„Und es geschah, wenn Israel gesät hatte, so zogen Midian und Amalek und die Söhne des Ostens herauf, sie zogen herauf gegen sie. Und sie lagerten sich gegen sie und verdarben den Ertrag des Landes bis nach Gaza hin; und sie ließen keine Lebensmittel in Israel übrig, weder Kleinvieh noch Rind, noch Esel. Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten, sie kamen wie die Heuschrecken an Menge; und sie und ihre Kamele waren ohne Zahl; und sie kamen in das Land, um es zu verderben. Und Israel verarmte sehr wegen Midian; und die Kinder Israel schrien zu dem Herrn“ (Ri 6,1-6).
Sie nahmen ihnen den Frieden
Die Midianiter kamen in das Land, um es zu verderben. Sie nahmen den Israeliten den Frieden und die Ruhe im Land (V. 3). – Jeder neue Tag zeigt, dass diese Welt vor schlechten Nachrichten nur so übersprudelt. Welchen Bereich auch immer man sich ansieht – fast überall sind die Aussichten und Prognosen düster. Wenn wir uns diesem Einfluss aussetzen, können sie uns in Sorge und Unruhe versetzen.
Frage an dich:
- Hast du Frieden mit Gott (Röm 5,1)? Kennst du auch den Frieden des Herzens (Kol 3,15)?
- Rauben dir die Sorgen und Probleme dieser Erde den inneren Frieden oder ruhst du in dem Bewusstsein, dass Gott alle Geschicke auf dieser Erde in seiner Hand hält?
Sie nahmen ihnen den Ertrag
Wenn die Israeliten gesät hatten, kamen die Midianiter und verdarben den Ertrag des Landes (V. 4). – Der Ertrag lässt uns an die Frucht denken, die wir Gott in unserem Leben bringen sollen (Joh 15,8). Wenn wir allerdings das Wort Gottes und das Gebet vernachlässigen und stattdessen irdischen Interessen nachgehen, wird die Frucht für Gott in unserem Leben ausbleiben.
Frage an dich:
- Was sehen deine Mitmenschen an dir? Die Frucht des Geistes oder die Werke des Fleisches (Gal 5,19-23)?
- Ist es dir ein Herzensanliegen, Gott Frucht zu bringen und Ihn in deinem Leben zu verherrlichen?
Sie nahmen ihnen die Nahrung
Die Midianiter ließen den Kindern Israel keine Lebensmittel in Israel übrig, so dass die Israeliten Hunger leiden mussten (V. 4). – Wenn wir uns zu viel mit den Dingen dieser Erde beschäftigen, werden wir keine Zeit und (geistliche) Energie mehr haben, um uns von Christus und seinen Herrlichkeiten zu nähren, so dass wir geistlicherweise Hunger leiden müssen (Joh 6,35).
Frage an dich:
- Nimmst du dir jeden Tag Zeit, um dich von Christus und seinem Wort zu nähren?
- Welche Natur nährst du – die neue oder die alte?
Sie nahmen ihnen die Opfertiere
Die Midianiter nahmen den Israeliten nicht nur die Lebensmittel, sondern auch das Kleinvieh und die Rinder, so dass ihnen keine Opfer- und Arbeitstiere mehr blieben (V. 4). – Der Vater sucht Anbeter, die Ihn in Geist und Wahrheit anbeten (Joh 4,23). Wenn unser Herz allerdings viel mit Irdischem erfüllt ist, werden wir wenig Anbetung bringen können. Außerdem fehlt uns die Kraft zum Dienst, sodass die gegenseitige Erbauung der Glaubensgeschwister ausbleibt (1. Pet 4,10.11).
Frage an dich:
- Lobst und dankst du Gott für das, was Er dir in seinem Wort gezeigt hat?
- Stehen wir dem Herrn zur Verfügung, sodass Er uns zur Erbauung anderer gebrauchen kann?
Sie ließen sie verarmen
Die Midianiter nahmen den Kindern Israel fast alles, so dass sie sehr verarmten (V. 6). – Auch wir werden geistlich verarmen, wenn wir unsere ganze Zeit und Energie Irdischem und Zeitlichem widmen und dabei das Himmlische und Ewige vernachlässigen. Es ist – wie so oft im Leben – eine Frage der Prioritäten: Wollen wir reich in Bezug auf die Erde sein oder reich in Bezug auf Gott (Lk 12,21)?
Frage an dich:
- Was sind deine Ziele im Leben? Welche Prioritäten hast du dir gesetzt?
- Lebst du für die Erde oder für den Himmel?
Quelle: bibelpraxis.de/a9737.html