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(00:00:00) In 1. Mose 44 finden wir die Fortsetzung des Weges der Umkehr der Brüder Josefs. Wenn wir dort sehen, dass Josef demjenigen, der über sein Haus war, befahl, die Säcke zu füllen und seinen silbernen Kellchen aufzutun, gerade bei Benjamin, dann wollte er damit prüfen, inwiefern die Umkehr, die es bei den Brüdern von Josef, von Benjamin gab, wirklich ernsthaft war, nachhaltig war und dazu führte, dass sie wirklich bereit waren, zu bekennen, einzusehen, was sie damals verkehrt gemacht haben. Wir sehen auf dem Weg, wie er mit ihnen geht, wie seine Liebe ihn antreibt, obwohl er äußerlich in Härte ihnen gegenüber auftritt, aber das nur, um sie eben zu einem aufrichtigen Bekenntnis zurückzuführen beziehungsweise um zu testen, ob das wirklich vorhanden war, was er selbst ja nicht wissen konnte. Wenn wir dieses Kapitel prophetisch anschauen, dann sehen wir, dass Gott wahre Buße des Überrestes Judas in künftigen Tagen bewirken wird, über das Versagen, über die große Sünde, den Messias getötet, gekreuzigt zu haben (00:01:04) von ihren Vorgängern, dem Volk Israel. Diese sieben Schritte sind Kapitel 42 Vers 21, wo sie gemeinsam sagen, die Brüder, wir sind schuldig wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er zu uns flehte. Wir sehen also ein kollektives Bewusstsein der Buße. Wir haben als zweiten Schritt Kapitel 43 Vers 9, dass Judas bereit ist, als Bürger für Benjamin einzutreten, wenn sie zurückkehren würden zu Josef, um wieder Nahrung zu holen. Das heißt, es ist ein persönliches Zeugnis, ein persönliches Einstehen für den Bruder, der sozusagen stellvertretend für Josef, für den wahren Christus steht. Dann finden wir drittens in unserem Kapitel, in Vers 16, dass Judas zu Josef sagt, Gott hat die Ungerechtigkeit deiner Knechte gefunden. Das ist also ein öffentliches Bekenntnis dessen, was sie getan haben, nämlich dass sie ungerecht gehandelt haben, ohne dass er das jetzt hier weiter benennt. In Vers 18 finden wir den vierten Schritt der Buße, (00:02:02) wo er deutlich macht, dass Josef wie der Pharao sei. Das heißt, das ist ein Bewusstsein der Größe des Herrschers, der vor ihnen war, wie der Pharao. Das heißt, sie erkennen, der Überrest wird erkennen, dass Christus Gott ist, so wie sozusagen Josef für den Pharao steht. Der fünfte Schritt ist in Vers 20, wo wir sehen, dass Judas von Benjamin sagt, dass sein Vater ihn lieb hat. Und während das in Kapitel 37 dazu führte, dass sie Josef hassten, finden wir jetzt den total veränderten Zustand, dass sie diese Liebe anerkennen und auch bekennen, dass sie zu Recht ist. Und das löst bei ihnen eben keinen Missmut mehr aus. Sie erkennen gewissermaßen an, dass der Herr Jesus den einzigartigen Platz in dem Herzen Gottes des Vaters hat. Sechstens in Vers 33 finden wir, dass Judas bereit ist, als Knecht Gefangener bei Josef zu bleiben, damit Benjamin gehen könnte. Wir finden also die Bereitschaft, die Konsequenzen der Sünde zu tragen, die sie damals begangen haben, als sie Josef verkauft haben. (00:03:03) Und jetzt ist er bereit, als dieser Sklave bei Josef zu bleiben. Dann finden wir siebtens, dass er sagt, dass ich nicht das Unglück ansehen müsse, dass meinen Vater treffen würde, Vers 34. Das heißt, das Bewusstsein der Schuld, was sie Jakob, das heißt in dem Vorbild Gott, angetan haben. Sie haben Christus noch nicht erkannt. Wir finden interessanterweise hier, wie sie vor Josef stehen, ohne ihn zu erkennen. Das erinnert uns an Zacharja 12, wo wir die Buße finden, in den Versen 12, 10 bis 14. Und da heißt es, ich werde über das Haus David und über die Bewohner von Jerusalem den Geist der Gnade und des Flehens ausgießen, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben. Genau das erlebt das Volk hier, diese Brüder. Sie schauen auf den, den sie durchbohrt haben, aber sie erkennen das noch nicht. Sie müssen erst noch dahin geführt werden. Das ist dann Kapitel 45. Wenn wir zweitens uns anschauen, was dieses Kapitel zeigt, dann ist es Christus. Christus, natürlich in der Prophetie, der prüft, ob das Bekenntnis der Umkehr des Überrestes echt ist, (00:04:02) dass es wahr ist, dass es aufrichtig ist, dass es nachhaltig ist. Ob sie Benjamin anders behandeln als ihn. Ob sie ein Erkennen haben, dass Christus wirklich den Platz in dem Herzen Gottes hat. Wir können uns erinnern an Offenbarung 11 Vers 4, wo diese beiden Zeugen sind und wo sie umgebracht werden. Und sie werden in Offenbarung 11 Vers 4 verglichen mit den zwei Ölbäumen, die nach Zacharja 4 Christus in seinem doppelten Charakter darstellen. Und jetzt ist die Frage, wie wird der Überrest zu diesen beiden stehen, die umgebracht werden? Haben sie Mitempfinden mit ihnen? Stellen sie sich an seine Seite oder nicht? Dann sehen wir, dass Christus durch seine Liebe angetrieben wird und er in ihren Herzen natürlich alles erkennt. Er ist der wahre Josef, von dem es hier heißt, dass er alles wüsste. Es wird ausdrücklich im Blick auf Josef gesagt, dass ihm natürlich alles durch Weissagen bekannt ist. Bei dem Herrn Jesus ist das in jeder Hinsicht so, dass er alles weiß. Wir finden dann drittens hier, dass es Schritte der Buß und der Umkehr gibt, (00:05:03) die auch in dem Leben von Gläubigen notwendig sind, wenn wir auf einem falschen, auf einem bösen, auf einem verkehrten Weg sind. Es ist nötig, dass wir das Bewusstsein der Sünder haben, des falschen Weges. Es ist nötig, dass wir benennen, gegen wen wir gesündigt haben. Es ist wichtig, dass wir dann auch ein öffentliches Bekenntnis ablegen. Nicht, dass wir selbst in die Öffentlichkeit gehen, aber dass wir das Bekenntnis anderen gegenüber ablegen. Es ist wichtig, dass wir ein Bewusstsein haben, wer Christus wirklich ist und dass wir dann eine veränderte Haltung ihm gegenüber, der Sünde gegenüber und seinem Volk gegenüber zeigen. Wir müssen auch die Bereitschaft haben, Konsequenzen auf uns zu nehmen, die durch unser falsches Verhalten, durch unseren falschen Weg gekommen sind. Und dann möchte Gott uns zu einem tieferen Bewusstsein und benennen und bekennen der wahren Schuld und der wahren Schuld an Gott, an dem Herrn Jesus und an dem Volk Gottes führen. Das können wir lernen in diesem wunderbaren Kapitel.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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