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(00:00:00) In Kapitel 43 befinden wir uns in einem größeren Abschnitt, der von Kapitel 42 bis 45 reicht, wo wir sehen, wie Gott auf eine einzigartige Weise die Brüder Josephs inklusive des Vaters Jakob zu Joseph zurückbringt, wie er die ganze Familie miteinander verbindet. Hier in Kapitel 43 sehen wir, dass die Hungersnot nach wie vor schwer war im Land, das heißt auf der ganzen Erde, und dass Jakob eben erkennt, dass sie neue Nahrung brauchen und sich nicht anders zu helfen weiß, als sogar bereit zu sein, seinen jüngsten Sohn, den zweiten und einzigen von Rahel noch, der nach seiner Ansicht lebte, abzugeben, damit sie doch überleben könnten und Nahrung bekommen. Und die Brüder gehen zu Joseph und Joseph behandelt sie in einer erstaunlichen Weise. Er lässt sie mit sich essen, aber sie wissen nicht, dass er noch ein Werk an ihren Seelen vorhat zu tun und das in Härte, um zu prüfen, ob sie sich geändert haben, ob sie ein zweites Mal ihn ihrem Vater gegenüber verleugnen würden, auch ihre Tat verleugnen würden. Aber das finden wir dann erst in Kapitel 44. (00:01:03) Wir finden jetzt in Kapitel 43 weiter dieses prophetische Bild im Blick auf den Überrest Judas in künftigen Tagen. Gott wird sie durch Seelenübungen bringen und wird Seelenübungen in ihnen bewirken. Man fragt sich ja, warum auf einmal die Brüder und besonders die Verantwortlichen, Ruben und Juda, sensibel werden. Wo kommt das her, nachdem sie 20 Jahre lang keinen Gedanken an Joseph zu verschwenden verschwendet haben oder man den Eindruck hatte, dass sie da keinen Gedanken verschwendet hatten? Warum jetzt auf einmal? Und das ist allein Gottes Wirken. So wird das auch in der Zukunft sein. Man fragt sich, warum das Volk Israel jetzt 2000 Jahre eigentlich überhaupt keine Regung zeigt, sich Christus, sich Gott zuzuwenden. Aber dann werden sie allein durch das Wirken Gottes, durch das souveräne Handeln Gottes in ihren Seelen verändert werden. Und wir haben gesehen, Ruben und Juda, die Verantwortlichen, beugen sich als Erste. Nun, in der Zukunft wird es natürlich keine geben, die Verantwortung für die Kreuzigung Christi haben. Aber Gott wird die Verständigen, die Verantwortung übernehmen. Sie werden sozusagen die Rolle von Ruben und Juda übernehmen und werden das Volk belehren, (00:02:02) dass man sich beugen muss und sie werden das als Erste tun. Ja, es gibt Rettung für das Volk Israel nur dann, wenn sie wie Jakob hier Benjamin aufgeben. Sie müssen jede Hoffnung auf den wahren Benjamin aufgeben, jede Hoffnung darauf, dass sie ein Volk sind, das regieren kann, das einen König haben kann, das in Herrlichkeit sein kann. Diese Hoffnung müssen sie aufgeben. Das wird nicht das ungläubige Israel sein. Sie werden den Antichristen zu ihrem König machen. Aber dieser gläubige Überrest, der wird sich demütigen, der wird sich beugen und sie werden erkennen, wir haben keine Hoffnung, wir haben keine Anrechte, wir haben gar nichts. Und erst dann, wenn sie das tun und Jakob tat sich außerordentlich schwer, wird es Hoffnung für sie geben. In der Tat hängt alles von Gott ab. Sie kennen ihn nicht, sie kennen ihn nicht mehr. Sie kennen auch Joseph nicht, sie werden Christus nicht erkennen. Es wird immer noch die Decke auf ihrem Kopf, auf ihren Augen sein. Aber Gott wird in ihren Herzen eine Beugung bewirken und dadurch werden sie dann zu Christus geführt. Es ist, wie es hier heißt in Vers 16, dass man Schlachtvieh schlachtete und dieses Essen, dieses Festessen einführte. Erst dann, wenn sie erkennen, dass Christus für sie