Geöffnete Himmel (2)

Lesezeit: 3 Min.
  • Bei der Taufe des Herrn Jesus (Mt 3,16; Mk 1,10; Lk 3,21)
  • Bei der Steinigung des Stephanus (Apg 7,56)
  • Während der Verzückung des Petrus (Apg 10,11)
  • Bei der öffentlichen Erscheinung des Herrn Jesus (Off 19,11)
  • Während des Tausendjährigen Reiches (Joh 1,51)

Bei der öffentlichen Erscheinung des Herrn Jesus

Auch Johannes, der Seher, blickte in den geöffneten Himmel. Er sah den Herrn Jesus in seiner richterlichen Herrlichkeit auf einem weißen Pferd aus dem Himmel treten. Johannes sah ferner, wie Er richtete und Krieg führte in Gerechtigkeit (Off 19,11-16).

Diese himmlische Szene stellt den Augenblick vor, an dem Gott den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis einführen wird (Heb 1,6). Gott hat nämlich einen Tag festgesetzt, an dem Er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den Er dazu bestimmt hat (Apg 17,31). Und dieser Mann wird der einst verachtete Jesus von Nazareth sein. Die Menschen dieser Welt sahen Ihn zum letzten Mal, als Er am Kreuz hing. Umso größer wird ihr Erstaunen und ihre Verwunderung sein, wenn Er einmal aus den Himmeln wiederkommen wird! In Offenbarung 1,7 heißt es: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme des Landes“. Und in Matthäus 24,30 lesen wir: „Und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit“.

Was für ein feierlicher Augenblick wird das sein! Er, der einst als Heiland der Welt in Demut und Niedrigkeit kam, um am Kreuz zu sterben, wird einmal als Richter der Welt wiederkommen. Er, der am Kreuz freiwillig den niedrigsten Platz einnahm, wird den höchsten Platz auf der Erde einnehmen. Er, der von allen verachtet und geschmäht wurde, wird von allen geehrt werden. Dann wird Ihm von allen die Herrlichkeit und Ehre gebracht, die Ihm kraft der Würde seiner Person und seines vollbrachten Werkes in Ewigkeit gebührt. Er – und Er allein – ist der König der Könige und Herr der Herren (Off 19,16).

Während des Tausendjährigen Reiches

In seiner Unterhaltung mit Nathanael verweist der Herr Jesus auf die Zeit des Tausendjährigen Reiches. Nathanael hatte den Herrn Jesus als Sohn Gottes und König Israels erkannt. Doch er würde Größeres als dieses sehen: Er würde den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen (Joh 1,49-51).

Während jener herrlichen Zeit des Tausendjährigen Reiches werden die Himmel geöffnet sein und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen (vgl. 1. Mo 28,12). Der Herr Jesus wird Mittelpunkt und Verwalter in Gottes Universum sein. Engel werden ihren Dienst vor Ihm und für Ihn ausüben. Jeder Dienst wird von Ihm ausgehen und in Abhängigkeit von Ihm ausgeübt werden. Das ganze Universum wird Ihm unterworfen sein.

An jenem Tag werden die Himmel geöffnet sein – Himmel und Erde werden nicht mehr moralisch voneinander getrennt sein, sondern eine Einheit bilden. Es wird ein reger Austausch zwischen beiden Bereichen stattfinden: Segensströme werden vom Himmel auf die Erde fließen, und Dank und Anbetung werden von der Erde in den Himmel aufsteigen. In jener Zeit wird der Herr Jesus der Mittelpunkt und Ausgangspunkt jedes Segens und jeder Herrlichkeit sein – sowohl im Himmel als auch auf der Erde. Dann wird sich erfüllen, wovon Jesaja schreibt: „Das Wohlgefallen des Herrn wird in seiner Hand gedeihen“ (Jes 53,10). Es wird eine Zeit unaussprechlichen Segens sein!

Zusammenfassung

Im Neuen Testament finden wir fünf Mal geöffnete Himmel. Aus diesen Begebenheiten wollen wir folgende Punkte festhalten:

  • Wenn die Himmel sich im Neuen Testament öffnen, steht Christus und seine Herrlichkeit im Mittelpunkt.
  • Die geöffneten Himmel bekunden das Wohlgefallen des Vaters über seinen Sohn.
  • Die geöffneten Himmel beleuchten die Stellung und den Dienst des Herrn Jesus zu verschiedenen Zeiten.
  • Stephanus, Petrus und Johannes blickten in den geöffneten Himmel.
  • Stephanus wurde angesichts seines bevorstehenden Märtyrertodes ermutigt, Petrus wurde anhand eines Gesichts unterwiesen und Johannes wurde die zukünftige richterliche Herrlichkeit des Herrn Jesus gezeigt.
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