Am: Do, 30. April 2026
In 1. Mose 32 sehen wir, wie Jakob mit seiner Familie den Rückweg nach Kanaan antritt und schon nahe ans Land kommt. Dann zeigt er wieder seine "Strategien", die aber dieses Mal so nicht aufgehen. Denn Gott selbst schreitet ein ... Wieder ein Kapitel, das uns gleich eine ganze Anzahl an wichtigen - auch praktischen - Belehrungen gibt.
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
1. Mose 32 ist ein höchst beeindruckendes Kapitel.
Wir finden hier zunächst einmal geschichtlich gezeigt,
wie Jakob jetzt zurückkehrt von Laban,
wie er in Richtung des Landes geht.
Er ist noch nicht in dem verheißenen Land,
aber ist bereits in den Bereichen,
wo sich später zweieinhalb Stämme östlich des Jordan niederlassen würden.
Wir sehen, wie bei Jakob Egoismus vorherrschen,
zum Beispiel, dass er, als er Angst hatte vor Esau,
alle anderen vor sich stellen lässt,
bevor er als letzter kommt, in der Hoffnung überleben zu können.
Wie er falsche Prioritäten setzt.
Er macht erst seinen Plan, bevor er zu Gott betet
und sozusagen darum bittet, dass seine Pläne dann auch in Erfüllung gehen.
Es zeigt uns seine Angst, diese Ängstlichkeit seiner Natur,
aber auch die Ängstlichkeit als Folge eines schlechten Gewissens,
weil seine Sache mit Esau und damit mit Gott noch nicht im Reinen ist.
Wir sehen auch seinen Weg mit Gott,
der eben durch viele Erfahrungen geprägt ist.
Nicht wie bei Henoch, er wandelte mit Gott und das macht sein Leben aus,
sondern viele Erfahrungen, die zeigen,
dass Jakob immer wieder auch auf falschen Wegen ist. (00:01:03)
Wir finden zweitens hier die Prophetie im Blick auf die Wiederherstellung
des Volkes Israel eines Überrestes aus Judah.
Gott wird in der Tat für den Überrest hier eingreifen,
wie er interveniert hat durch die Engel Gottes, die Jakob begegneten,
durch die er diesem Ort dann den Namen Machanaim, Doppellager, Zwei Lager gibt.
In der Tat sehen wir hier, dass es noch zwei getrennte Lager sind.
Auf der einen Seite das Lager Gottes, der Engel,
auf der anderen Seite das Lager von Jakob.
Erst wenn diese beiden zusammengeführt werden, ein Lager sind,
ist die Wiederherstellung wirklich da.
Wir sehen, was der Überrest tun wird.
Er wird wie Jakob erst selbst überlegen,
wie er das Problem, in dem er sich befindet, lösen kann.
Wie wir hier sehen, dass Jakob sein ganzes Heerlager aufteilt,
auch in zwei Lager, als ob er das kopieren möchte,
was er erlebt hat, um sich zu retten.
Wir finden dann zweitens, dass das Gebet, das Jakob spricht,
uns zeigt, dass der Überrest dahin geführt werden wird, (00:02:02)
zu erkennen, dass er wirklich in sich selbst keine Kraft besitzt,
dass er die Hilfe Gottes nötig hat.
Wir finden dann drittens, dass diese Nacht der Leiden,
die an dieser Nacht am Fluss Jabbok,
an der Furcht des Flusses Jabbok vorgestellt wird,
dass diese Nacht der Leiden ein Vorbild ist
nach Jeremia 30 Vers 7 auf die Drangsal Jakobs
oder Hosea 12 Vers 4, wo Gott gegen sein Volk auftritt.
Denn er hat noch eine Sache in Ordnung zu bringen
im Blick auf das Volk.
Dieses Volk hat seinen Messias,
den Herrn Jesus Christus, den Sohn Gottes, gekreuzigt und verworfen.
Und Gott ist der Gegner dieses Volkes.
Und er muss für dieses Volk erst mal dazukommen,
für dieses Volk zu sein.
Aber jetzt ist erst einmal durch diese Leiden, diese Trübsal,
die er über sein Volk bringen wird, er der Gegner.
