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(00:00:00) In 1. Mose 40 wird die Begebenheit Josefs aus 1. Mose 39 fortgeführt. Er ist immer noch der Verworfene, er ist immer noch der Gefangene, er sitzt in dem Gefängnis und in diesem Kapitel lesen wir, wie durch eine Sünde, jedenfalls durch den Verdacht, in dieser Hinsicht durch den Pharao, den König von Ägypten, sowohl der oberste der Bäcker als auch der oberste der Schenke zu ihm in das Gefängnis kommen. Sie träumen und er deutet ihre Träume und es trifft genauso ein, aber derjenige, der beiden, der freigelassen wird und wieder in sein Amt zurückkommt, nämlich der Mundschenk, er vergisst Josef. Diese Begebenheit zeigt uns natürlich weiterhin, wie Christus gelitten hat. Das wird vorbildlich an dem Leben von Josef dargestellt. Wir denken zum Beispiel daran, dass der Herr Jesus, wie hier im Gefängnis, inmitten von diesen beiden Übeltätern, inmitten der Übeltäter am Kreuz hing. Das heißt in Markus 15 in Vers 27 über diejenigen, die am Kreuz hingen, und mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, einen auf der rechten und einen auf der linken Seite. Ähnlich finden wir in Lukas 23, wie es heißt in Vers 37 oder Vers 39. (00:01:07) Einer aber der gehängten Übeltäter lästerte ihn und sagte und so weiter. Er war inmitten derer, die böse waren. So heißt es auch in dem Propheten Jesaja 53 Vers 12, dass er den Übertretern oder den Abtrünnigen beigezählt worden ist. Das ist unser Herr, da hat man ihn hingesetzt. Er ist der Offenbarer der Geheimnisse. Wir sehen hier, wie er zwei Träume deutet. Es sind die Träume 3 und 4, die er bekommt. Die ersten beiden Träume sind sozusagen die Einleitungen in sein Leben, Kapitel 37. Und hier finden wir jetzt, wie er zwei weitere Träume, die er nicht selber bekommen hat, sondern eben der Bäcker und der Mundschenk, wie er sie deutet. Und wir können uns erinnern an Johannes 4 in Vers 39, wo die Frau am Jakobsbrunnen sagt. Aus jener Stadt aber glaubten viele von den Samaritern an ihn, um des Wortes der Frau willen, die bezeugte, er hat mir alles gesagt, was ich getan habe. Ja, der Jesus konnte sogar die Zukunft vorhersagen. Wir sehen hier auch, wie er geduldig ist und Josef und in seinen Leiden wirklich hingegeben ist. (00:02:05) Während aber Josef immerhin darum bittet, dass der Mundschenk, wenn er wieder erhoben würde, Güte an ihm erwiese und ihn beim Pharao erwähne, finden wir das nicht bei dem Herrn Jesus. Er duldete klaglos, ohne irgendwie etwas für sich einzufordern. Wir denken natürlich auch daran, dass diese beiden hier uns die Kreuzeszene vormalen, wo der Herr Jesus eben inmitten von zwei Übeltätern war. Hier war Josef natürlich länger im Gefängnis. Wie lange diese beiden bei ihm war, wissen wir nicht. In Vers 4 heißt es eine Zeit lang. Der Jesus war in diesen sechs Stunden am Kreuz inmitten dieser beiden Räuber. Und wir sind immer wieder überrascht schon über Josef. Obwohl er selbst in Leiden war, fand er die Worte der Gnade für diesen Mundschenk. Und obwohl der Herr Jesus in furchtbaren Qualen dort am Kreuz hing, finden wir, dass er Worte der Gnade nicht nur zu diesem einen Räuber neben ihm ausgesprochen hat, sondern dass das, was er dort gesagt hat, voller Gnade war. Ja, wir können wirklich sagen, dass der Herr Jesus in der Grube gewesen ist. (00:03:01) Josef spricht davon, sie haben mich in den Kerker, das heißt in die Grube gesetzt. Und in Kapitel 37 war das ja buchstäblich so, als seine Brüder ihn dort hingebracht haben. Da lesen wir in Kapitel 37 in Vers 24, und sie warfen ihn in die Grube. In Psalm 88 finden wir, dass das prophetisch im Blick auf den Überrest gesagt wird. Und der Jesus hat die Leiden des Überrestes ja auf sich genommen. Psalm 88 Vers 5, da lesen wir, Auch bei dem Herrn Jesus wissen wir, dass er vergessen worden ist. In Psalm 69 lesen wir davon, in Vers 21, dass gesagt wird, Und wir denken auch an diese vorbildliche Begebenheit in Prediger, Kapitel 9, wo es dann heißt in Vers 15, dass ein Mann, ein weiser Mann, eine ganze Stadt rettete. Es fand sich darin ein armer, weiser Mann, der die Stadt durch seine Weisheit rettete, (00:04:03) aber kein Mensch erinnerte sich an diesen armen Mann. Man vergaß ihn. Wir müssen auch daran denken, dass diese Begebenheit nicht nur ein Bild ist von den Leiden damals am Kreuz, sondern auch heute ist der Herr Jesus der Verworfene und ist der Vergessene. In dieser Welt will man ihn nicht, man denkt nicht an ihn. Zweitens dürfen wir natürlich in diesem Kapitel ein prophetisches Bild des Überrestes sehen, dessen Leiden der Herr Jesus damals schon trug und vorwegnahm. Ja, sie werden von Gott und von Christus gestützt werden in den Leiden, wenn wir entrückt sein werden und dieser Überrest in diesen Leiden sein wird. Dann finden wir hier drittens die Botschaft des Evangeliums. Sie richtet sich an alle Menschen, aber leider glaubt nur ein Teil. Wir denken also an Stellen wie Römer 8, Römer 3, wo der Apostel Paulus genau das ausdrückt, in Vers 22. Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus gegen alle. Das heißt, er sagt beiden die Botschaft und auf alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt, wie auch dieser Mundschenk. (00:05:03) Oder wir denken an 2. Korinther 2 Vers 14, wo im Blick auf die Botschaft gesagt wird, 2. Korinther 2 Vers 14, Gott aber sei Dank, der uns alle Zeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart. Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi in denen, die errettet werden und in denen, die verloren gehen. Den einen ein Geruch vom Tod zum Tod, den anderen aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Das haben diese beiden erlebt. Und da wollen wir nicht vergessen, viertens, dass auch wir fragen müssen, ob wir vergesslich sind. Der Jesus hat gesagt, tu dies zu meinem Gedächtnis. Tun wir das, das Gedächtnis mal, nehmen wir es jeden Sonntag ein zu seinem Gedenken, zu seiner Verherrlichung. Und wie gehen wir mit Menschen um? Vergessen wir sie? Wie der Munchenk Josef Vergaß, Gott nutzte das. Damit es nicht ein Akt der Gnade ist, sondern des Eingreifens Gottes. Und doch sind wir auch oft so undankbar.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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