicht nach Gottes Wort, aber wir haben verantwortlich im Blick auf sie zu handeln und auch zu sprechen, (00:06:05) sind wir eher solche, die solche Karikaturen verneinen, die in einem solchen Gespräch sagen, ist das eine richtige Position, sich über Regenten lustig zu machen, wie machen wir das innerhalb der Gläubigen, auch da kann man sich ja über alles mögliche den Mund zerreden und da fragen wir uns doch, ist es korrekt, ist es biblisch, ist es gottgemäß, wenn wir uns über solche Dinge lustig machen, nein, wir wollen für diese Regenten beten, wir wollen uns ihnen unterstellen, wir wollen ihnen die Ehre geben, wir wollen sie ehren und wollen damit auch unseren Herrn und unseren Gott ehren, der eben solche Obrigkeiten einsetzt. Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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