Am: Di, 28. April 2026
In 1. Mose 31 beginnt die Rückreise von Jakob in das Land seiner Väter. Darin spiegelt sich Gottes Wirken wieder, auch in der Zukunft den irdischen Überrest Judas dazu zu bringen, zu Gott umzukehren. Ganz gewiss ist der Ausgangspunkt die "Geburt Josefs", das Bewusstsein von Christus, dem wahren Josef. Aber auch praktische Belehrungen entnehmen wir diesem Kapitel.
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1. Mose 31 ist das Kapitel, das uns den Beginn der Rückreise von Jakob in das Land
seiner Väter, seiner Verwandtschaft zeigt.
Ausgangspunkt dieser Rückkehr war ja in Kapitel 30 Vers 25, dass Rahel Josef geboren hatte
und Jakob zu Laban gesprochen hat "entlass mich".
Das heißt, das Bewusstsein, prophetisch des gläubigen Überrestes, dass Jesus der Messias
ist.
Dieses Bewusstsein führt sie dahin, wirklich umzukehren.
Wir finden zweitens, dass offensichtlich Jakob keine Gemeinschaft mit Gott gepflegt
hat über 20 Jahre.
Hier finden wir nämlich, dass in Kapitel 31 in Vers 3 das erste Mal davon die Rede
ist, dass der Herr wieder zu Jakob spricht:
"Kehre zurück in das Land deiner Väter und zu deiner Verwandtschaft und ich will mit
dir sein".
Und später finden wir in Vers 11, dass Jakob davon berichtet: "Der Engel Gottes sprach im
Traum zu mir".
20 Jahre lang hatte Gott nicht mit Jakob sprechen können.
Er hatte keinen Altar in dieser Zeit und das zeigt, dass es keine wirkliche Gemeinschaft
gab.
So finden wir drittens hier das zweite Denkmal nach Kapitel 28. (00:01:04)
In Vers 13 heißt es, dass Gott zu ihm spricht: "Ich bin der Gott von Bethel, wo du ein Denkmal
gesalbt hast".
Und wir finden dann später in Vers 45 "Jakob nahm einen Stein und richtete ihn als Denkmal
auf".
Das zeigt, dass offensichtlich die Jahre dazwischen - 20 Jahre - verlorene Jahre waren.
Nun, Gott hat ihn Erfahrungen machen lassen, Lebenserfahrungen machen lassen, die natürlich
nie verloren sind, aber er hat keinen geistlichen Fortschritt erlebt.
Er ist nur jetzt dabei, ein neues Denkmal zu setzen, was zeigt, dass Gott immer noch
wirksam war bei ihm, aber es war kein wirklicher geistlicher Fortschritt.
Viertens finden wir prophetisch, dass die Umkehr und die Buße des jüdischen Überrestes
letztlich das Ergebnis des Wirkens Gottes ist.
Wir finden nicht, dass Jakob selber vorwärts kommt.
Gott hat zu ihm gesprochen.
Er bewirkt, dass in seinem Herzen sich etwas verändert, aber von sich selbst aus, obwohl
Josef geboren war, kommt er nicht einen Schritt weg von Laban und von Syrien. (00:02:01)
Nein, er hat keine Bewegung in sich selbst, er hat keine Kraft in sich selbst.
Das finden wir auch hier, wo Gott zu ihm spricht.
Trotz der Worte Jahwes, wie wir sie in Vers 3 gelesen haben, muss er als erstes wieder
mit seinen Frauen sprechen.
Und das sehen wir dort, dass es in Vers 4 heißt: "Da sandte Jakob hin und ließ Rahel
und Lea aufs Feld rufen".
Aber nicht, um jetzt loszugehen, sondern um das Ganze mit ihnen zu besprechen.
Und erst wenn wir in Vers 16 lesen: "So tu nun alles, was Gott zu dir geredet hat", das
sagen seine beiden Frauen zu ihm, die hier erstaunlicherweise gemeinsam wirksam sind,
erst dann ist er wirklich bereit, auch umzukehren und dann auch zurückzukehren.
