Am: Di, 23. Juni 2026
Das Kapitel ist beeindruckend, wie sich Joseph seinen Brüdern gegenüber offenbart. Es ist nicht nur, dass er sich ihnen gegenüber zu erkennen gibt, sondern das "Wie" ist wichtig. Es zeigt uns, wie Christus sich seinem gläubigen Überrest Judas bekanntmachen wird.
Transkript der Audiodatei
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Das 45. Kapitel muss unsere Herzen beeindrucken.
Hier finden wir die Offenbarung Josephs, wie er sich seinen Brüdern zu erkennen gibt und
sie zu seinem Vater, den er liebte, zurücksendet.
Und in was für einer Art und Weise sich Joseph zu erkennen gibt, unter Weinen, offenbart,
was wirklich in seinem Herzen war.
So ist unser Herr.
So ist unser Herr, wenn Gläubige umkehren von einem falschen Weg, von einem bösen Weg,
wenn sie zu ihm umkehren, was für eine Freude.
So wird der Herr auch sein, und das ist jetzt das erste große Thema dieses Kapitels, prophetisch gesehen.
Wir stellen erstens fest, dass der Herr Jesus diesen Augenblick geradezu nicht erwarten kann.
Was für eine Freude in ihm, was für eine Liebe, was für menschlich ausgesprochenes Leid,
dass der Überrest noch immer nicht umgekehrt ist.
Ja, der Herr Jesus hat kein Leid im Himmel, aber dieses Weinen, ein Weinen vor Freude,
das wir in diesem Kapitel mehrfach finden, offenbart, was in dem Herzen des Herrn Jesus vorgeht.
Zweitens sehen wir hier, dass Joseph alle anderen herausgehen lässt. (00:01:03)
Das zeigt, es ist eine ganz persönliche Sache, die er zwischen sich und dem Überrest austragen wird.
Eine ganz persönliche Begegnung, die auf dieser Erde stattfinden wird.
Einerseits werden alle ihn sehen, den sie durchstochen haben, Heiden wie auch Juden.
Und doch wird es eine ganz persönliche Sache sein zwischen ihm und dem Volk Israel.
Ja, zunächst finden wir hier, dass die Auswirkungen im Blick auf den Überrest gezeigt werden.
Aber dann finden wir, dass es Auswirkungen auf Israel gibt, nämlich in der Person von Jakob.
Jakob steht für das ganze Volk Israel.
Hier kommt der Überrest des Volkes gewissermaßen zu Joseph und für das ganze Volk wird es Segen geben.
Vers 2 zeigt auch, dass die Ägypter es hörten.
Ja, die ganze Welt wird erkennen, was für eine besondere Beziehung zwischen dem Herrn Jesus und diesem Überrest seinem Volk sein wird.
Und dann sehen wir auch, dass das Haus des Pharao das hörte.
Ja, was für eine Freude wird es im Himmel geben, wenn diese wunderbare Beziehung, diese innige Beziehung zwischen Christus und seinem irdischen Volk Israel wiederhergestellt wird. (00:02:08)
Wir finden dann drittens, dass das Volk, wenn sie erkennen werden, wer der wahre Joseph ist, wer Christus ist, bestürzt sein wird.
So wie hier die Brüder bestürzt waren.
Ja, wahrscheinlich werden sie erst in diesem Augenblick wirklich erkennen, wen sie durchbohrt haben.
Werden sie erst erfassen, dass der Messias ihr Christus ist, dass dieser Messias aus dem Himmel kommt.
Das heißt, dass er Gott sein muss, dass er Gott und Mensch in einer Person ist.
Das wird sie erschüttern.
Aber so wie Joseph zu den Herzen seiner Brüder sprach, so wird Christus zu dem Herzen der Seinen sprechen.
Wir finden dann viertens, dass uns hier in Vers 14 die Zusammenführung von Joseph und von Benjamin gezeigt wird.
Von diesem leidenden, verworfenen Christus, verworfen von seinem eigenen Volk, verworfen von der Welt, verherrlicht im Himmel und die Verbindung von ihm zu Benjamin, (00:03:02)
dem, der in Israel, der durch Israel, durch sein Volk auf dieser Erde regieren wird und damit die ganze Welt.
Sie werden verbunden und das ist der Augenblick der echten Wiederherstellung des Volkes.
Ja, Israel wird den besten Platz auf der Erde bekommen, so wie sie hier Gosen zugewiesen bekommen,
wird dieses Volk diesen wunderbaren, einzigartigen Platz in Israel haben.
Christus in ihrer Mitte, Segen durch ihn, der in Jerusalem wohnen wird.
Jedenfalls, was diese sichtbaren Zeichen betrifft und er wird durch sie und durch sie für die ganze Welt dieses Regierungsamt ausüben.
Wunderbar, was für einen Platz der Herr Jesus haben wird und was für einen Platz er seinem irdischen Volk geben wird.
Ja, dann wird in der Tat alles gut sein.
Dann wird alles zu einem wunderbaren Ergebnis geführt werden, wie das hier zwischen Joseph und seinen Brüdern ist.
Wir denken an Versen wie Römer 11 Vers 25 und 26: (00:04:02)
"Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet,
dass Israel zum Teil Verhärtung widerfahren ist, bis die Vollzahl der Nationen eingegangen ist.
Und so wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht, aus Zion wird der Erretter kommen.
Er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden.
Und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde".
Er wird ihre Sünden vergeben, da wird nichts mehr zwischen ihnen und dem Herrn, zwischen ihnen und Gott sein.
Und zugleich lesen wir am Ende des Kapitels erneut, dass Joseph der Herrscher über das ganze Land Ägypten war.
Sie sollten ihrem Vater, Vers 13, alle seine Herrlichkeit in Ägypten berichten.
Ja, wir denken an Verse wie Epheser 1 Vers 22:
"Alles hat Gott seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Versammlung gegeben".
Er wird der Herrscher über alles sein.
Galater 4 Vers 1:
"Ich sage aber, solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Knecht, obwohl er Herr ist von allem". (00:05:06)
Er, Christus, er ist wirklich Herr über alles von allem.
Zum Schluss noch drei praktische Bemerkungen.
Wir sehen nicht, dass Joseph hier seinen Brüdern noch Vorwürfe macht.
Sind wir nicht oft nachtragend und können Dinge bis zum Letzten, bis zum Ende unseres Lebens als Vorwürfe mit uns nehmen?
Wir sehen, dass er seine Brüder nicht an seinen Traum erinnert.
Das ist auch bemerkenswert.
Hätte er doch tun können, das tut er aber nicht.
Wie können wir auch andere dahin erinnern, dass wir vielleicht schon vorher Dinge erkannt haben, gesehen haben?
Nein, das tut Joseph nicht.
Allerdings sind wir traurig, dass wir kein Bekenntnis der Brüder vor dem Vater finden.
Hätten sie ihm nicht bekennen müssen, was sie mit Joseph getan haben, wie sie den Vater irregeführt haben?
Das finden wir nicht.
Wie schwer tun wir uns oft, ein echtes Bekenntnis auszusprechen?