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(00:00:00) Mit 1. Mose 37 beginnt ein ganz besonderer Abschnitt in dem ersten Buch Mose. Es ist der zwölfte Teil, der beginnt mit "Dies ist die Geschichte Jakobs. Joseph, 17 Jahre alt, weidete die Herde mit seinen Brüdern". Wir finden also hier diesen letzten Teil des ersten Buches Mose, der uns nicht die Geschichte Esaus, sondern die Geschichte Jakobs vorstellt. Und das ist gleich der zweite Punkt. Die Geschichte Jakobs ist nicht das Leben Jakobs, sondern ist Joseph. So wie für das Volk Israel letztlich entscheidend ist, wie sie zu Christus stehen, so ist die Geschichte Jakobs dadurch geprägt, dass Joseph sozusagen die Führung übernimmt. Drittens, wie wir das in 2. Petrus 1 finden, wo uns gezeigt wird in einer wunderbaren Kette, was der Glaube bedeutet und was aus dem Glauben hervorgeht und wie gewissermaßen aus jedem einzelnen wertvollen Blatt das nächste hervorgeht, das über das vorherige hinausgeht, so finden wir das auch in der Geschichte Abrahams, Isaks, Jakobs und Josephs. Jeder Nächste entfaltet einen wertvollen Punkt, ein wertvolles Merkmal, das über die vorhergehende Geschichte hinausgeht. (00:01:03) Und das ist ganz besonders bei Joseph der Fall. Viertens gibt es kein eindrucksvolleres Vorausbild auf die Person des Herrn Jesus als gerade Joseph. Vielleicht ist die Bundeslade das vollkommenste Vorbild auf den Herrn Jesus, weil dort nicht durch menschliche Schwachheiten irgendetwas beeinträchtigt werden kann. Aber wenn es um die Leiden und die Herrlichkeit zugleich geht, ist Joseph zusammen mit David das besondere Vorausbild. Aber bei ihm ist es vielleicht besonders, wenn es um die Leiden geht, dass uns gezeigt wird, dass er sowohl von innen leiden musste, von seinen Brüdern, als auch von außen, nämlich von den Heiden, von den Ägyptern, von den Midianitern. Und so ist das bei dem Herrn Jesus auch. Der Herr Jesus hat inmitten seines Volkes gelitten. Der Herr Jesus hat genauso von den Feinden von außen gelitten. Und insofern gibt es wirklich eine besondere Vorausbildung von den Leiden des Herrn Jesus, die wir in diesem Leben von Joseph finden. Ich komme gleich noch einmal kurz darauf zurück. Das Leben von Joseph kann man in drei Teile gliedern. Da ist erstens die Verwerfung, die wir sehen in den Versen von Kapitel 37 Vers 2 bis Kapitel 40 Vers 23. (00:02:05) Wir finden zweitens die Erhöhung und Herrschaft über die Welt in dem Kapitel 41, wo er über Ägypten gestellt wird. Und wir finden drittens, dass die Wiederherstellung seiner Brüder in den Kapitel 42 bis 50 vorgestellt wird. Auch das ist eben ein Vorausbild auf Christus. Er wurde verworfen, aber ist heute der Erhöhte, dem alles zu Gebote steht, dem alles in die Hände gegeben wird. Aber es kommt noch eine dritte Geschichte, wo er auch sein irdisches Volk wiederherstellen wird. Und dann finden wir natürlich auch sechstens praktische Hinweise, die wir für unser Glaubensleben anwenden können. Diese Hinweise sind zum Teil ein Kontrast zu dem, was das Leben Josephs vorbildlich bedeutet, wie wir das auch verschiedentlich schon in vorherigen Kapiteln gefunden haben. Wir finden in seiner persönlichen Verantwortung, zum Beispiel bei Jakob, dass er ein Kind, Joseph, bevorzugt. Das ist natürlich unglaublich schädlich in einer Beziehung von mehreren Kindern, dass einem Kind eine herausragende Stellung gegeben wird. Wir finden zweitens die Frage, wie verhält sich Joseph selbst, wenn er diese beiden Träume ab Vers 5 unseres Kapitels vorstellt. (00:03:03) Warum