Am: Di, 5. Mai 2026
Jakob machte sich weiter auf in Richtung Kanaan (Israel). Aber leider blieb sein Weg auch nach den beeindruckenden Ereignissen in Pniel ein wankelmütiger, auf beiden Seiten hinkender. So wird es mit dem Überrest in der Zukunft sein. Und vielleicht auch in unserem Leben? Aber immerhin gibt es am Ende einen Altar, den ersten in seinem Leben.
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(00:00:00)
In 1. Mose 33 setzt sich die Geschichte fort, die Jakob auf dem Rückweg nach Israel,
nach Kanaan erlebt.
Wir haben gesehen, dass er Gott begegnet ist.
Wir können sagen Gott dem Sohn, der später Jesus Christus als Mensch hier auf dieser
Erde lebte.
Hat das sein Leben verändert?
Nun, ich möchte fünf Punkte aus dem Kapitel 33 vorstellen.
Erstens, es ist weiterhin die Fortsetzung der zweigeteilten Lebensausrichtung von Jakob.
Zweitens, wir finden hier ein Vorbild auf die Drangsal Jakobs in der zukünftigen Zeit.
Drittens, wir lernen etwas über Befreiung, die Befreiung von der Macht der Sünde.
Viertens, wir müssen uns die Frage stellen, bleiben wir wirklich Fremdlinge in der Welt?
Fünftens, wir lesen hier von einem Altar.
Nun zuerst zu dem ersten Punkt.
Es ist die Fortsetzung der zweigeteilten Geschichte Jakobs:
"Jakob erhob seine Augen und sah: Und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann, und er verteilte
die Kinder auf Lea und Rahel und auf die beiden Mägde, und er stellte die Mägde und
die Kinder voran, und Lea und ihre Kinder dahinter, und Rahel und Jakob Joseph zuletzt". (00:01:04)
Wir sehen hier genau diese weitere Fortsetzung der Geschichte, die wir schon vor Pniel erlebt
haben.
Jakob hebt seine Augen auf, aber auf Menschen, nicht auf zu dem Himmel.
Er sieht nicht zu Gott im Vertrauen, hatte er nicht gerade die Begegnung mit Gott, es
hat sein Leben leider noch nicht nachhaltig verändert.
Stattdessen benutzt er wieder List und Strategie, wen er voranstellt.
Er beugt sich vor Esau nieder, nennt ihn seinen Herrn und sich den Knecht, der Gnade haben
möchte von Esau, nicht von Gott.
Wir sehen also, wie er Menschen verherrlicht, wie er Gnade aus den Augen von Menschen haben
möchte und nicht mit Gott gehen möchte.
Wir finden, dass er strategisch vorgeht, wen er dorthin stellt, an welche Stelle er sie
stellt.
Wir sehen, dass er gesetzlich handelt, Vers 11, wenn er ihm ein Geschenk geben möchte,
um ihn wohlzustimmen.
Er hat immer noch Angst, dass er ihn umbringen möchte.
Wir sehen auch da, wie Merkmale des Fleisches wirksam werden, wie wir sie in Galater 5 finden (00:02:07)
und vorgestellt in Markus 7.
Zum Beispiel finden wir in Markus 7, dass dort von List gesprochen wird, die schlechten
Gedanken des Herzens.
Das ist List und auch Torheit, Vers 22 und 23.
Und in Matthäus 15 heißt es in Vers 19, dass es falsche Zeugnisse gibt.
Ist es nicht ein falsches Zeugnis gewesen, dass er sagt, er wolle mit ihm dann gehen
beziehungsweise zu ihm gehen, dann nach Seir?
Mit List versucht er zu verhindern, dass Esau oder ein Teil von der Gruppe von Esau mit
ihm geht.
In Wirklichkeit will er überhaupt nicht nach Seeir in den Süden, sondern er geht Richtung
Kanaan, Richtung Israel, indem er erst in Sukkot ist, sich dort ein Haus baut und dann
weiter nach Sichem geht.
