Am: Di, 9. Juni 2026
In 1. Mose 41 wendet sich "das Blatt". Joseph wird aus dem Gefängnis geholt und wird zum Retter der Welt. Kein Zweifel - damit ist er ein großartiges Vorbild auf den Herrn Jesus. Und nicht nur das ...
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Wenn wir jetzt zu Kapitel 41 kommen, ändern sich die Dinge dramatisch.
Das Kapitel wird eingeleitet.
Wir finden ja in diesem Kapitel, dass der Pharao zwei Träume hat.
Einmal sieben fette Kühe, die von sieben hässlichen Mageren aufgefressen werden und
dann finden wir einen zweiten Traum, dass sieben herrliche, große, fette, schöne Ähren
von sieben mageren, versenkten, durch einen versenkten Ostwind, abgemagerte Ähren dann
die fetten Ähren verschlingen und der Pharao versucht auf seine Art und Weise diese Träume
zu deuten.
Er ist in Unruhe, weil Gott das bewirkt hat, aber es gibt niemand, der das deuten kann, (00:01:04)
als nur Joseph, der dem obersten der Mund schenken jetzt endlich nach zwei Jahren in den Sinn
kommt und so enthüllt Joseph diese Geheimnisse im Blick auf diese Träume und zeigt, was
Gott tun würde, dass er sieben wunderbare, herrliche Wohlstandsjahre bringen würde,
die abgewechselt würden von sieben furchtbaren Hungersnotzeiten, Jahren, in denen man sich
nicht mal mehr erinnerte, was in dieser guten Zeit gewesen ist.
Und der Pharao erkennt zusammen mit seinen Knechten, dass nur einer in der Lage ist,
das Land jetzt durch diese schwierige Zeit zu führen, nämlich Joseph.
Darin haben wir also zweitens die Prophetie in diesem Kapitel.
Wir finden zwei Jahre, die Joseph noch im Gefängnis ist und das erinnert uns an die Gnadenzeit.
Sie wird immer wieder im Neuen Testament durch die Zahl zwei vorgestellt.
Die Zahl zwei meint nicht 2000 Jahre, ganz gewiss nicht, wir haben jetzt 2000 Jahre Gnadenzeit
aber die Zahl zwei spricht von der Gnade, zum Beispiel in Lukas 10 Vers 35, wo wir (00:02:01)
sehen, dass der barmherzige Samariter zwei Denare am folgenden Tag hervorzog und sie
dem Wirt gab und sprach, trage Sorge für ihn und was irgendwo noch dazu verwenden wirst,
werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme.
Diese Zahl zwei spricht von der Gnadenzeit, in der wir leben, wie lange auch immer sie
dauern mag, sie kann heute zu Ende sein.
Prophetie heißt hier aber auch, dass es eine gewisse Überlappung gibt.
Die sieben Jahre des Überflusses sind ebenfalls die heutige Zeit.
Heute leben wir in geistlichem Überfluss, wir dürfen in Christus alles besitzen.
Es gab keine Zeit, wo es so eine herrliche Ernte, so eine herrlich reiche Zeit gab wie
heute und das wollen wir genießen und da wollen wir investieren.
Diese Zeit wollen wir nutzen, auch für schwierige Zeiten in unserem Leben.
Und dann kommt die 70.
Jahrwoche Daniels, wieder sieben Jahre und das sind jetzt die mageren Jahre, wie sie
in Daniel 9 als diese 70.
Jahrwoche dargestellt werden und das wird sein für die ganze Welt.
Der Herr Jesus sagt in seinem Brief an Philadelphia in Offenbarung 2 in Vers 10: "... weil du das Wort (00:03:03)
meines Ausharrens bewahrt hast, werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung,
die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf der Erde wohnen".
Es kommen sieben Jahre, furchtbare Jahre über die ganze Erde, aber wir finden eben in Daniel,
dass es ganz besonders für Israel sein wird, sieben Jahre und noch stärker diese Drangsal
Jakobs, diese große Drangsal, die zweiten dreieinhalb Jahre.
Das wird so furchtbar sein, dass man sich nicht mal mehr erinnern wird an gute Zeiten
zuvor.
Das können wir uns nicht vorstellen, aber Gottes Wort sagt das hier und stellt das als
Weissagung dar.
Ein drittes Thema hier ist natürlich Christus.
Heute ist er, wie damals Joseph, in Israel verworfen.
Auch in der Welt.
Auch die Welt hat ihn verworfen, er sitzt im Gefängnis.
Aber da gibt es einen Gott, der hier vorgebildet wird durch den Pharao, der ihn erheben wird
über alles und der ihm diesen wunderbaren Namen geben wird, Zaphnat-Pahneach, der wohl
übersetzt heißt, man kann das nicht genau spezifizieren, erstens "Retter der Welt" und
genau so wird der Herr Jesus von den Samaritern in Johannes 4 genannt, Johannes 4 Vers 42: (00:04:03)
"Wir selbst haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Heiland (as heißt der Retter)
der Welt ist".
Und dann heißt dieser Name Zaphnat-Pahneach auch noch übersetzt "Offenbarer von Geheimnissen",
das ist der Herr Jesus.
Er hat uns im Neuen Testament alle Geheimnisse, die Gott uns offenbaren wollte, kundgetan.
In ihm sind diese Geheimnisse deutlich geworden, der Apostel Paulus und die anderen Apostel
durften sie uns mitteilen, weil Christus sie ihnen durch den Heiligen Geist offenbart hat.
Dann finden wir hier natürlich den Weg des Herrn Jesus von Leiden zur Herrlichkeit.
Er musste erst leiden und ist dann verherrlicht worden.
Wir sehen hier, dass Joseph in der Zeit der Verwerfung von Israel seine Frau bekommt,
das ist Asnat und das zeugt von der Versammlung.
Der Vater Gott, der Vater hat ihm die Versammlung geschenkt und in der Versammlung finden wir
dann durch die Söhne erstens Manasse "der vergessen macht", dass sozusagen Gott durch
die Versammlung dafür sorgt, dass die Leiden hier in seinem irdischen Volk vergessen werden
und Ephraim "doppelte Fruchtbarkeit". (00:05:01)
Er wird wirklich große Frucht einfahren, nicht nur durch die Versammlung, sondern später
auch durch Israel.
Wir sehen hier auch, dass er unter dem Pharao gestellt ist und das ist großartig.
Der Herr Jesus, obwohl er Gott ist, der ewige Sohn Gottes und ewig Gott bleiben wird, dem
Vater gleich und dem Heiligen Geist gleich, nimmt doch eine Position für uns unter Gott
ein als der verherrlichte Mensch, um uns zu segnen.
Dann finden wir viertens noch praktische Punkte.
Wir lernen ausharren.
Joseph wusste ja nicht, wann er erhört wurde, er musste zwei Jahre Tag für Tag ausharren
und warten und warten.
Sind wir bereit auszuharren?
Er bleibt demütig.
Er sagt, nicht er würde die Träume deuten, sondern Gott deutet sie.
Was für eine Demut von diesem hochgestellten Mann.
Und dann lernen wir auch etwas über Staatskunde.
Wir finden, dass hier ein Fünftel zur Seite gestellt wird.
Das ist ein wunderbares Steuersystem, das sich auf 20 Prozent beschränkt.
Gottes Steuersystem ist immer das Beste, das er hier durch Joseph eingeführt hat.