Am: Di, 19. Mai 2026
Kann man in einem Kapitel, das fast nur von Namen als Nachkommen von Esau spricht, geistliche Nahrung finden? Kann man, wie 1. Mose 36 sehr deutlich zeigt!
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Auf den ersten Blick wirkt 1. Mose 36 vielleicht wie ein Kapitel, das man übergehen könnte.
Aber es ist nicht so.
Auch wenn es hier zweimal die Geschlechter Esaus sind, die uns beschäftigen,
gibt es wichtige Belehrungen auch für unser Glaubensleben aus diesem Kapitel.
Wir finden also hier zweimal Geschlechter Esaus, bevor es dann ab Kapitel 37 Vers 2 heißt,
dies ist die Geschichte oder das Geschlecht Jakobs, Josef.
Wir lernen also erstens, das Natürliche hat immer den ersten Platz vor dem geistig Geistlichen.
Nicht, weil es wichtiger wäre, sondern weil Gott damit deutlich macht, dass das Natürliche ersetzt wird,
dass das Natürliche zeitlich vorherkommt.
Wir lesen das in Hebräer 10 Vers 9, wo der Schreiber dieses Briefes sagt, Hebräer 10 Vers 9,
er nimmt das Erste weg, damit er das Zweite aufrichte.
Und ähnlich finden wir ein 1. Korinther 15 in Vers 46.
Aber das Geistige war nicht zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistige oder auch das Geistliche. (00:01:03)
Wir lernen zweitens in diesem Kapitel, dass in dieser Welt sehr früh Macht und Reife existiert haben.
Wir lesen ab Vers 15 von den Fürsten der Söhne Esaus und wir lesen dann später ab Kapitel 36 Vers 31
und dies sind die Könige, die im Land Edom regiert haben.
Das heißt, diese Welt ist viel schneller zu einer Reife gekommen als das Volk Gottes, das Volk Israel.
Das führt drittens dazu, dass das Wachstum in der Welt viel schneller geht als das Wachstum im Volk Gottes,
als geistig oder geistliches Wachstum im Volk Gottes.
Ja, das muss länger dauern, weil es auch stabiler sein soll,
denn das wahre Wachstum inmitten des Volkes Gottes ist eben nicht so vergänglich, sondern stabil,
während das Wachstum in dieser Welt ganz schnell vergeht und auch ersetzt wird.
Wir lernen viertens, dass diese Welt imitiert.
Wir haben zum Beispiel in den Versen 15 bis 18 14 Fürsten.
Nun, das Volk Israel hat zwölf Stämme gehabt, zwölf Fürsten. (00:02:03)
Wir lesen später dann von sieben Fürsten, die hier herrschten in den Versen 29 und 30
und später ab Vers 40 finden wir, dass es dann noch einmal elf Fürsten sind.
Auch wenn das Volk Israel, das Volk Gottes hier noch gar keine Fürsten hatte,
ist sozusagen Satan der beste Imitierer der Dinge, die göttlich sind.
Aber er imitiert eben auf seine Weise.
14 Fürsten, das spricht in diesem Fall nicht von einer wunderbaren Vollkommenheit im Guten,
sondern so die 14 Fürsten oder die sieben Fürsten von einer traurigen Vollkommenheit im Bösen
oder die elf Fürsten von einer Unvollständigkeit dessen, was Gott in seinem Volk geben wollte.
Dann finden wir fünftens, dass eben hier gleich zwei Geschlechtsregister gegeben werden.
Verse 1 bis 8 und dann ab Vers 9 bis Kapitel 37 Vers 1.
Das erste gibt uns mehr den Charakter dieser Welt an, den Charakter von dem, was Esau, Edom und so weiter darstellen. (00:03:04)
Da gibt es keinen Platz für Geist und Fleisch.
Wir lesen hier davon in Vers 6, dass Esau in ein Land zog von seinem Bruder Jakob weg.
Da gibt es keinen Platz für beides zusammen.
Das ist ein ständiger Widerstreit.
Und wir finden auch, dass bei Esau kein Wunsch mehr nach Fremdlingschaft vorhanden war.
Nein, das Land mochte ihre Fremdlingschaft nicht zu tragen wegen ihrer Herden versieben
und deshalb zogen sie weg, um sich niederzulassen.
Im Gegensatz zu Kapitel 37 Vers 1.
Und Jakob wohnte in dem Land, in dem sein Vater als Fremder geweiht hatte, im Land Kanaan.
Das Volk Gottes ist in Fremdlingschaft.
Das zweite Geschlechtsregister ab Vers 9 zeigt uns mehr die Entwicklung in diesem Reich,
dass eben Fürsten, Könige und so weiter hier herrschten.
Und das zeigt uns traurigerweise, dass die Welt dann wiederum zu einem Vorbild für Israel wurde.
Später wollte das Volk Israel in der Zeit Samuels Herrscher und Könige haben wie die Nationen. (00:04:06)
Und leider sind wir eben oft als Gläubige nicht solche, die in Gemeinschaft mit Gott leben,
sondern die die Welt sich als Vorbilder nehmen.
Sechstens finden wir hier in Vers 6, dass die Weissagungen, die Gott gemacht hatte,
in Kapitel 27 Vers 39 und 40 im Blick auf Esau in Erfüllung gehen.
Dort hatte Isaac diesen Segen oder auch den Fluch ausgesprochen über Esau.
Und da heißt es in Vers 39, siehe fern von der Fettigkeit der Erde wird dein Wohnsitz sein
und ohne den Tau des Himmels von oben her, außerhalb des Landes eben.
Und von deinem Schwert wirst du leben und deinem Bruder wirst du dienen.
Und es wird geschehen, wenn du umherschweifst, nämlich aus seinem Land weggehst,
wirst du sein Joch zerbrechen von deinem Hals.
Genau das hat er getan.
Er war nicht mehr verbunden mit Israel, mit Jakob.
Und später würde das dann noch viel stärker der Fall sein.
Wir finden siebtens, dass hier deutlich gemacht wird, Vers 8, dass Seir, Esau und Edom die gleichen Völker sind, (00:05:04)
das gleiche Volk sind und dass es durch das Natürliche geprägt ist.
Seir heißt nichts anderes als haarig, zottig, ziegenartig, genau wie Esau und Edom ist eben rot.
Alles, was der Natur des Menschen entspricht.
Wir finden dann achtens, dass Amalek eingeführt wird in Vers 12 von einer Nebenfrau.
Und das zeigt das Böse, das durch das Fleisch in dem Leben eines Gläubigen leider vorhanden ist bis an das Ende.
Und da finden wir neuntens diese bemerkenswerte Stelle.
Das ist der Ahner, der die warmen Quellen in der Wüste fand, Vers 24.
Und das zeigt den Charakter dieser Welt.
Das ist scheinbare Wärme, aber es gibt nicht die Erquickung, 5. Mose 8 Vers 7, durch das Wort Gottes, durch das, was Gott selbst gibt.
Wirklich ein bemerkenswertes Kennzeichen dieser Welt.