Am: Do, 7. Mai 2026
Jabob hatte versagt darin, sich von der Welt abzusondern. In diesem Kapitel erntet er die Folgen davon - nicht so sehr in seinem eigenen, persönlichen Leben, als mehr in dem Leben seiner Familie. Er war als Betrüger aus Kanaan weggegangen. Nun muss er ein erneutes Mal erleben, dass er selbst betrogen wird. Und nicht nur das ...
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In 1. Mose 34 finden wir jetzt die traurige Geschichte von Jakob und seiner Tochter Dina,
die vergewaltigt worden ist und dann gerecht wird durch die Gewalttat ihrer beiden Brüder Simeon und Levi.
Der Einstieg in dieses Kapitel ist,
und Dina, die Tochter Leas, die sie Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen.
Und er sah sie Sichem, der Sohn Hemos, des Hevitas, des Fürsten des Landes,
und er nahm sie und lag bei ihr und entehrte sie.
Und seine Seele hing an Dina, der Tochter Jakobs, und er liebte das Mädchen und redete zum Herzen des Mädchens.
Wir haben also hier die Geschichte von der Vergewaltigung Dinas und der Folgen von Gewalt in dieser Welt.
Nämlich Ausgewalt folgt Gewalt.
Das heißt nicht, dass jede Beziehung in dieser Welt auch böse sein muss oder gewalttätig sein muss.
Es ist bemerkenswert, dass der Beginn hier dieser Vergewaltigung ist,
dass damit aber die Zuneigung dieses Mannes, dieses ungläubigen, unbeschnittenen Mannes zu Dina nicht nachgelassen hat.
Sie war auch verantwortlich, mitverantwortlich dafür, dass es überhaupt zu dieser Beziehung gekommen war, (00:01:04)
denn sie ging in das Land hinaus, um zu schauen.
Sie wollte sich die Welt anschauen und wenn man in die Welt geht, braucht man sich nicht zu wundern,
dass das Ergebnis Welt und die Grundzüge, die Grundsätze dieser Welt sein wird.
Wir finden dann zweitens, dass uns hier die beiden Grundzüge von der Sünde vorgestellt werden,
nämlich Verdorbenheit und auch Gewalttat.
Das ist schon das, was uns in der Zeit von Noah vorgestellt wird in 1. Mose 6.
Da heißt es in Vers 11 und die Erde war verdorben vor Gott und die Erde war voll Gewalttat.
Und Gott sah die Erde und siehe, sie war verdorben, denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf der Erde.
Das ist das Prinzip, das auf dieser Erde in dieser Welt herrscht.
Und das wird auch von Salomo in Sprüche 2 in den Versen 12 und 16 noch einmal beschrieben.
Da geht es darum, gerettet zu werden vor dem bösen Weg von dem Mann, der Verkehrtes redet. (00:02:01)
Und dann eben auch in Vers 16, um dich zu retten von der fremden Frau, von der Fremden, die ihre Worte glättet.
Gewalttat und auch Verdorbenheit.
Das ist auch das dritte Thema dieses Kapitels, nämlich Prophetie.
Denn diese beiden Personen in Sprüche 2 stellen in der Gewalttat den römischen Kaiser vor
und in der Verdorbenheit den Antichristen bzw. die falsche Kirche, diese Hure Babylon.
Darüber hinaus zeigt uns unser Kapitel prophetisch die Geschichte Israels.
Dadurch, dass Jakob sich niedergelassen hat, erst durch die Zelte in Sukkot
und dann später in der Stadt Sichem, an völlig falschem Ort, da wo Gott ihn gar nicht hinhaben wollte,
so hat sich auch das Volk Israel niedergelassen in dieser Welt.
Es hat mitgemacht mit den Nationen, als der Herr Jesus als der König hier auf diese Erde kam.
Und was ist die Folge dieses Niederlassens?
Dass sie selbst der Gewalttat ausgesetzt sind, die sie an dem Messias, an dem Herrn Jesus geübt haben. (00:03:01)
Und so sind sie, wie Jakob das am Ende dieses Kapitels dann ausdrückt, stinkend geworden.
Er wurde stinkend gemacht unter den Bewohnern des Landes und genau das ist mit dem Volk Israel passiert.
Sie sind jetzt stinkend in dieser Welt.
Wir nennen das Antisemitismus.
Man geht gegen sie vor, man verfolgt sie und man versucht sie auszurotten.
Gott hat das nicht zugelassen, wie er das auch bei Jakob nicht zugelassen hat.
Wir finden viertens hier den Grundsatz, der in Galater 6 Vers 7 beschrieben wird.
Was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
Jakob hat Betrug gesät.
Jetzt hat er ihn bei seinem eigenen Sohn geerntet und wir sehen, dass auch Sichem letztlich nichts anders machen wollte, als betrügerisch zu handeln.
Er sagt in Vers 23,
Das heißt, es wird deutlich, er wollte diese Heirat auch benutzen, um seinen Besitz, seinen Herrschaftsbereich zu erweitern.
Das zeigt uns auch fünftens, dass die Folgen von fehlender Absonderung, wie wir sie in Kapitel 33 gesehen haben, dass er eben sich niedergelassen hat an völlig falschem Ort, dass sie sichtbar sein werden. (00:04:10)
Sie werden nicht immer bei uns selbst sichtbar sein, aber ganz gewiss bei unseren Nachkommen.
Wenn wir nicht durch Absonderung geprägt sind, dann wird das bei den Nachkommen sicherlich so sein, dass sie dadurch moralisch gesehen unter die Räder kommen.
Wir finden sechstens, dass es dauerhafte Folgen von diesem Fehlverhalten von Simeon und Levi gibt.
Jakob hat das nicht vergessen und auf seinem Sterbebett bei der Prophetie spricht er in Erstemose 49 Vers 5 bis 7 von dieser Gewalttat.
Simeon und Levi sind Brüder, Werkzeuge der Gewalttat, ihre Waffen.
Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre vereinige sich nicht mit ihrer Versammlung.
Er sagt dann, verflucht sei ihr Zorn, denn er war gewalttätig und ihr Grimm, denn er war grausam.
Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel.
So ist es gekommen. Sie waren verteilt und hatten kein wirklich eigenes Erbteil in Israel. (00:05:05)
Wobei wir sagen können, dass Levi zeigt, dass aus einem Fluch, aus einem Gericht auch ein Segen werden kann, wenn man sich verändert, wenn man sich umkehrt zu Gott.
Was die Leviten getan haben und dadurch dann zu einem wunderbaren Segensstamm werden konnten in Israel, weil sie dann als Levitin über das Land verteilt wurden zum Segen.
Dann lernen wir siebtens, was Liebe in der Welt ist.
Ich nehme mir, so hat er sich ihm getan, ich nehme mir, was ich will und koste es, was es wolle.
Ich bin bereit, dafür einzustehen und ich nehme mir einfach das, was ich haben möchte.
Und das ist dann immer verbunden auch mit Betrug.
Traurige Lektionen, die wir uns zu Herzen nehmen wollen, auch in der christlichen Zeit.