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Weihnachten ist ja immer wieder Anlass darüber, auch religionsphilosophisch nachzudenken.
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschien dort ein, ich würde sagen, Leitartikel, das
war anscheinend in der Sonntagszeitung, Wie wirklich ist Gott?
Und in diesem Zusammenhang werden alle möglichen, bemerkenswerten, großen Theologen, Religionsphilosophen
genannt.
Nur um ein paar Beispiele zu nennen, sehr prominent auch im Einstieg direkt kommt vor
Jürgen Habermas, dieser jedenfalls damals noch lebende Philosoph.
Dann geht es natürlich um Immanuel Kant, der im Jahr 1790 gelebt hat.
Dann finden wir andere Personen dort vorgestellt, wie zum Beispiel Georg Wilhelm Friedrich
Hegel, der 1829-1828 gelebt hat, wir finden Rudolf Bultmann, wir finden Karl Barth, wir
finden Friedrich Schleiermacher, wir finden Ernst Tröllsch, alles bekannte Theologen
und Philosophen.
Interessant ist, wen wir nicht finden.
Wir finden natürlich keinen Paulus, wir finden keinen Martin Luther, wir finden keinen Johannes
Calvin, wir finden keinen John Nelson Darby, wir finden keinen William Kelly, auch wenn
wir jetzt an Deutschland schauen, wir finden keinen Karl Brockhaus oder dergleichen, auch
neuere, also auch heute lebende oder vor 50 Jahren lebende Christen, die die Meinung jedenfalls
im Blick auf ein biblisches Leben, im Blick auf die Frage, lebt Gott wirklich, lebt Gott
unter uns?
Wer wirklich ist Gott?
Also solche, die in ihren Werken wirklich vermittelt haben, was wahrer Glaube ist, was
Gottes Glaube ist, wer Gott ist, was Gottes Wort über ihn sagt, die findet man nicht.
Und das ist ganz typisch.
Es gibt Menschen, die in dieser Welt zählen.
Zählen sie eigentlich bei Gott?
Die Frage ist ja, was können sie uns über Gott mitteilen, wenn sie womöglich selber
gar nicht bekehrte Menschen sind, wenn sie womöglich gar nicht Kinder Gottes sind?
Wir können das ja über die Einzelnen nicht immer sagen.
Immanuel Kant, der da auch groß erwähnt wird, da kann man da schon mehr als in Zweifel
ziehen.
Solche Menschen, die den christlichen Glauben letztlich zersetzt haben, solche, die über
die Person des Herrn Jesus völlig falsche, böse Lehren in den Raum gestellt haben, dass
er nicht wirklich Gott gewesen ist, dass er nicht wirklich Mensch gewesen ist.
Also solche Dinge, das sind diese Personen, die aber in dieser Welt einen großen Namen
haben.
Wie ist das bei denen, die ich genannt habe?
Nehmen wir mal den Apostel Paulus, der konnte sagen in 2.
Korinther 6 Vers 9, als Unbekannte und Wohlbekannte, als Sterbende und Siehe, wir leben, als Gezüchtigte
und nicht getötet.
Sie waren in dieser Welt Unbekannte, bei Gott waren sie wohlbekannt.
Er ist derjenige, der sie kennt, der sie, soll ich das mal so ausdrücken, besser kennt
als jeden, der in diesem Artikel genannten, aber sie waren eben nicht groß in dieser
Welt.
Sie wollten nicht einen großen Eindruck in dieser Welt hinterlassen, sondern sie haben
einfach das getan, was der Herr Jesus ihnen aufgetragen hat.
Sie haben einfach das getan, was Gottes Wort eben deutlich macht, auch wenn ich jetzt an
andere denke, wie Martin Luther, Calvin, natürlich haben sie alle Fehler gehabt, wie wir auch,
im Unterschied zu dem Herrn Jesus, der der einzig Vollkommene gewesen ist, aber ihnen
ging es nicht um einen großen Ruf in dieser Welt, sie wollten nicht große Spuren in dieser
Welt hinterlassen, dabei haben sie das.
