Am: Di, 21. April 2026
Nun war es nötig, dass Jakob das "verheißene" Land verließ. Er musste ernten, was er gesät hatte. Aber es gibt noch mehr: Dieses Kapitel zeigt uns etwas über Christi Beziehung zu Israel und zu den Nationen, heute zur Versammlung (Gemeinde) Gottes. Rahel und Lea sind dafür die "Protagonisten".
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In 1. Mose 29 lesen wir nun, dass Jakob sich tatsächlich aufmachte und in das Land der Kinder des Ostens ging.
Das war der Ort, nicht direkt, wo ursprünglich Abraham herkam, aber wo er einen Zwischenhalt gemacht hatte in Haran.
Und dorthin finden wir, dass auch Jakob jetzt geht.
Wir lernen bei ihm, dass er sich unter der Zucht Gottes befindet.
Er war derjenige, der seinen Vater und seinen Bruder betrogen hatte und jetzt von seinem eigenen Onkel betrogen wird.
Es ist die Belehrung, die wir in Galater 6 Vers 7 finden:
"Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was irgendein Mensch sät, das wird er auch ernten".
Und das muss er jetzt erleben, dass er unter der züchtigenden, ganz gewiss liebenden Hand Gottes, des Vaters,
ausgeführt durch den Heiligen Geist, jetzt in die Schule Gottes genommen wird, um zu lernen, in Gemeinschaft mit Gott zu leben.
Erfahrungen sind etwas Wertvolles, aber wenn man in der Gegenwart Gottes lebt, dann braucht man diese Erfahrung nicht, dann hat man Gott selbst.
Das finden wir in manchen Teilen des Lebens von Abraham.
Wir finden es kaum in dem Leben von Jakob.
Er lernt durch Erfahrungen und das dauert länger, das ist deutlich schmerzhafter und das ist eben mit manchen Umwegen verbunden. (00:01:07)
So finden wir auch hier die Brautwerbung nicht vergleichbar mit der von Abraham für Isaak.
Er hatte seinen Knecht gesandt, um Rebeka zu werben.
Das hatte alles einen geistlichen, einen himmlischen Hintergrund.
Ganz im Gegensatz dazu finden wir Jakob, der selber aktiv wird, der in seinem eigenen Willen, ja im Eigenwillen tätig wird.
Und wir finden, dass alles auf menschlicher Basis stattfindet.
Wir lesen von Küssen, wir lesen von Umarmen in Vers 13.
Es geschah, als Laban die Nachricht über Jakob, den Sohn seiner Schwester, hörte.
Da lief er ihm entgegen, umarmte ihn und küsste ihn.
Ähnliches hatte Jakob selbst getan in Vers 11.
Jakob küsste Rahel und erhob seine Stimme und weinte.
Es ist alles irdisch, es ist alles menschlich und vor allen Dingen ist alles verbunden mit Handel.
Wir lesen hier in Vers 15: "Laban sprach zu Jakob: Solltest du mir, weil du mein Bruder bist, umsonst dienen?
Teile mir mit, was soll dein Lohn sein?"
Es geht um Arbeit, es geht um Handel, es geht um Gesetzlichkeit.
Hier bei Laban in Verbindung mit Jakob, so wie Jakob auch mit Gott Handel getrieben hat. (00:02:03)
Und wie furchtbar ist es, dass er um seine Frau einen Handel treibt.
Wir lesen im Prinzip dasselbe, was später bei dem Volk Israel der Fall war, dass sie zu Gott gesagt haben, alles was du gesagt hast, wollen wir tun.
Sie sind mit Gott in einen Bund, in einen Vertrag eingetreten und den konnten sie nicht halten.
Und hier finden wir bei Jakob, dass er durch diese Vertragsgelegenheiten in die Hand dessen gerät, der ihm noch überlegen ist im Betrügen.
Dann finden wir hier eine wunderbare vorbildliche Bedeutung.
Jakob kam für Rahel, für diese Frau, von der wir lesen, dass er sie liebte und dass deshalb die sieben Jahre, die vereinbart waren für ihn, wie einzelne Tage waren, weil er Rahel derart liebte.