gestorben ist, (00:03:06) dass der, den sie an das Kreuz gebracht hat, an das Kreuz gegangen ist für sie, dann werden sie eine Zukunft haben, denn er ist die einzige Hoffnung. Hier sehen wir aber, dass sie, das heißt Jakob, immer noch versuchen, mit bestimmten Mitteln die Gunst von Joseph zu bewirken. Wir sehen, dass er von den Besten des Landes etwas mitnehmen lässt, Vers 11, und dass sie doppeltes Geld mitnehmen. Das ist diese gesetzliche Art und Weise, die sie hier an den Tag legen. Aber es kann keinen Verdienst geben. Sie sind hoffnungslos. Sie haben hoffnungslos alles verloren, weil sie Christus gekreuzigt haben. Deshalb ist es kein Wunder, dass Joseph überhaupt kein Auge auf das Geschenk richtet. Das spielt überhaupt keine Rolle, weil das Volk eben nicht in der Lage sein wird, sich die Errettung zu bewirken. Dann ist interessant, dass sie kommen wie auch alle anderen Nationen. Sie kommen wie Heiden. Das ist die Erfüllung des Buches Ruth, denn Ruth stellt diesen gläubigen Überrest vor als eine Fremde, als eine aus den Nationen. Es ist nicht mehr Gottes Volk. Und das müssen sie erkennen und das müssen sie auch beugend annehmen, bekennen, dass sie wie Nationen sind, fremd und in der Ferne. (00:04:04) Und sie erkennen, das wirken Gottes in Liebe noch nicht. Im Gegenteil, sie fürchten sich. Das ist gerade das Gegenteil, was nach 1. Johannes 4 Vers 17 und 18 in unseren Herzen ist, dass die Liebe jede Furcht austreibt. Wir erkennen hier in diesem Kapitel auch Christus. Das zweite Mal wird von Weinen gesprochen. Das zeigt, wie er ihnen herzlich zugewandt war, Joseph, und wie Christus seinem irdischen Volk herzlich zugewandt war. Das bedeutet natürlich auch bei der Wiederherstellung, ich komme gleich darauf zurück, eines Gläubigen, dass das Liebe ist, selbst wenn das Handeln Gottes hart sein muss. Ja, er hatte sie nicht vergessen, sie haben ihn vergessen. Das heißt, seine Härte, seine Zucht ist eine Zucht aus Liebe. Und er stellt sich ihnen als der Allmächtige vor, Vers 14, oder so wird er hier genannt. Und das hat immer mit dieser Erde zu tun. Das ist eben, dass das Volk Israel auf dieser Erde wieder Gott als diesen Allmächtigen anerkennen wird. Ja, Vers 43 zeigt, wie Joseph vorgestellt wird, Christus ist gut. Er ist ihnen gut, und so ist er auch im Blick auf Israel, und er ist recht im Blick auf uns. Ein drittes Thema ist die Wiederherstellung. Sie dauert an. Wir sollten nie meinen, wenn ein Geständnis ausgesprochen worden ist, (00:05:02) dann löst sich der Zustand, der böse Zustand, der verkehrte Zustand von selbst aus. Nein, es muss erst einmal ein Bewusstsein der Sünde bewirkt werden. Und das dauert seine Zeit. Dann muss man sich darunter beugen. Das dauert seine Zeit. Man muss erkennen, was man an Christus getan hat. Das dauert seine Zeit. Man muss Christus überhaupt erkennen in der ganzen Sache. Man muss erkennen, dass man schuldig ist, wie sie hier an Gott, an Joseph, an dem Vater. Wem gegenüber man überhaupt schuldig ist. Und dann muss man die liebe Christi erkennen, der auch dafür gestorben ist. Gott wird auch prüfen, Kapitel 42 Vers 11, ob sie wirklich redlich sind. Er prüft das, und in diesem Fall zeigen sie, dass sie redlich sind. Ein viertes Thema ist hier Leiden. Man sieht in Römer 5,3, dass man in Leiden ausharren bedarf. Ja, Jakob musste das lernen, und auch wir haben das immer wieder zu lernen, dass das Ausharren Bewährung bewirkt. Und dass Gott diese Bewährung bei uns auch herstellen möchte.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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