Beispiele in der Bibel
- Der Richter Ehud (Ri 3,12-30) tötete Eglon, den unterdrückenden König der Moabiter, indem er ihm ein Schwert in den fetten Bauch stieß: das Ende einer von Völlerei und Trägheit geprägten Herrschaft.
- Römer 16,18 warnt vor Gläubigen, die „nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch dienen“ und durch süße Worte und schöne Reden andere verführen. Ihr scheinbar frommer Dienst ist aber nichts anderes als verpackte Selbstbedienung.
- Philipper 3,19 beschreibt solche, „deren Gott der Bauch ist“, deren Ende Verderben und deren Ehre in ihrer Schande ist. Sie sind irdisch gesinnt und Feinde des Kreuzes Christi.
- Titus 1,12 zitiert einen kretischen Propheten: „Die Kreter sind immer Lügner, böse, wilde Tiere, faule Bäuche“. Das ist eine Zurechtweisung von Menschen, die Fabeln und falsche Gebote verbreiten.
Was bedeutet „für den Bauch leben“?
Es geht um alle Begierden – Genuss, Bequemlichkeit, Egoismus –, die zum inneren Götzen werden und Gehorsam ersetzen. Der Bauch verdrängt Gott und bringt Verderben. Statt „Was will Gott?“ fragen diese Menschen: „Was fühlt sich gut an?“. Sie tarnen sich oft fromm, führen aber ins Verderben. Das können heute sogar Gläubige sein!
Spiegel für mein Herz
Diese Warnungen prüfen mein Leben: Wo lasse ich Komfort, Laune oder Genuss den Vortritt?
Ehuds Tat erinnert uns daran: Eine solche „Bauch-Herrschaft“ endet abrupt – besser, sie jetzt durch Buße zu durchstoßen. Wo rechtfertige ich Egoismus mit frommen Worten? Dabei schade ich mir nicht nur selbst, sondern auch anderen. Ja, ich verführe sie sogar zu schlechten Gedanken und Taten.
„Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Hurerei, Unreinheit, Leidenschaft, böse Lust und die Habsucht, die Götzendienst ist“ (Kol 3,5).
Quelle: bibelpraxis.de/a9929.html