Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) In 1. Mose 33 setzt sich die Geschichte fort, die Jakob auf dem Rückweg nach Israel, nach Kanaan erlebt. Wir haben gesehen, dass er Gott begegnet ist. Wir können sagen Gott dem Sohn, der später Jesus Christus als Mensch hier auf dieser Erde lebte. Hat das sein Leben verändert? Nun, ich möchte fünf Punkte aus dem Kapitel 33 vorstellen. Erstens, es ist weiterhin die Fortsetzung der zweigeteilten Lebensausrichtung von Jakob. Zweitens, wir finden hier ein Vorbild auf die Drangsal Jakobs in der zukünftigen Zeit. Drittens, wir lernen etwas über Befreiung, die Befreiung von der Macht der Sünde. Viertens, wir müssen uns die Frage stellen, bleiben wir wirklich Fremdlinge in der Welt? Fünftens, wir lesen hier von einem Altar. Nun zuerst zu dem ersten Punkt. Es ist die Fortsetzung der zweigeteilten Geschichte Jakobs: "Jakob erhob seine Augen und sah: Und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann, und er verteilte die Kinder auf Lea und Rahel und auf die beiden Mägde, und er stellte die Mägde und die Kinder voran, und Lea und ihre Kinder dahinter, und Rahel und Jakob Joseph zuletzt". (00:01:04) Wir sehen hier genau diese weitere Fortsetzung der Geschichte, die wir schon vor Pniel erlebt haben. Jakob hebt seine Augen auf, aber auf Menschen, nicht auf zu dem Himmel. Er sieht nicht zu Gott im Vertrauen, hatte er nicht gerade die Begegnung mit Gott, es hat sein Leben leider noch nicht nachhaltig verändert. Stattdessen benutzt er wieder List und Strategie, wen er voranstellt. Er beugt sich vor Esau nieder, nennt ihn seinen Herrn und sich den Knecht, der Gnade haben möchte von Esau, nicht von Gott. Wir sehen also, wie er Menschen verherrlicht, wie er Gnade aus den Augen von Menschen haben möchte und nicht mit Gott gehen möchte. Wir finden, dass er strategisch vorgeht, wen er dorthin stellt, an welche Stelle er sie stellt. Wir sehen, dass er gesetzlich handelt, Vers 11, wenn er ihm ein Geschenk geben möchte, um ihn wohlzustimmen. Er hat immer noch Angst, dass er ihn umbringen möchte. Wir sehen auch da, wie Merkmale des Fleisches wirksam werden, wie wir sie in Galater 5 finden (00:02:07) und vorgestellt in Markus 7. Zum Beispiel finden wir in Markus 7, dass dort von List gesprochen wird, die schlechten Gedanken des Herzens. Das ist List und auch Torheit, Vers 22 und 23. Und in Matthäus 15 heißt es in Vers 19, dass es falsche Zeugnisse gibt. Ist es nicht ein falsches Zeugnis gewesen, dass er sagt, er wolle mit ihm dann gehen beziehungsweise zu ihm gehen, dann nach Seir? Mit List versucht er zu verhindern, dass Esau oder ein Teil von der Gruppe von Esau mit ihm geht. In Wirklichkeit will er überhaupt nicht nach Seeir in den Süden, sondern er geht Richtung Kanaan, Richtung Israel, indem er erst in Sukkot ist, sich dort ein Haus baut und dann weiter nach Sichem geht. Das heißt, wir sehen hier, wie er in seinem eigenen Willen, in seinen eigenen Überlegungen fortfährt. (00:03:01) Das ist die eine Seite. Auch, dass er kauft, ein Haus kauft, anstelle von Fremdling zu bleiben. Auf der anderen Seite sehen wir, er geht ins Land, nach Sichem. Das ist gut. Das zeugt davon, dass er wirklich jemand ist, der verändert ist. Wir sehen den Altar, den er baut, eine Beziehung zu Gott zu haben. Das zeugt davon, dass er wirklich verändert ist. Aber es ist noch nicht sozusagen die Herrschaft, die Regierung in seinem Leben, dass Gott regiert, sondern es ist immer noch das eigene Ich, das die Oberhand hat. Wenn wir an die Drangsal Jakobs zukünftiger Tage denken, dann sehen wir, dass die Begegnung mit Gott, die wir in Kapitel 32 vor uns haben, noch bei weitem nicht zu einer vollständigen Wiederherstellung bei Jakob geführt hat, wie das auch bei dem Überrest ist. Sie werden erkennen, dass sie ihren Messias verworfen haben, dass sie ihn gekreuzigt haben. Sie werden erkennen, dass sie selber schuldig geworden sind. Aber das führt noch nicht dazu, dass sie wirklich in den Segen eingeführt werden können, weil erst noch die inneren Kämpfe bei ihnen notwendig sind. (00:04:03) Ja, ein Mensch oder ein Volk, das in Gemeinschaft mit Gott lebt, das hat keine große Geschichte, das hat keine großen Erfahrungen, weil sie bei Gott sind. Aber wenn eben das eigene Ich in meinem Leben groß ist, dann gibt es eine lange Geschichte, wie wir das hier auch bei Jakob finden. Dann drittens zu der Befreiung von der Macht der Sünde. Solang wir mit eigenen Mitteln tätig sind, das eigene Ich immer noch tätig wird, wie das hier bei Jakob war, so ist das dann auch bei uns nach Römer 7, dass die wahre Befreiung von der Macht der Sünde noch nicht da sein kann. Ab Kapitel 7 Vers 14 im Römerbrief lesen wir, ich bin fleischlich, ich vollbringe, denn das, was ich vollbringe, erkenne ich nicht, denn nicht das, was ich will, tue ich, sondern was ich hasse und so weiter. Hier finden wir, dass das Ich ständig tätig wird und solange ich noch tätig werde und nicht das Vertrauen auf Gott, Gott in mir wirksam werden kann, wird es letztlich noch nicht die wahre Befreiung von der Macht der Sünde geben. Dann sehen wir hier, dass Jakob nach Sukkot aufbricht, sich dort ein Haus baut, dass er (00:05:06) dann zu der Stadt Sichem in das Land Kanan geht, sich vor der Stadt lagert und dort ein Feld kauft, um sein Zelt dort aufschlagen zu können. Hier sehen wir, was für eine Gefahr der persönliche Besitz ist, Herden, Haus und so weiter. Sind wir wirklich Fremdlinge in dieser Welt? Sind wir wirklich solche, die auf Gott vertrauen? Und dann finden wir den Altar, das ist eigentlich etwas Positives. Es ist der erste Altar in seinem Leben, von dem jedenfalls Gottes Wort berichtet und doch ist es keine Anbetung. Er nennt diesen Platz oder diesen Altar Gott, der Gott Israels, das heißt der Gott, der sein Gott ist, der für ihn da ist, ist bei weitem noch nicht dahingekommen, Anbetung zu bringen für das, was Gott ist. Dafür muss er noch einen weiteren Weg gehen, den Gott mit ihm geht und das ist die große Gnade, die wir hier sehen, dass Gott weiter mit seinem Knecht, mit Jakob geht, wie er es auch mit uns tun wird.
Beitrag teilen

Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

Verwandte Artikel

1. Mose 25,19-34 Manuel Seibel Im zweiten Teil von 1. Mose 25 lernen wir wichtige Lektionen über die Auserwählung, aber auch, was die neue Geburt bedeutet. Das alles wird erst im Neuen Testament wirklich erklärt. Und dieser Abschnitt bietet noch weitaus mehr ... Podcast anhören
Zwischen Rotlicht und Rettung – Rahabs Glaube (Josua 2) Manuel Seibel Warum schickt Josua eigentlich zwei Spione los – trotz seiner eigenen schlechten Erfahrungen mit Kundschaftern (4. Mose 13-14)? Gott führt es so, dass die beiden Kundschafter dieses Mal nicht wie früher mit Angst und negativen Berichten ... Video ansehen
1. Mose 30 Manuel Seibel In 1. Mose 30 finden wir, wie das Hin und Her zwischen Jakob und Laban, zwischen Lea und Rahel weitergeht. Einerseits traurige Erfahrungen, andererseits scheint doch Gottes Segen daraus hervor.  Podcast anhören
Satan - gefährlich, harmlos, oder besiegt? Michael Hardt Wie kann es sein, dass Satan laut Bibel ein besiegter Feind ist? Er ist doch mächtig und höchst aktiv! Jeden Tag lesen wir Schlagzeilen von Krieg, Folterung, Missbrauch, Mord, Vergewaltigung und vieler Dinge mehr. Die Antwort ist: Beides ist wahr. ... Video ansehen
Heiliges Land: Wie kommt man nach Israel rein? Manuel Seibel Israel lagerte noch in den Ebenen von Moab – doch jetzt wurde es endlich ernst: Der Einzug ins verheißene Land Kanaan stand kurz bevor! Aber Moment mal … ganz so schnell ging es nicht. Ehe es losging, war Gott etwas sehr wichtig: Er wollte ... Video ansehen
Er hob seine Augen auf Klaus Brinkmann Zwei Männer heben ihre Augen auf und lassen ihre Blicke schweifen. Beide Männer sehen ein wunderschönes Land, das alles zu bieten hat, was sie für sich und ihre Tiere benötigen. Beide sehen dasselbe und sehen doch nicht dasselbe, denn beide ... Artikel lesen