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(00:00:00) In Erstemose 28 wird uns jetzt die Reise von Jakob weg von Beerseba, wo sein Vater Isaac wohnte, hin nach Haran, wo sein Onkel Laban wohnte, beschrieben. Er flieht vor seinem Bruder Esau, den er betrogen hat, auf eine fleischliche Art und Weise und der ihm nach dem Leben trachtet. Als erstes sehen wir, dass Isaac verstanden hat, was Gott wollte. Wir finden, dass er seinen Sohn Jakob segnet. Und Isaac rief Jakob und segnete ihn und er gebot ihm und sprach zu ihm, du sollst nicht eine Frau nehmen von den Töchtern Kanaans. Auch das könnte ein Hinweis sein auf das, was in Hebräer 11 Vers 20 uns vorgestellt wird. Wir finden dann zweitens, dass Jakob unter der Zucht des Heiligen Geistes, auf den er ein Hinweis ist, steht und deshalb eben jetzt zu einem Fremdling wird. Er wird zu einem Fremdling, der weg flieht. Übrigens wird das Alter von Jakob hier ungefähr 77 Jahre alt gewesen sein, wenn man die Jahre zusammenzählt, 20 Jahre, die er bei Laban war. Wenn man bedenkt, dass Josef mit ungefähr 30 Jahren vor dem Pharao stand und dass Jakob 130 Jahre alt war, als er dann nach Ägypten kam. (00:01:03) Das heißt, er war schon ein alter Mann. Wir finden drittens, dass Jakob hier ein Vorbild auf das Volk Israel ist und zwar in der heutigen Zeit. Das Volk Israel, das nicht mehr im Land ist, nicht mehr in Kanaan, in Israel, sondern vertrieben als ein Fremdling. So wie das Jakob hier war, bis er einmal wiederkehren würde, so wie auch das Volk Israel eine Zeit der Wiederherstellung haben wird. Ein paar Details dazu. Erstens, der Segen ist vor ihm. Das heißt, ihm wird ein Segen gegeben im Blick auf die Zukunft. Zweitens, er ist Fremdling, so wie das Volk Israel Fremdlinge heute sind. Drittens, es gibt keinen Altar in dieser Zeit Jakobs. Und tatsächlich, das Volk Israel hat keinen Altar, hat keinen Zugang zu Gott. Die einzige Möglichkeit, heute zu Gott zu kommen, ist, indem man sich bekehrt und Teil der Versammlung der Gemeinde Gottes wird. Viertens, sie sind vertrieben, so wie Jakob ein Vertriebener war. Fünftens, wir finden Jakob in Furcht, so wie das Volk Israel heute in Furcht lebt, ständig unter Gericht und Zucht zu kommen. Sechstens, sie sind doch unter Gottes Bewahrung, so wie ausdrücklich gesagt wird, dass Gott Jakob bewahren würde. (00:02:03) Gott bewahrt sein Volk, bis es wieder hergestellt werden wird. Siebtens, finden wir, dass das Volk nicht in Gemeinschaft mit Gott ist. So wie wir auch hier nicht finden, dass Jakob in dieser Zeit Gemeinschaft mit Gott gepflegt hätte. Achtens, finden wir, dass dieses Volk unter Gesetz ist. So wie Jakob sich das selbst gewählt hat, hat das Volk Israel das ja auch in 2. Mose 20 und 24. Und unter den Folgen dieser Gesetzlichkeit, weil sie eben untreu waren und deshalb unter die Zucht und das Gericht Gottes gekommen sind, befindet sich das Volk auch heute noch. Neuntens, es geht um einen irdischen Segen, das heißt das Volk Israel, wie das in Vers 14 durch den Staub der Erde vorgebildet wird. Zehntens, der Segen ist hier nicht für die Nationen vorgestellt, sondern es ist ein Segen, den wir verbunden finden hier mit dem Volk Israel allein. Das heißt, hier wird der Segen nicht im Blick auf die Nationen gesagt, sondern in Vers 14, in dir und in deinen Nachkommen sollen gesegnet werden alle Familien der Erde. Aber das wird nicht Nationen