Wir finden dann viertens, dass Gott sich Jakob
und damit dem Überrest in dieser Zeit
noch nicht wirklich offenbaren kann.
Dieser Überrest wird noch nicht wissen, wer Gott wirklich ist.
Das wird erst am Ende der Fall sein. (00:03:01)
Trotzdem finden wir fünftens,
dass Jakob ein neuer Name gegeben wird in Vers 29.
Nicht Jakob soll fortan dein Name heißen,
sondern Israel, Kämpfer Gottes.
Das heißt, Gott geht eine Beziehung ein mit seinem Volk.
Aber sechstens, das Volk ist noch nicht erlöst.
Das Volk muss erst noch erlöst werden
durch die mächtige Hand Gottes.
Ein drittes großes Thema hier ist,
welchen Weg Gott mit einem fleischlichen Christen geht.
Er lässt ihn nicht allein, nicht wie bei Esau.
Er lässt ihn nicht allein, sondern er kümmert sich um ihn.
Er greift ein, hier in Machaneim durch die Engel,
dann wie an den Furten von Jabok, wo er sich um Jakob kümmert.
Aber wie schon gesagt, es ist ein Weg voller Erfahrungen,
die zeigen, dass ein fleischlicher Christ
eben nicht in der Regel mit Gott lebt.
Dass er zwar bekehrt ist,
aber ein Leben führt eben nicht an der Hand des Herrn Jesus.
Wir finden dann viertens in diesem Kapitel,
dass uns gezeigt wird,
was eigentlich Befreiung von der Macht der Sünde,
von der Macht des Fleisches,
von diesem sündigen Einfluss des Fleisches bedeutet. (00:04:02)
Wir finden das hier noch nicht vollendet,
aber wir sehen, dass dieses Fleisch eigene Strategien hat,
dass dieses Fleisch in eigener Kraft handeln möchte.
Wir sehen, dass dieses Fleisch trotzdem,
trotzdem es sich so viel überlegt
und so raffiniert ist wie Jakob,
immer noch mit Angst lebt.
Ja, diese Angst wird offenbart,
gerade dadurch, dass Gott handelt mit jemandem,
um ihn zur Befreiung zu bringen.
Wir sehen, dass das Fleisch falsche Prioritäten setzt.
Ja, erst den Plan, dann das Gebet.
Das ist das Fleisch in seiner Raffiniertheit.
Wir sehen, dass das Fleisch kämpfen möchte
und dass es sich da als unverbesserliches Fleisch offenbart.
Aber was eben der Christ in diesem Fall noch gar nicht merkt,
ist, dass Gott mit ihm kämpft,
dass Gott eine Sache mit ihm zu regeln hat,
so wie wir das hier finden durch den Menschen,
durch den Sohn Gottes, der mit Jakob kämpfte.
Wir sehen dann, dass man erkennen muss,
dass die eigenen Ressourcen, die eigene Kraft,
die eigenen Fähigkeiten nicht ausreichen,
um von der Macht der Sünde wegzukommen.
Nein, Gott muss selber eingreifen.
Er gibt ihm einen neuen Namen. (00:05:02)
Und das ist dieses Bewusstsein,
dass ich in eigener Kraft nicht handeln kann,
sondern dass Gott mir ein neues Leben gegeben hat,
dass der Heilige Geist in mir wohnt
und dass nur durch ihn
diese Macht der Sünde überwunden werden kann.
Und dann finden wir eben,
dass es noch nicht das Ende ist,
dass wir hier noch nicht die Offenbarung Gottes
in seiner ganzen Herrlichkeit finden,
wie das in Kapitel 8 vom Römerbrief ist,
sondern dass die volle Befreiung eben erst ist,
wenn man wirklich ein Bewusstsein hat,
in Christus zu sein und in ihm ruht.
Letztens finden wir hier,
dass eben Jakob einen neuen Namen bekommt.
Das ist ein Hinweis auf die neue Geburt.
Esau bekam auch einen zweiten Namen,
aber er zeugte wieder von seiner sündigen Natur.
Jakob bekommt einen neuen Namen von Gott.
Gott hat uns von neuem geboren
und dadurch sind wir jetzt wirklich Kinder Gottes.
Wunderbare Themen,
die wir hier in diesem Kapitel vor uns finden.