spricht er selbst über seine Träume? Ist das wirklich, dass er mit einem guten Gewissen, sozusagen ohne zu wissen, was das bedeutet, diese Träume seinen Brüdern erzählt? Warum sind seine Brüder sofort in der Lage zu erkennen, dass er, Joseph, derjenige ist, vor dem sie sich niederbeugen müssen? Auch Jakob erkennt das. Ist das nicht ein Stück weit naseweiß, sich in den Mittelpunkt zu stellen und natürlich dadurch Widerspruch hervorzurufen? Drittens finden wir den Eifersucht und die Neid der Brüder. Ist das nicht ein Problem auch unter uns Menschen heute, auch unter uns Christen? Wie leicht sind wir eifersüchtig auf bestimmte Vorzüge, Vorrechte, auch Gnadengaben, auch im äußeren Leben, Reichtum, Gesundheit von anderen, wie sehr neiden wir ihnen das? Und viertens, wir finden, dass sie Josef die Brüder aus Gewinnsucht verkaufen. Gewinnsucht ohne moralische Skrupel, ist das nicht auch ein Merkmal unserer heutigen Zeit? Abschließend möchte ich den Höhepunkt dieses Kapitels noch kurz in ein paar Einzelheiten, ein paar Beispielen beleuchten. Joseph ist als Junge inmitten der Söhne von Bilha und Silpa. (00:04:05) Das waren die Sklavinnen. Ist das nicht, dass der Herr Jesus unter Gesetz gekommen ist, Galater 4, dass Gott ihn gesandt hat unter Gesetz? Wir finden, dass er die üble Nachrede seinem Vater von diesen Söhnen bringt. Ist das nicht die moralische Einzigartigkeit, Heiligkeit, Hinwendung zu Gott, die wir bei dem Herrn Jesus finden, wo er alles nach Gottes Maßstab beurteilt und mit dem Vater bespricht? Israel liebte Joseph mehr als alle seine Söhne. Zeigt uns das nicht auch in Verbindung mit diesem langen Ärmelkleid, diese einzigartige Beziehung, die der Herr Jesus zu dem Vater hatte, nicht nur vor Grundlegung der Welt, sondern auch als er auf diese Erde gekommen ist, dass er wirklich dieses einzigartige Verhältnis vollkommener Gemeinschaft, ob in dem Haus des Vaters als ewiger Sohn oder als Mensch hier auf dieser Erde gepflegt hat, vollkommene Einmütigkeit, vollkommene Harmonie, vollkommene Einheit. Dann finden wir in den Träumen, dass der Ratschluss oder die Ratschlüsse Gottes uns vorgestellt werden, die der Herr Jesus von Anfang an kannte. Ihm war überhaupt nichts neu, sondern er kannte das von Anfang an. Wir sehen ihn, wie er zu den Brüdern gesandt wird. (00:05:02) Hat der Vater ihn nicht in diese Welt gesandt? Und hat der Herr Jesus nicht gesagt: "Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun?" Er fragte nach ihrem Wohlergehen. Er wollte das Gute, aber und er kam aus dem Tal von Hebron. Das ist Hebron, Gemeinschaft, aus der Gemeinschaft mit dem Vater. Und dann kam er nach Sichem, aber da waren sie nicht. Und da sehen wir den Gehorsam des Herrn Jesus, dass er nicht einfach das getan hat, was der Vater ihm ausdrücklich aufgetragen hat, sondern was er wusste, was in dem Herzen des Vaters ist. Dann ist er weitergegangen bis nach Dothan. Und dann sehen wir den Hass seiner Brüder. Ja, mit was für einem Hass ist der Herr Jesus von Seiten der Juden, der Israeliten gehasst worden, verkauft worden für diesen Sklavenlohn von bei ihm 30 Silberlingen, hier 20 Silberstücken. Und dann finden wir, wie er wirklich verkauft wurde an die Nationen, wie der Herr Jesus auch Pilatus übergeben wurde. Wir staunen über diese einzigartigen Vorbilder. Und wir können den Herrn Jesus in all diesen sehen, in seiner Hingabe, in seinen Leiden, in seiner Treue, in seinem Gehorsam.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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