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(00:00:00) Ab 1. Mose 27 wird uns das Leben Jakobs beschrieben. Es ist ein sehr bewegtes Leben, das uns in drei Teilen vorgestellt wird. Erstens, er befindet sich im Land, Kapitel 26 Vers 34 bis 28 Vers 22. Zweitens, wir sehen seine Fremdlingsschaft in Syrien, das sind die Kapitel 29 bis 31. Drittens, wir finden seine Wiederherstellung im Land, Kapitel 32 Vers 1 bis 37 Vers 1, wo dann die Geschichte Josephs folgt. Wir können sagen, in diesen drei Teilen finden wir auch die Geschichte Israels insgesamt und Jakob ist in der Tat ein Vorbild auf das Volk Israel. Und diese Geschichte war zunächst in dem Land unter den Königen David, Salomo und den Nachfolgenden. Dann finden wir, dass sie aus dem Land vertrieben wurden wegen ihres Ungehorsams des Götzendienstes und der Hurerei. In diesem Zustand sind sie heute noch inmitten der Nationen zerstreut. Aber sie werden einmal zurückkehren nach der Entrückung, 1. Thessalonicher 4. Und dann wird Gott anknüpfen mit diesem Volk, er wird es im Glauben zurückbringen in das Land und da werden sie dann unter Gott Gesegnete sein. So dürfen wir sehen, dass Jakob das Leben und die Geschichte des Volkes Israel vorstellt. Wir finden zweitens, dass er uns etwas zeigt von dem Heiligen Geist. (00:01:04) Aber während in Abraham Gott, unser Vater, objektiv vorgestellt wird, während in Isaak Gott, der Sohn, der Herr Jesus, objektiv vorgestellt wird, das heißt, so wie wir ihn als Gegenstand vor unseren Augen haben dürfen, finden wir in Jakob den Heiligen Geist subjektiv, wie er in den Gläubigen wirksam ist und die Gläubigen zu einem Leben führen möchte, das zur Verherrlichung Gottes dient. Insofern können wir drittens sagen, dass in der Geschichte Jakobs uns eine Gegenüberstellung von Fleisch und Geist gezeigt wird. Jakob hat auf der einen Seite göttliche Ziele. Er möchte den Segen bekommen. Er hat göttliche Maßstäbe. Er möchte das Erstgeburtsrecht nach Gottes Gedanken für sich in Anspruch nehmen. Er hat göttliche Prioritäten, indem er ein Leben mit Gott führen möchte. Aber leider finden wir, dass er sie auf einem fleischlichen Weg für sich sucht und deshalb unter die Zucht Gottes kommt. Fleisch und Geist, ein großes Thema, das wir im Neuen Testament finden, dass wir in Jakob im Alten Testament vorgestellt finden, aber auch in der Gegenüberstellung zwischen Jakob und Esau. Wir lesen in Römer 8 Vers 6, dass uns dort gesagt wird: (00:02:01) "Denn die Gesinnung des Fleisches ist der Tod". Genau das finden wir hier, dass die fleischliche Gesinnung bei Esau zu dem Gericht Gottes führt, aber auch in dem Leben von Jakob. Er wird seine Mutter, Rebekka, die ihn verführt hat, die dieses fleischliche Leben bei ihm bewirkt hat, gewissermaßen, wird er nicht wiedersehen, nachdem er dann am Ende des Kapitels oder Anfang des nächsten Kapitels wegzieht. Dann finden wir "die Gesinnung des Geistes ist Leben und Frieden, denn die Gesinnung des Fleisches ist Feindschaft gegen Gott, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie vermag es auch nicht". Wir finden dann in Vers 9, dass hinzugefügt wird "... ihr aber seid nicht im Fleisch, sondern im Geist". Ja, auch Jakob war nicht im Fleisch in diesem vorbildlichen Sinn, sondern er war im Geist, wenn er auch fleischliche Mittel leider benutzt hat und dadurch unter diese Zucht Gottes gekommen ist. Wir finden in Galater 4 Vers 29 noch einmal diesen Gegensatz. "Aber so wie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem Geist Geborenen verfolgte", da ging es um Ismael und Isaak, "so auch jetzt". Und das finden wir hier