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(00:00:00) 1. Mose 39 steht in einem totalen Kontrast zu dem Kapitel 38, wo wir Juda finden in seiner Unmoral, in seiner Gleichgültigkeit, in seiner Gewissenlosigkeit. In Kapitel 39 finden wir, dass Joseph nach Ägypten hinabgeführt wird und zu Potiphar kommt, der ihn kauft als ein ägyptischer Mann und in dessen Haus Joseph dann Sklave ist und sich in seiner Treue erweist. Dann finden wir zweitens, wie die Frau Potiphars versucht, Joseph zu verleiten, mit ihr intim zu werden und Joseph in seiner Treue das ablehnt und dafür in das Gefängnis kommt und ein Gefängnis, das ganz gewiss nicht unseren Gefängnissen heute entspricht und trotzdem finden wir die Treue von Joseph und in dem ersten Fall, wo er bei Potiphar ist und auch in diesem letzten Fall finden wir, in was für einer großartigen Weise Gott ihm zur Seite steht und alles gelingen lässt, was er tat. Was können wir aus diesem Kapitel lernen? Erstens, Joseph ist ein wunderbares Vorbild auf Christus und das ist das Schönste, was (00:01:04) uns überhaupt in der Bibel begegnet, dass wir auch im Alten Testament wunderbare Hinweise auf den Herrn Jesus finden. In Kapitel 37 haben wir gesehen, dass Joseph von seinen Brüdern verworfen wurde. Das weist auf die Leiden des Herrn Jesus von Seiten der Juden hin. Hier in diesem Kapitel sehen wir, dass er auch inmitten der Ägypter verworfen wird. Das weist auf die Leiden des Herrn Jesus hin von Seiten der Nationen. Und das Ganze finden wir ja schon in Johannes 1 ausgedrückt, wenn der Herr Jesus sagt, dort in Vers 10 oder der Evangelist das ausdrückt: "Er war in der Welt und die Welt wurde durch ihn und die Welt kannte ihn nicht". Das heißt, sie hatte keine Beziehung zu ihm. Dann Vers 11: "Er kam in das Seine und die Seine nahmen ihn nicht an". Er wurde auch inmitten seines eigenen Volkes verworfen, während es in dem Volk der Juden, wo es um Feindschaft ging, um Hass ging, ging es inmitten der Nationen um Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber dem Herrn Jesus. (00:02:03) In beiden Fällen finden wir Gewalttat und Brutalität. Wenn wir unser Kapitel einmal kurz anschauen, dann sehen wir in Vers 1, er wurde verkauft, Joseph. Der Herr Jesus wurde überliefert in die Hände von Nationen, von Pilatus. In Vers 2 sehen wir, wie Joseph treu war und alles ihm gelang. So finden wir, dass der Herr Jesus in allem, auch in den Leiden und gerade in den Leiden treu war und Gott mit ihm ging, der Vater ihn nicht allein ließ. In Vers 4 sehen wir, dass Joseph Gnade fand in den Augen von Potiphar und ihm diente. Wir finden, dass die Menschen bei dem Herrn Jesus seine Treue erkannten, auch dass Gott mit ihm war und vielfach auch seine Unschuld bezeugten, wenn wir an Pilatus denken, an die Frau von Pilatus, wenn wir auch an den Hauptmann denken. In Vers 5 sehen wir, wie Gott das Haus des Potiphars um Josephs Willen segnete. Ja, das können wir auch sagen im Blick auf den Herrn Jesus, wer ihn annahm, der wurde (00:03:01) gesegnet. Ab Vers 7 ist davon die Rede, dass nach diesen Dingen etwas geschah, das heißt, es findet eine neue Zeit statt, die jetzt anbricht. Und was sehen wir? Dass der Joseph jetzt hier in moralischer Hinsicht versucht wird. Wir können das im Blick auf den Herrn Jesus sagen durch den Teufel, wie er versuchte, ihn moralisch von Gott wegzubringen oder wie Petrus, den der Herr Jesus einmal nennen muss "geh hinter mich, Satan", auch versuchte ihn von dem Weg des Gehorsams abzubringen. Vers 10 zeigt, dass Joseph Tag für Tag von der Frau des Potiphar versucht wurde. Und es lässt uns daran denken, dass der Herr Jesus drei Jahre lang in seinem Dienst, ununterbrochen von den Pharisäern, von seinem eigenen Volk, von dem Teufel, letztendlich versucht worden ist, um ihn von dem Weg der Treue abzubringen. Aber wir finden Vers 14, wie Joseph treu war, auch als diese Frau ihn Tag für Tag versuchte. Das hat ihn dahin geführt, dass er verurteilt wurde und ins Gefängnis kam. So finden wir das auch bei dem Herrn Jesus. Für seine Treue wurde er angeschuldigt und kam er letztlich in Gefangenschaft. (00:04:04) Vers 19 zeigt, dass da falsche, böse Zeugen aufgetreten sind gegen Joseph, denn er hatte nichts Verkehrtes getan. Wie sehen wir das auch bei dem Herrn Jesus, dass falsche Zeugen gegen ihn auftraten? Und wir denken an Stellen wie Psalm 35, wo es heißt in Vers 11 "ungerechte Zeugen treten auf. Was ich nicht weiß, fragen sie mich. Sie vergelten mir Böses für Gutes, verwaist es meine Seele". Der Herr Jesus war ganz einsam da. Dann finden wir in Vers 20, dass er gefangen genommen wurde und dass das nicht irgendein Gefängnis war, finden wir im Psalm 105 Vers 19, wo es heißt, Vers 18 "... man presste seine Füße in den Stock". Er kam in das Eisen, das heißt, das muss wirklich mit großem Leiden gewesen sein. Aber Vers 21 "Gott war mit ihm" und so war das auch bei dem Herrn Jesus, in boshafter, in grausamer Weise wurde er misshandelt, aber Gott war mit ihm. Wir denken jetzt nicht an die drei Stunden der Finsternis, wo er unsertwegen gerichtet wurde. Wir können natürlich auch praktische Anwendungen dieses Kapitels auf uns machen. (00:05:01) Wir sehen das regierende Handeln Gottes mit einem Gläubigen, was eben durchaus nicht immer Böses voraussetzt, wie wir hier bei Joseph sehen, dass seine Treue geprüft wurde und Gott das zuließ, um ihn geistlich wachsen zu lassen für spätere Aufgaben. Wir denken an Römer 8 Vers 28, dass uns alle Dinge zum Guten mitwirken, das wollen wir nie vergessen. Wir wollen uns fragen, wie wir mit Versuchungen umgehen, so wie Joseph. Der Apostel Paulus sagt "flieht die Hurerei", macht den größtmöglichen Bogen darum. Das hat Joseph getan und wir fragen uns, wie gehen wir mit langer Verwerfung um, mit Leiden, die lange andauern? Joseph war und blieb treu. Und die Frage ist, kann sich Gott zu uns bekennen? Sind wir so treu, ob es uns gut geht oder in schwierigen Tagen wie bei Joseph? Er ist da wirklich ein schönes Vorbild für uns, treu und hingegebungsvoll zu sein.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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