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(00:00:00) 1. Mose 35 ist ein wunderbarer Lichtblick im Leben von Jakob, weil er nun nach Bethel, dem Ausgangspunkt seiner Reise, aus Kanaan hinweg, zurückkommt. Wir finden erstens hier die Gnade Gottes vorgestellt. Wir lesen: "Und Gott sprach zu Jakob: Mach dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort und mache dort einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohst". Es ist die Gnade Gottes, dass er, selbst dann, wenn ein Gläubiger nicht selbst umkehrt, wenn er nicht von sich selbst aus aktiv wird, trotzdem eingreift. Gott wird aktiv, um die Seinen zu schützen. Und hier in diesem Kapitel finden wir auch, dass er im Unterschied zu Kapitel 32 sich selbst offenbart. Dort wollte Jakob den Namen Gottes wissen, aber Gott konnte ihm in dem Zustand, in dem Jakob sich dort befand, seinen Namen nicht offenbaren. Das ist anders hier. Hier offenbart er sich als der Allmächtige, als derjenige, der sich seinen Vätern schon gegenüber offenbart hatte. Wir finden zweitens einen großen prophetischen Aspekt in diesem Kapitel. (00:01:02) Israel wird einmal zu Gott umkehren, das heißt der gläubige Überrest. Und wodurch wird das Geschehen? Durch Gottes Eingreifen. Sie selbst kämen auch nicht auf die Idee, umzukehren. Aber Gott wird in ihren Herzen bewirken, dass sich ein Überrest bilden wird, der nicht nur nach Israel, nach Kanaan zurückkehren wird, sondern der auch innerlich sich Gott wieder zuwenden wird. Und dieser Überrest wird im Schutz Gottes leben, wie wir das hier in Vers 5 lesen: "Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, sodass sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten". Wir erinnern uns, dass in Kapitel 34 durch die Gewalttat von Simeon und Levi Jakob die Angst bekam, dass er jetzt von den Nationen auch selber angefeindet würde. Aber Gott schützt ihn und so wird er den Überrest in künftigen Tagen auch schützen. Ja, und so kann er zurückkehren nach Bethel, dem Haus Gottes. Und so wird Gott ein Haus, ein Schutz für Israel. Israel muss sich dabei vom Götzendienst lossagen und reinigen. Wir sehen hier, dass Jakob ausdrücklich seine Familie beauftragt, die Götzen wegzutun (00:02:05) und er selbst hilft ihnen dabei. Matthäus 12 Vers 45 finden wir, dass das Volk Israel zu einem Haus von vielen Dämonen werden wird und der Überrest wird sich davon wegreinigen. Er wird alles das, was im Götzendienst vorhanden ist, wird er bekennen und begraben. Dann muss das alte Israel aufgegeben werden. Wir lesen in diesem Kapitel, dass Rahel stirbt und so muss sich der gläubige Überrest von dem Ungläubigen, von dem Bösen, von dem verkehrten Israel trennen. Dann wird auch das letzte ungläubige Zeugnis der Kirche Gottes verschwinden. Wir lesen in diesem Kapitel, dass Debora, die Amme Rebekkas (Vers 8) starb. Und so finden wir, dass wenn der gläubige Überrest gebildet wird, auch die letzte Hülle der Kirche dann zerstört werden wird und Gott sie sogar richten wird. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass wir ja nie lesen, dass Rebeka gestorben ist. Die Kirche Gottes, die Versammlung Gottes als solche stirbt nicht. Sie ist nicht von dem Tod betroffen, weil sie Teil der neuen Schöpfung ist. Und wenn auch einzelne Gläubige immer wieder sterben, die Versammlung Gottes stirbt nicht. (00:03:04) Und wenn der Herr Jesus wiederkommen wird, dann wird er die Versammlung zu sich bringen, ohne dass sie je durch den Tod gehen muss. Dabei bedenken wir, dass alles, was diesen gläubigen Überrest künftiger Tage betrifft, verbunden ist mit dem wahren Benjamin. Wir sehen ja am Ende des Kapitels, dass Rahel stirbt, das alte Israel muss zur Seite gestellt werden, muss verschwinden gewissermaßen und dass sie einen Sohn gebiert. Und sie gab ihm den Namen Benoni, Vers 18. Sein Vater aber nannte ihn Benjamin. Benoni bedeutet Sohn meiner Not. Und in der Tat, Christus wird sein Volk in eine Drangsal bringen, um sie zu reinigen, um sie wiederherzustellen. Sie selbst sind dafür verantwortlich, weil sie ihren eigenen Messias an das Kreuz gebracht haben. Aber Gott wird ihn als den Benjamin, den Sohn seiner Rechten, einführen. Jetzt ist er zu seiner Rechten und dann wird er wiederkommen und wird regieren und wird der Herrscher sein auf dieser Erde. Aber es wird auch weiter einen ungläubigen Teil geben, wie wir das hier bei Ruben finden, der seinen Vater betrügt und bei der Nebenfrau seines Vaters, Bilha, liegt. (00:04:05) Und Israel es hört. Leider, wie auch im Kapitel 34, finden wir nicht, dass Jakob Stellung bezieht, sondern er ist jemand, der leider nur sieht und zuhört, ohne selber die Dinge aktiv zu verurteilen. Wir finden dann drittens, was wahre Gemeinschaft bedeutet. Das Leben nämlich vor dem Auge Gottes, angesichts des Hauses Gottes, setzt Reinigung voraus. Man kann nur zu Gott kommen, man kann nur in Gemeinschaft mit Gott leben, wenn man sich reinigt und wenn man die Götzen wegtut, wie das hier heißt, auch die Kleidung wechselt. Das heißt Reinigung innerer Art und auch einen veränderten Lebenswandel. Ja, es ist traurig. Jakob wusste ganz genau, was in seinem Haus war. Aber er hatte nicht die Kraft, dagegen Stellung zu beziehen. Wir müssen viertens sagen, dass Jakob verlorene Jahre hinter sich hat. Wir sehen hier, dass er noch einmal den Namen Israel bekommt. Vers 10: "Dein Name, ja, ist Jakob. Dein Name soll fortan nicht Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein". (00:05:02) Das hatte Gott ihm vorher schon gesagt. Wir haben das in Kapitel 32 vor uns gehabt. Aber jetzt muss das erneuert werden, weil leider Jakob nicht nach diesem neuen Namen gelebt hat. So finden wir fünftens hier das, was ein Mensch sät, er auch ernten wird (Galater 6 Vers 7). Den Betrug, den Jakob selber im Blick auf seinen Vater, im Blick auf Esau getan hatte, muss er jetzt auch von seinem eigenen Sohn Ruben erleben. Und wir finden dann abschließend, dass letztlich die Zucht Isaaks vorgestellt wird. Er hatte seinen Sohn Esau ihm das Erbe geben wollen, ihn segnen wollen, weil er merkte, dass er alt wurde. Aber er lebte jetzt immer noch. Wir lesen am Ende, dass er starb mit 180 Jahren. Hätte er mehr in Gemeinschaft mit Gott gelebt, hätte er auch mehr Segen in seinem Leben erleben dürfen. So sehen wir das, was wir säen. Das werden wir ernten. Das war nicht nur bei Jakob so, sondern auch bei Isaak.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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