auch, wie Esau Jakob verfolgte, nachdem er eben das Erstgeburtsrecht und auch den Segen nicht mehr bekommen hat. Genau das ist das, was Fleisch und Geist tut. Leider auch in dem Leben von Jakob wurde sozusagen der Geist verfolgt durch das Fleisch. (00:03:03) Wir finden dann weiter in Kapitel 5, Galater 5 Vers 16 und 17: "Das heißt, ich sage aber, wandelt im Geist und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen". Leider hat Jakob sie vollbracht. "Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist aber gegen das Fleisch, denn sie sind einander entgegengesetzt". Das dürfen wir nicht vergessen. Kapitel 6 Vers 8 heißt es dann noch: "Denn wer für sein eigenes Fleisch sät, wird nach dem Fleisch Verderben ernten". Genau das musste Jakob und dann viele Jahre in schwierigen Umständen dort in Syrien bei seinem Onkel Laban erleben. "Wer aber für den Geist sät, wird von dem Geist ewiges Leben ernten". Wir finden dann viertens in diesem Kapitel 27, dass Isaak ein Mann natürlicher Sinne ist. Wir sehen bei ihm, dass er schlecht sehen konnte, Vers 1 zu sehen suchte. Wir finden in Vers 21, dass er betastete. Wir finden Vers 22, dass er hörte. Wir finden Vers 25, dass er aß, also schmeckte. Und Vers 27, dass er roch. Ein Mann, der leider wenig durch Glauben geprägt war und stärker eben durch die natürlichen Sinne und deshalb kein geistliches Leben geführt hat. (00:04:01) Wir finden fünftens, dass hier zum fünften Mal der Betrug und die Leugnung der wahren Beziehungen, in die jemand steht, eben geleugnet werden. Wie wir das das erste Mal bei Abraham finden, 1. Mose 12, das zweite Mal ebenfalls bei ihm, Kapitel 20, das dritte Mal bei Isaak, Vers Kapitel 26. Und jetzt erneut diese Lüge. Wir sehen, wie sie sich fortsetzt in den nachfolgenden Generationen, wenn man nicht in wahrem Selbstgericht vor Gott, aber auch eben bei solch größeren Dingen vor den Kindern das bekennt. Wir finden sechstens, dass das Folgen hat, wenn Eltern in einer ungeistlichen Weise leben und handeln. Wir sehen in Kapitel 27 Vers 1, dass Isaak seinen älteren Sohn ruft. In Vers 6, dass Rebekka ihren Sohn Jakob anspricht, statt dass sie erkennen, dass es ihre gemeinsamen Kinder sind. Und das führt zu einer Spaltung, einer Trennung auch bei den Kindern leider. Wir finden sechstens, dass Gläubige im Gegensatz zu den Ungöttlichen gesehen werden. Jakob bei aller Schwachheit ist ein Gläubiger, Esau dagegen ein Ungöttlicher. Wir finden das in den Vers 34, dass Esau schrie mit großem bitterlichen Geschrei (00:05:02) über die Maßen sehr, dass er auch den Segen wollte. Aber wir lesen in Hebräer 12, das uns dort deutlich gemacht wird in Vers 17, dass er natürlich den Segen erben wollte, aber eben keinen Raum zur Buße fand, sondern nur zu Tränen. Und in Vers 36 wirft er Jakob vor, er hätte ihn zweimal überlistet, wobei in Wirklichkeit er kein Interesse zeigte an den göttlichen Dingen. Dann sehen wir, dass Gott hinter der Szene wirkte. Obwohl Isaak sozusagen alles zu verwirken schien, war Gott doch hinter der Szene wirksam. Und so sehen wir, dass Gott nie etwas aus den Händen gleitet. Selbst wenn Isaak nicht Jakob, sondern Esau segnen wollte, so finden wir, dass Gott bewirkte, dass doch Jakob gesegnet wurde. Und dann abschließend finden wir, dass in Vers 44 die Geschichte der Verwerfung und der Verfolgungen des Überrestes Israel deutlich wird. Wenn hier von dem Grimm und dem Zorn von Esau die Rede ist, genau den wird der gläubige Überrest künftiger Tage einmal erleben müssen.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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