Sie haben größere Spuren hinterlassen als alle Habermasse und Kants und Hegels dieser
Welt, nur dass sie nicht den Namen haben, aber das, was sie in den Herzen von Menschen
erreicht haben, indem sie die gute Botschaft weitergebracht haben, ein Bruder Mackintosh
oder auch andere, die das Evangelium verkündigt haben und dadurch Menschen, Massen von Menschen
erreicht haben, im 18., im 19., im 20. Jahrhundert, solche Menschen, die natürlich nicht fehlerlos
waren, aber die Gottes Wort verbreitet haben, die die Wahrheit wieder hervorgeholt haben,
die über viele Jahrhunderte verschüttet war, das sind bei Gott wohlbekannte, in dieser
Welt unbekannte, aber die in den Herzen von Menschen etwas erreicht haben. Die Philosophie
und die Theologie all dieser genannten Menschen in dem Artikel, sie verblasst.
Da gibt es Historiker, die sich das wieder vornehmen und dann wird das wieder verworfen,
dann wird das wieder verändert, dann wird das wieder modifiziert, aber das, was diese
Gottesmänner wie Martin Luther bewirkt haben, das ist etwas, was wirklich, man könnte das
sagen, einzigartig ist.
Das waren Menschen, die bereit waren, nach 1. Korinther 4 Vers 13, Kehricht zu sein, gelästert
wie der Kehricht der Welt sind wir geworden, ein Abschaum aller bis jetzt.
Das waren keine, die irgendwie eine große Philosophie, eine große Theologie in dieser
Welt hinterlassen wollten, sondern das waren einfach Menschen, die ihr Werk, nämlich im
Gehorsam gegenüber Gottes Wort, gegenüber dem, was Gottes Wort ihnen sagt, getan haben, die die Botschaft
der Bibel weitertragen wollten, die gelebt haben, dass Gott wirklich Realität ist, dass
aber nicht nur Gott Realität ist, sondern auch sein Sohn Jesus Christus, der Mensch geworden
ist, der am Kreuz von Golgatha gestorben ist, der in das Grab gelegt wurde, der auferstanden
ist, der auferweckt worden ist, jetzt zur rechten Gottes im Himmel thront und uns die
Kraft gibt, auch als Kehricht, auch als Unbekannte, als solche, die verlacht werden, die verspottet
werden, die ausgegrenzt werden, weil sie zu der biblischen Wahrheit stehen, weil sie zu
der Wahrheit stehen, die die einzige Wahrheit ist, die die Ausschließlichkeit der Wahrheit
ist, die exklusiv Wahrheit ist, nämlich das Wort Gottes, die dazu stehen und das auch
weitertun wollen. Ja, es gibt auch eine andere Seite, sie sind nicht nur Kehricht, sie sind
nicht nur unbekannt, sondern 2. Korinther 2 Vers 14 sagt, Gott aber sei Dank, der uns
alle Zeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem
Ort durch uns offenbart. Wunderbar, sie sind die Träger von einer wunderbaren Botschaft,
sie sind die Träger von einem wunderbaren Geruch, von einer wunderbaren Erkenntnis,
denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi, in denen, die errettet werden und in denen,
die verloren gehen. Den einen ein Geruch vom Tod zum Tod. Ja, wenn Menschen diese Botschaft
nicht annehmen, wenn sie lieber bei einem Hegel, lieber bei einem Habermas, lieber bei
einem Kant bleiben wollen, dann ist es ein Geruch vom Tod zum Tod, den anderen aber ein
Geruch vom Leben zu Leben zum Leben, solchen, die bereit sind, Jesus als Retter anzunehmen.
Die Frage ist, ob wir auch solche Träger der biblischen Botschaft sind. Dadurch, dass unser
Leben auf Christus hinweist, dadurch, dass unsere Worte auf Christus hinweisen, auf das
Wort Gottes, auf den einen, den wahren, den einen lebendigen Gott. Sind wir solche, dann
sind wir auch ein Geruch vom Leben zum Leben und ein Geruch vom Tod zum Tod. Die Menschen
müssen sich dann entscheiden. Sie merken, wenn sie mit uns zu tun haben, sie müssen
eine Entscheidung treffen. Und das ist die Frage. Dann hinterlassen wir Spuren. Bei mir
und bei dir mag das nur eine Person oder drei Personen sein. Nicht so wie bei den genannten
Personen, die zum Teil viele Menschen, viele Christen, aber auch Ungläubige erreicht haben.
Aber darum geht es auch für uns nicht. Bei uns geht es nicht darum, einen Namen zu haben,
nicht unter Christen, nicht unter Nichtchristen, sondern bei uns geht es darum, dass wir bekannt
sind bei Christus und das, was er uns bekannt gemacht hat, hier in dieser Welt weiter zu
tragen, bis der Herr Jesus kommt.
Quelle: bibelpraxis.de/a9819.html
Sa, 7. Februar 2026
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