Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) Nachdem wir in 1. Mose 37 dieses leuchtende Vorbild Josefs im Blick auf den Herrn Jesus gesehen haben, könnte die Geschichte nicht dunkler und trauriger fortbestehen als in Kapitel 38. Wir lesen und es geschah zu jener Zeit, dass Judah von seinen Brüdern hinabzog und zu einem Mann von Adulam einkehrte mit Namen Hira. Und Judah sah dort die Tochter eines kananitischen Mannes mit Namen Shua und er nahm sie und ging zu ihr ein. Erstens finden wir zu jener Zeit, das macht deutlich, es geht um einen Vergleich. Und was ist der Vergleich hier? Dieser treue, hingebungsvolle, gehorsame, vorbildliche Josef steht Judah, der der Führer unter seinen Brüdern war, der eigentlich dafür verantwortlich war, dass Joseph verkauft wurde, entgegen und gegenüber. Und wir sehen auf der einen Seite die moralische Reinheit, vorbildlich im Blick auf die Person des Herrn Jesus, und auf der anderen Seite diese Unmoral, diese Bosheit, diese traurige Moral, die wir bei Judah in diesem Kapitel finden. Dieses Kapitel, was eigentlich von vorne bis hinten nur abscheulich in dem ist, (00:01:01) was Gott über Judah und seinen Nachkommen und seine Ehe und seine zweite Verbindung in Hurerei mitteilen muss. Das führt zweitens dazu, dass wir hier in Judah ein Vorbild sehen auf das Volk Israel, auf die Geschichte des Volkes Israel, ganz besonders in der heutigen Zeit. Wir finden erstens, wie wir gelesen haben, dass er weg von den Brüdern ging. Es ist die Trennung. Zehn Stämme in zwei Stämmen und zwei Stämme. Wir finden zweitens, dass er hinabging. Das ist der geistliche Weg Israels. Es ist ein Weg hinab, der auch heute noch nicht seinen Tiefpunkt gefunden hat, sondern erst in der großen Drangsalszeit, wenn sie den Antichristen als ihren König akzeptieren werden. Wir finden drittens die Verbindung Israels zu der Welt. Eigentlich hatte Gott dieses Volk abgesondert, aber jetzt verbinden sie sich mit Kanaan. Das ist ein Volk, was Kaufleute waren, so heißt das Wort auch übersetzt. Wir finden in Schua, der Frau, die Judah heiratet, wahrscheinlich als Übersetzung Reichtümer. Damit hat sich Israel verbunden. Damals schon und deshalb hat Gott sie ein erstes Mal weggeführt und heute ist das so. Israel ist verbunden, ist vermischt mit dieser Welt. (00:02:02) Wir sehen viertens die Früchte in den Söhnen Judas. Bosheit, Eigenwille, Egoismus. Und das ist genau das Kennzeichen des Volkes Israel, seitdem sie sich von Gott losgesagt haben. Wir finden fünftens die Zucht Gottes, die über das Volk gekommen ist. Er tötet den erstgeborenen Ger, er tötet auch den zweiten Onan, der sich verderben ließ. Wir finden Zucht und Tod, wie er das durchgängige Merkmal dieses Volkes bis in die heutige Zeit ist. Wir finden sechstens, dass eigentlich keine Umkehr stattfindet, sondern dass sie weiter fortschreiten in dem Bösen, wie Judah hier zur Hurerei kommt und zu einer Prostituierten eingeht. Wir finden siebtens, dass es sichtbare Zeichen des verkehrten Handelns gibt. Er muss ja seiner Schwiegertochter, die als Prostituierte verkleidet ihn verführt, muss er einem ein Pfand geben, seinen Siegelring, die Schnur und seinen Stab. Sichtbare Zeichen seines verkehrten, bösen, boshaften Handels. Wir finden achtens, dass hier von Gespött die Rede ist in Vers 23. Genau das ist das Volk Israel geworden. Es ist ein Gespött für diese Welt geworden in vielfacher Hinsicht. (00:03:05) Wir finden dann neuntens, dass er in Selbstgerechtigkeit nicht seine eigene Schuld der Hurerei eingesteht, sondern seine Schwiegertochter, mit der er gehort hat, diese Hurerei bezichtigt und sie umbringen lassen möchte, sie richten lassen möchte mit Feuer. Was für eine Selbstgerechtigkeit, die das Merkmal dieses Volkes bis heute ist. Wir finden dann, als er erkannte, dass er selber für die Schwangerschaft verantwortlich war, dass ein erstes vages Bekenntnis gezeigt wird. Sie ist gerechter als ich für 26. Eigentlich hätte er sagen müssen, ich bin schuldiger als sie, denn Schuld lag auf beiden. Wir finden elftens, dass in den Nachkommen durch seine Schwiegertochter, nämlich Peretz und Serach, Hoffnung kommt. Peretz, Bruch, Riss, das ist ein Bewusstsein, was für ein Bruch entstanden ist zwischen ihm und Gott. Und dann Serach, Aufgang, Glanz, wenn wir das mit Jesaja 60 Vers 1 verbinden, das ist dann die Hoffnung, die es für dieses Volk geben wird. Und dann finden wir zwölftens, dass der Anstoß letztlich zur Umkehr durch die Sünde in Verbindung mit seiner Schwiegertochter kommt. (00:04:06) Gott wird dieses Bewusstsein der Sünde in diesem Volk hervorrufen, und wie wir das in Zacharja 12 dann lesen, werden sie wirklich zur Buße, zur Umkehr geführt werden. Das ist also das zweite große Thema, das Judah hier, die Geschichte des Volkes Israel, vorschattet. Wir finden dann drittens, dass Gottes Gnade in dieser Sünde überströmend geworden ist. Die Sünde war überströmend, aber die Gnade ist noch überschwänglicher geworden. Wir sehen diese Sünde der Hurerei, und was gibt Gott? Zwillinge. Das ist ja unfassbar, wie die Gnade Gottes hier wirksam ist, wie wir das in Römer 5 Vers 20 finden. Das Gesetz aber kam daneben ein, damit die Übertretung überströmend würde, wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überreichlicher geworden. Wir finden viertens die Gnade Gottes, dass er gerade diese Tharma mit ihrem Sohn Peretz in das Geschlechtsregister des Herrn Jesus in Matthäus 1 aufnimmt. Es zeigt, womit der Herr Jesus sich eins gemacht hat. (00:05:02) Ja, wen er mit sich selbst verbindet, nämlich solche, die wie Tharma, die wie ihre Söhne, letztlich Kennzeichen der Sünde, der Bosheit waren, aber die Barmherzigkeit ist noch größer. Und dieses Kapitel zeigt uns, was Unmoral ist. Wo man nicht den gerechten Ansprüchen, die Gott stellt, ihm gegenüber und auch den Rechten, die unsere Mitmenschen haben, entspricht. Das finden wir in Judah, in seinen Söhnen. Wir finden die Unmoral der Hurerei. Wir finden die Unmoral des Betruges. Wir finden die Unmoral dann auch des selbstgerechten Gerichts. Unmoral wird in diesem Kapitel groß geschrieben. Und Gott möchte, dass wir uns davon trennen, dass wir dazu ein ausdrückliches Nein finden in unserem Leben.
Beitrag teilen

Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

Verwandte Artikel

Joseph - Gehorsam und seine Folgen (1. Mose 37) Stefan Drüeke Wegen seiner Beziehung zu seinem Vater und seiner Träume wird Joseph gehasst und schließlich in eine Zisterne geworfen. Sein ältester Bruder Ruben setzt sich für ihn ein. Statt ihn zu töten, verkaufen sie ihn an Händler. Sein langes ... Video ansehen
Alex Honnold oder: wenn Können zu Gott versuchen werden kann Manuel Seibel Alex Honnold hat nicht nur den El Capitan in einem unfassbaren Tempo und mit Skill des Todes ohne jede Absicherung rasiert. Am 25. Januar 2026 hat er dann einfach mal ohne Seil die 508 Meter am Taipei 101 in Taiwan durchgezogen. Das wirft die Frage ... Video ansehen
1. Mose 41 Manuel Seibel In 1. Mose 41 wendet sich "das Blatt". Joseph wird aus dem Gefängnis geholt und wird zum Retter der Welt. Kein Zweifel - damit ist er ein großartiges Vorbild auf den Herrn Jesus. Und nicht nur das ... Podcast anhören
1. Mose 39 Manuel Seibel 1. Mose 39 steht in einem totalen Kontrast zu Kapitel 38, wo wir den unmoralischen, gewissenlosen Juda gesehen haben. Wie anders war Joseph - ein wunderbares Vorbild auf den Herrn Jesus. Aber auch für unser praktisches Glaubensleben können wir ... Podcast anhören
1. Mose 40 Manuel Seibel Kapitel 40 setzt die Geschichte von Kapitel 39 fort: Joseph im Gefängnis. Er muss schon ein enormes Standvermögen, also Ausharren, gehabt haben, wenn man bedenkt, wie sehr er gelitten hat und dennoch nicht aufgab. Auch jetzt, als man ihn schon ... Podcast anhören
1. Mose 45-46 Manuel Seibel Gott wird sein irdisches Volk, den künftigen Überrest Judas, in schwere Drangsalszeiten bringen. Sie werden lernen müssen, dass sie ihren eigenen Messias umgebracht haben. Das wird prophetisch vorgeschattet in der Begebenheit der Brüder Josephs ... Podcast anhören