genannt. (00:03:01) Und dann Elftens, finden wir die Verheißung der Rückführung, wie sie in Vers 15 dann auch im Blick auf Jakob vorgestellt wird. Siehe, ich bin mit dir und ich will dich behüten überall, wohin du gehst und dich zurückbringen in dieses Land. Wir finden dann, nachdem wir über Jakob als Vorbild auf Israel nachgedacht haben, viertens, dass hier bildliche Symbole verwendet werden, die wir im Alten Testament immer wieder finden. Wir sehen hier in Vers 11, er gelangte Jakob an einen Ort und übernachtete dort, denn die Sonne war untergegangen. In Kapitel 32, wenn er zurückkehrt, finden wir in Vers 32, dass das Gegenteil gesagt wird. Und die Sonne ging ihm auf, als er über Pnuel hinaus war. Das heißt, wir finden hier jetzt eine Zeit des traurigen Niedergangs, so wie eben auch das Volk Israel in dieser Zeit der Fremdlingsschaft durch Niedergang geprägt ist. Wir finden hier dann fünftens einen Unterschied, geradezu einen Gegensatz zwischen Jakob und Abraham. Gott war mit Jakob, aber Abraham war mit Gott. Das ist ein Unterschied. Natürlich war Gott auch mit Abraham, aber wenn der Gläubige mit Gott ist, dann lebt er in Gemeinschaft mit Gott und das war bei Abraham der Fall. (00:04:02) Trotzdem finden wir, dass Gott sich Jakob gegenüber offenbart und das zeigt die Barmherzigkeit Gottes. Wir sehen dann sechstens in diesen Versen eine Weissagung, eine Weissagung, die durch Vers 12 uns vorgestellt wird. Jakob träumte und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt und ihre Spitze rührte an den Himmel und siehe, Engel Gottes stiegen daran auf und nieder. Israel ist in der Person von Jakob hier der Gegenstand dieser Leiter der Segnung und der Verheißung Gottes. Das ist anders in Johannes 1, wo der Herr Jesus dieses Symbol noch einmal aufnimmt, wenn er mit Nathanael spricht und das heißt es in Vers 51. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf und nieder steigen auf den Sohn des Menschen. Im tausendjährigen Reich wird der Herr Jesus der Gegenstand dieser Verheißungen und der Zuwendung und des Segens Gottes sein. In ihm finden wir eine wunderbare Einheit und Harmonie von Himmel und Erde. Wir finden dann siebtens, dass Esau hier beschrieben wird und dass er in typischer Weise, er steht für das Fleisch versucht, (00:05:03) nachdem er merkt, dass seine Eltern nicht glücklich sind in der Art und Weise, wie er lebte, dass er ihnen irgendwie entgegenkommen wollte und eben jetzt keine der Töchter Canaans nehmen wollte, sondern eine Tochter Ismaels Namen und das ist das Fleisch. Es versucht auf eine eigene Art und Weise, auf eigene Überlegungen hin, Gott zufriedenzustellen und das geht nicht gut. Und dann finden wir achtens die Gegenüberstellung eines fleischlichen und gesetzlichen Christen gegenüber einem, der wirklich geistlich ist wie Abraham. Jakob hatte Angst vor Gott, selbst im Haus Gottes oder gerade im Haus Gottes. Wir sehen, dass er auf gesetzlicher Basis versucht, Gott zu gefallen. Er hat keinen Altar und ist Gegenstand der Gnade Gottes, ohne dass er in dieser Gnade befestigt ist. Das macht deutlich, dass ist ein Christ, der bekehrt ist, aber noch nach Römer 6 und 7 auf gesetzliche Art und Weise versucht, sein Leben zu führen und Gott zu gefallen. Das kann nicht gut gehen, bis er wirklich Befreiung erlebt hat.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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