Vers 20: "Jakob diente um Rahel sieben Jahre und sie waren in seinen Augen wie einzelne Tage, weil er sie liebte".
Er kam für Rahel, das ist ein Vorbild auf Israel.
Er kam für sie, wie Christus auf die Erde kam und auf der Erde lebte, für Israel.
Christus kam, weil er Israel liebte.
Wir lesen das im Alten Testament verschiedene Male. (00:03:02)
Aber er konnte Israel nicht besitzen, so wie Jakob auch hier Rahel nicht bekam, nicht in den Besitz dieser Frau kam, sondern stattdessen bekam Jakob Lea.
Und Lea steht nicht für das Volk Israel, sondern für die Nationen, die einen großen Segen mit sich bringen.
So ist das auch bei Christus gewesen.
Er kam zu seinem Volk, aber er konnte sein Volk nicht besitzen, weil das Volk ihn verworfen hat.
Und stattdessen hat Gott ihm dann die Nationen gegeben, die Versammlung Gottes, die aus den Nationen stammte, wie das von Simeon schon in Lukas 2 angekündigt worden ist.
Und das mit einem wunderbaren, gewaltigen Segen, wie wir das hier bei den Nachkommen Leas finden.
Ja, später bekam Jakob auch Rahel, die ihm dann Joseph und Benjamin geboren hat.
So wird Christus auch das Volk Israel einmal besitzen.
Ja, er selbst als der wahre Joseph und der wahre Benjamin ist aus diesem Volk gekommen.
Er kam aus Juda und er kam aus diesem Volk Israel als die Erfüllung dieser Vorbilder von Joseph und Benjamin.
Joseph spricht von dem leidenden Christus, der verworfen war von den Juden, seinen eigenen Brüdern, genauso wie von den Heiden, wie wir das bei Potiphar finden. (00:04:04)
Aber dann wurde er verherrlicht in Ägypten unter den Nationen, so wie Christus inmitten der Nationen heute schon der Verherrlichte ist,
der im Himmel verherrlicht ist und so verbunden ist mit denen, die zur Versammlung Gottes gehören, die zum größten Teil aus den Nationen stammen.
Wobei er weiter der Verworfene ist im Volk Israel, so wie das bei Joseph auch der Fall war, dass er von seinen Brüdern nach wie vor nicht erkannt, nicht anerkannt war.
Benjamin ist der regierende Christus, der zugleich der Sohn der Leiden seiner Mutter war, Israel.
Ja, durch Christus, durch den wahren Joseph ist auch Israel oder wird auch Israel befreit werden, so wie die Brüder Josephs durch ihn in Ägypten, als dem in dem Bereich der Nationen Dienenden und Herrschenden befreit wurden.
Ja, die Geschichte Israels, nämlich die Geschichte Rahels, schließt mit dem Sohn der Schmerzen Benoni, Benjamin, der eben für Jakob der Sohn der Rechten ist.
Für Gott ist er der Sohn, den er verherrlicht hat, aber für Israel war das damals der Schluss ihrer Geschichte, die aber einen neuen Anfang finden wird. (00:05:09)
Wunderbar, dass in den Nationen diese wunderbare Frucht durch die vier Söhne vorgestellt wird, deren Bedeutung für die Frucht in der heutigen Zeit steht.
Da ist ein Sohn geboren, siehe ein Sohn. Ja, da gibt es Frucht für Gott, da gibt es Frucht für Christus.
Wir finden den zweiten Sohn, der Erhörung bedeutet. Und wunderbar, Simeon ist die Erhörung, das Gebetsleben der Nationen, die eine Beziehung zu Gott haben.
Dann finden wir den dritten Levi, der Anschließung, Anhänglichkeit bedeutet, Gemeinschaft. Wir dürfen heute Gemeinschaft haben mit Christus, mit Gott.
Und der vierte Juda, der spricht von dem Lob Gottes, Gegenstand des Preises.
So dürfen wir heute Gott anbeten und in Geist und Wahrheit vor den Vater treten und auch den Herrn Jesus anbeten.
Wunderbare Vorbilder, die wir hier schon in diesem 29. Kapitel finden.