Wir finden dann weiter, dass diese Umkehr, dass dieses wirkliche Umkehren letztlich das
Ergebnis, prophetisch gesehen, des Mitgefühls Christi ist, der als der Vollkommene ebenso,
nein, in viel höherem Maße verzehrt wurde, wie Jakob und der Geraubtes, was er selber
gar nicht geraubt hatte, erstatten musste.
Wir lesen in Vers 39 "Das Zerrissene habe ich nicht zu dir gebracht, ich habe es büßen (00:03:02)
müssen, von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es gestohlen sein, bei Tag oder bei
Nacht".
Vers 40 "Am Tag verzehrte mich die Hitze und der Frost in der Nacht".
Das sind genau die Worte, die der Herr Jesus prophetisch ausgesprochen hat in Psalm 69.
Wir lesen in Vers 5: "Was ich nicht geraubt habe, muss ich dann erstatten".
Und in Vers 10: "Denn der Eifer um dein Haus hat mich verzehrt und die Schmähungen derer,
die dich schmähen, sind auf mich gefallen".
Das ist in der Tat das, was der Herr Jesus erleben musste.
Wir sehen dann weiter, dass Jakob jetzt erst dazu kommt, wirklich einzugestehen, dass Gott
über ihn gewacht hat und dass der ganze Segen, den er mitnehmen durfte, letztlich das Ergebnis
des Eingreifens Gottes selbst gewesen ist.
Das heißt hier in Vers 9: "Und Gott hat das Vieh eures Vaters genommen und mir gegeben".
Und dann spricht er dazu, wie eben sein Vieh in Vers 10 mehr geworden ist.
Gott hat über ihn gewacht.
Er hat alles gesehen, was Laban ihm getan hat
(Vers 12).
Das heißt, es ist nicht das Ergebnis seiner Raffinesse, sondern es ist das Ergebnis des (00:04:03)
Eingreifens Gottes und von sonst gar nichts.
Dann sehen wir 8., dass hier Götzen eine große Rolle gespielt haben.
Und das ist traurig.
Wir sehen in Vers 19, dass Rahel die Theraphim ihres Vaters gestohlen hat.
Und wir sehen in Vers 30, dass Laban anscheinend hauptsächlich der Götzen wegen Jakob verfolgt
hat:
"Und nun, da du einmal weggegangen bist, weil du dich so sehr nach dem Haus deines Vaters
sehntest, was für eine Heuchelei, warum hast du meine Götter gestohlen?"
Ja, wir müssen ein Bewusstsein haben, dass prophetisch gesehen in der Tat das Volk Israel
von Götzen bewohnt sein wird.
Jesus spricht einmal in einem Gleichnis davon, dass das Haus Israel leergefegt wird, weil
sie Christus nicht angenommen haben.
Aber dann spricht er von der Zukunft in Matthäus 12 Vers 45:
"Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, sich böser als er selbst, und sie gehen
hinein und wohnen dort.
Und das letzte jenes Menschen wird schlimmer als das erste".
Das ist das Volk Israel durch Laban vorgestellt, das ungläubige Israel, während wir Jakob (00:05:01)
als ein Vorbild auf den gläubigen Überrest finden.
Dann finden wir neuntens am Ende, dass das Denkmal aufgerichtet wird, Vers 47.
Laban nannte ihn Jegar Sahaduta und Jakob nannte ihn Galed, diesen Haufen der Steine,
dieses Denkmal.
Zwei unterschiedliche Sprachen und das erinnert uns an Römer 12, dass wir nicht gleichförmig
dieser Welt sein sollen, sondern verwandelt werden sollen durch die Erneuerung eures Sinnes,
dass ihr prüfen mögt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.
Wir haben mit der Welt nichts zu tun, wir sprechen unterschiedliche Sprachen und deshalb
sollen wir uns von dieser Welt absondern.
Deshalb ist des Zehntens eine Frage, brauchen wir einen Bund mit der Welt, wie Jakob einen
Bund mit Laban geschlossen hat?
Es war ein Bund der Angst von beiden Seiten.
Wir brauchen das nicht, wir haben den Herrn auf unserer Seite und wir brauchen nicht irgendwie
einen Vertrag zu schließen mit dieser Welt, lasst uns einfach treu sein in der Absonderung
von der Welt.
Innerlich gehören wir nicht zu der Welt und äußerlich wollen wir uns auch von dieser
Welt absondern.