Das heißt, wir sehen hier, wie er in seinem eigenen Willen, in seinen eigenen Überlegungen
fortfährt. (00:03:01)
Das ist die eine Seite.
Auch, dass er kauft, ein Haus kauft, anstelle von Fremdling zu bleiben.
Auf der anderen Seite sehen wir, er geht ins Land, nach Sichem.
Das ist gut.
Das zeugt davon, dass er wirklich jemand ist, der verändert ist.
Wir sehen den Altar, den er baut, eine Beziehung zu Gott zu haben.
Das zeugt davon, dass er wirklich verändert ist.
Aber es ist noch nicht sozusagen die Herrschaft, die Regierung in seinem Leben, dass Gott regiert,
sondern es ist immer noch das eigene Ich, das die Oberhand hat.
Wenn wir an die Drangsal Jakobs zukünftiger Tage denken, dann sehen wir, dass die Begegnung
mit Gott, die wir in Kapitel 32 vor uns haben, noch bei weitem nicht zu einer vollständigen
Wiederherstellung bei Jakob geführt hat, wie das auch bei dem Überrest ist.
Sie werden erkennen, dass sie ihren Messias verworfen haben, dass sie ihn gekreuzigt haben.
Sie werden erkennen, dass sie selber schuldig geworden sind.
Aber das führt noch nicht dazu, dass sie wirklich in den Segen eingeführt werden können,
weil erst noch die inneren Kämpfe bei ihnen notwendig sind. (00:04:03)
Ja, ein Mensch oder ein Volk, das in Gemeinschaft mit Gott lebt, das hat keine große Geschichte,
das hat keine großen Erfahrungen, weil sie bei Gott sind.
Aber wenn eben das eigene Ich in meinem Leben groß ist, dann gibt es eine lange Geschichte,
wie wir das hier auch bei Jakob finden.
Dann drittens zu der Befreiung von der Macht der Sünde.
Solang wir mit eigenen Mitteln tätig sind, das eigene Ich immer noch tätig wird, wie
das hier bei Jakob war, so ist das dann auch bei uns nach Römer 7, dass die wahre Befreiung
von der Macht der Sünde noch nicht da sein kann.
Ab Kapitel 7 Vers 14 im Römerbrief lesen wir, ich bin fleischlich, ich vollbringe, denn
das, was ich vollbringe, erkenne ich nicht, denn nicht das, was ich will, tue ich, sondern
was ich hasse und so weiter.
Hier finden wir, dass das Ich ständig tätig wird und solange ich noch tätig werde und
nicht das Vertrauen auf Gott, Gott in mir wirksam werden kann, wird es letztlich noch
nicht die wahre Befreiung von der Macht der Sünde geben.
Dann sehen wir hier, dass Jakob nach Sukkot aufbricht, sich dort ein Haus baut, dass er (00:05:06)
dann zu der Stadt Sichem in das Land Kanan geht, sich vor der Stadt lagert und dort
ein Feld kauft, um sein Zelt dort aufschlagen zu können.
Hier sehen wir, was für eine Gefahr der persönliche Besitz ist, Herden, Haus und so weiter.
Sind wir wirklich Fremdlinge in dieser Welt?
Sind wir wirklich solche, die auf Gott vertrauen?
Und dann finden wir den Altar, das ist eigentlich etwas Positives.
Es ist der erste Altar in seinem Leben, von dem jedenfalls Gottes Wort berichtet und doch
ist es keine Anbetung.
Er nennt diesen Platz oder diesen Altar Gott, der Gott Israels, das heißt der Gott, der
sein Gott ist, der für ihn da ist, ist bei weitem noch nicht dahingekommen, Anbetung
zu bringen für das, was Gott ist.
Dafür muss er noch einen weiteren Weg gehen, den Gott mit ihm geht und das ist die große
Gnade, die wir hier sehen, dass Gott weiter mit seinem Knecht, mit Jakob geht, wie er
es auch mit uns tun wird.