Am: Do, 11. Juni 2026
In Kapitel 42 beginnt das Handeln Gottes, die Brüder Josephs zur Buße zu führen und die Familie in Ägypten wiederzuvereinigen. Es ist ein langer, steiniger Weg. Aber die Liebe Gottes wird in der Liebe Josephs sichtbar, der weinen muss, als er den Beginn der inneren Umkehr seiner Brüder erkennen kann.
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In Kapitel 42 beginnt nun ein ganz neuer Abschnitt in dem Leben von Jakob, seinen Söhnen und
Josef.
Wir haben gesehen, dass es eine Hungersnot gab in Ägypten, aber nicht nur in Ägypten,
sondern auf der ganzen Erde.
Aber während es in Ägypten Segen gab, gab es in den anderen Ländern nur diese Hungersnot
auch in Kanaan.
Und Gott benutzt nun genau diese Hungersnot, um Jakob mit seinen Söhnen zurückzubringen
zu Josef.
Und das ist erstens ein großes Kapitel der Prophetie.
Es muss uns immer wieder beeindrucken, in was für einer sogar präzisen, außerordentlich
präzisen Weise Gott in diesen geschichtlichen Ereignissen die Zukunft seiner Rückführung
des jüdischen Überrestes und des Volkes Israel an sein Gottesherz vorstellt und vorzeichnet.
Wir sehen, dass Josef verherrlicht ist, so wie Christus jetzt verherrlicht ist zur Rechten
Gottes.
Die Brüder kommen zu Josef, wie wir das sehen, in Vers, den ersten Versen von Kapitel 42
und sie erkennen ihn nicht.
Das heißt in Vers 6. (00:01:13)
Das heißt, Israel wird den Herrn noch gar nicht erkennen, wenn er mit ihnen beginnt
zu wirken.
Ja, es wird eine Hungersnot auf dieser Erde geben, durch die Gott in einer Drangsal,
in der Drangsal, sein irdisches Volk zurückbringen wird.
Wir lesen in Hosea 2, in Vers 8.
Das Volk Israel wird nicht, auch der Überrest zunächst, erkennen, was das für ein Weg
ist, den Gott mit ihnen geht.
Sie müssen das erst lernen.
Vers 11.
Sie werden wirklich eine Hungersnot erleben.
Aber dann Vers 16. (00:02:02)
Und genau das finden wir vorgestattet, hier in diesem Kapitel, was wir vor uns haben.
Denn Christus kennt sie, so wie Josef seine Brüder sofort erkannte, so kennt auch der
Herr Jesus sein Volk und er führt sie zurück.
Es wird alles Gnade sein.
Sie haben keinen Verdienst, dieser Überrest.
Sie haben ihren eigenen Messias gekreuzigt, verworfen, so wie das die Brüder getan haben
mit Josef, die ihn einfach verkauft haben, die ihn in die Grube gelegt haben.
Kein Verdienst, reine Gnade, reine Barmherzigkeit.
Es werden schwere Übungen sein, wie sie in Matthäus 24 Vers 21, große Drangsal und
in Jeremia 30 Vers 7, die Drangsal Jakobs genannt werden.
Und die Wiederherstellung setzt voraus, dass der Christus, der jetzt verherrlicht zur rechten
Gottes im Himmel ist, Josef, im Bild, und der Christus, der als Regent in Israel regieren
wird, das ist Benjamin, der auf der Erde inmitten des Volkes regiert, dass sie vereint werden.
Und dieser Weg wird jetzt hier beschritten.
Wir sind noch nicht so weit, denn Jakob hat ja Benjamin nicht mitgeschickt.
Aber das wird nötig sein, dass Christus in diesem doppelten Charakter, verherrlicht zur (00:03:01)
rechten Gottes, Haupt der Versammlung und der, der regiert in Israel, zusammengeführt wird.
Und wenn das geschieht, wenn der Jesus nämlich kommen wird auf dieser Erde, dann wird es
auch die Befreiung für Israel geben.
Wir lesen hier, in was für einer ehrlichen Art und Weise die zehn Brüder von Josef über
ihre Vergangenheit sprechen in den Versen 9 bis 17.
Das Volk Israel wird zu einem ehrlichen Volk werden.
Und sie werden auch die ersten Zeichen von Buße zeigen, Vers 21 bis 23 sehen wir das,
wo sie sagen, wir sind schuldig wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen.
Und dann heißt es, sein Blut wird auch gefordert, Vers 22 am Ende.
Das heißt, dass wir wirklich hier erste Seelenübungen sehen.
Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Simeon in Gefangenschaft geht, Erhörung
bedeutet sein Name, das heißt, das ist das Sinnbild von Gebet, dass sie zu Gebet geführt
werden, dass sie in Übungen des Gebetes der Beugung der Demütigung geführt werden.
Ja, sie erkennen Gottes Wirke noch nicht.
Wir sehen in Vers 25 Vers 28 und Vers 35, dass wenn Josef dafür sorgt, dass sie Geld (00:04:02)
zurückbekommen, sie eigentlich erkennen müssen, da ist Gnade tätig, aber das erfassen sie
noch nicht.
So wird das auch bei dem Überrest eine Zeit dauern, bis sie dahin geführt werden.
Nein, es wird zunächst einmal ein Überrest in dem Herzen bewegt, wie wir das hier bei
den Szenen sehen.
Und dann später finden wir, dass dann ganz Israel zurückgeführt wird und das finden
wir, wenn dann auch Jakob nach Ägypten geführt wird.
Wir finden aber zweitens auch Christus vorgestellt und zwar finden wir hier, dass er weint, das
heißt in Vers 24, und Josef weinte.
Das zeigt die Liebe des Sein Jesus.
Er muss züchtigend eingreifen, aber es ist eine Liebe in Zucht, selbst wenn er hart redet.
Wir lernen etwas über die Seelenangst, Vers 21, die Josef hatte.
Ja, da muss der Überrest erst noch hingeführt werden.
Aber dass er erkennt, dass Christus Gott ist und dass sie damit ihren eigenen Gott, ihren
Messias, in diese Situation gebracht haben, gekreuzigt haben.
Aber es zeigt etwas, was den Herrn Jesus bewogen hat, was in seinem Innern gewesen ist, als
er dort, wenn wir angezählmäßig denken, vor Gott gewesen ist.
Jetzt ist er verherrlicht im Himmel, so wie Josef der Verherrlichte war, zum Segen der (00:05:04)
Nationen.
Hungersnot in Israel heute.
Sie haben nichts, aber wir dürfen in Christus als Nationen dürfen wir Segen haben, selbst
in der Zeit der Hungersnot.
Drittens finden wir Wege der Wiederherstellung.
Sünde muss erstens erkannt werden, sie muss zweitens eingesehen werden, sie muss drittens
bekannt werden und dann müssen wir erkennen, was das eigentlich im Blick auf Christus bedeutet,
dass wir sündigen.
Und dann erkennen wir, dass es reine Gnade ist, die uns wiederherstellt auf einem Weg,
der verkehrt war und dass er der Wirkende ist.
Wunderbare Etappen auf dem Weg der Wiederherstellung, die wir immer wieder erleben durften.
Und dann lernen wir auch etwas praktischerweise, viertens, über uns als Eltern.
Sind wir nicht manchmal so Helikoptereltern mit einer Überbeschützung unserer Kinder,
so wie Jakob seinen Sohn Benjamin nicht gehen lassen wollte?
Auch da müssen wir lernen, unsere Kinder freizugeben.
Wir können sie nicht total beschützen.
Jakob musste das lernen und vielleicht müssen auch wir das manchmal lernen.